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Leihmutterschaft

Neil Patrick Harris: "Meine Kinder haben keine Mutter"

Für den schwulen Hollywood-Star ist das deutsche Verbot der Leihmutterschaft eine "Schande".


Die Abenteuer der Regenbogenfamilie von Neil Patrick Harris und David Burtka kann man auf instagram verfolgen. Die Zwillinge Gideon Scott und Harper Grace wurden im Oktober 2010 von einer Leihmutter zur Welt gebracht

Hollywood-Star Neil Patrick Harris ("How I Met Your Mother") hat kein Verständnis für das deutsche Verbot von Leihmutterschaften. "Wow! Was für eine Schande", kommentierte der 43-jährige schwule Schauspieler die Regelung im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Harris und sein Ehemann David Burtka sind seit 2010 Eltern zweier Kinder, die mithilfe einer Eizell-Spenderin und einer Leihmutter zur Welt kamen.

Seinen eigenen Weg zum Kind beschrieb der Tony-Award-Träger so: "In den USA muss man für die Familiengründung mithilfe einer Leihmutter nicht ein gleichgeschlechtliches Paar sein. Wenn Sie Probleme haben, ein Kind zu bekommen, können Sie einfach zu einer Organisation oder einem Unternehmen gehen, das dabei hilft, Ihr Sperma mit einer Eizell-Spenderin zusammenzubringen. Aus der einfachen Einsicht, dass viele Paare aus allen möglichen Gründen ohne Hilfe keine Kinder bekommen können. Und genau das haben wir getan: eine Frau gefunden, die uns freudig und anonym zu einer Familie verholfen hat. Und am Ende hatten wir Zwillinge."

"Unsere Kinder haben zwei Väter"

Dabei haben Harris und Burtka die Hilfe von zwei Frauen in Anspruch genommen: "Es war eine sehr wissenschaftliche Angelegenheit; die Eizell-Spenderin war eine andere Frau, als diejenige, die die Kinder dann ausgetragen hat. Das hat eine Frau übernommen, die eine eigene Familie hatte und anderen Paaren helfen wollte."


Neil Patrick Harris als Frauenheld Barney Stinson in der Serie "How I Met Your Mother" (Bild: CBS)

Den Begriff der Mutterschaft wies Harris für beide Frauen zurück: "Also das sind ganz sicher keine Mütter", so der 43-Jährige. "Ich muss Sie korrigieren, wenn Sie eine dieser Frauen als Mutter bezeichnen – weil sie wirklich keine Mütter sind; unsere Kinder haben zwei Väter." Dass seine Kinder die Frauen später einmal kennenlernen, schloss Harris aber nicht aus: "Ich denke, wenn die Kinder dieses Gespräch mit uns suchen sollten, würden wir es bestimmt nicht verbieten. Wir würden nicht so tun, als ob diese Frauen nicht existieren. Weil ich stolz auf die Weise bin, wie unsere Kinder auf die Welt gekommen sind."

In der neuen Netflix-Serie "Eine Reihe betrüblicher Ereignisse" ist Harris ab dem 13. Januar in der Rolle des Grafen Olaf zu sehen, der drei Waisenkinder um ihr Erbe betrügen will. Auf die Frage, welche andere Netflix-Serie ihn reizen würde, sagte Harris: "Ich hätte wirklich gern eine Rolle in 'House of Cards'." Dabei würde er auch als Mordopfer des von Kevin Spacey gespielten US-Präsidenten bereitstehen: "Ich bin einfach so ein großer Fan von Kevin Spacey." (ots/cw)

Wöchentliche Umfrage

» Sollte Leihmutterschaft in Deutschland legalisiert werden?
    Ergebnis der Umfrage vom 09.01.2017 bis 16.01.2017


#1 SebiAnonym
  • 07.01.2017, 09:35h
  • Seine Kinder haben schon Mütter: die biologischen Mütter. Aber familiär gesehen haben sie natürlich 2 Väter.
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#2 JensAnonym
  • 07.01.2017, 10:27h
  • So einfach sehe ich es nicht.
    Man kann der Natur nicht völlig entsagen, so gesehen hat jedes Kind Mutter und Vater.
    Darüber hinaus ist viel wichtiger wie das Kind aufwächst, wo es sich beheimatet fühlt und wenn das 2 Väter sind oder 2 Mütter oder Patchwork ist das super und es geht darum dass das Kind liebevoll behandelt wird und gedeiht.
    Aber man kann dem Kind nicht sagen "du hast keine Mutter" wenn es mal fragt. Denn jedes Kind hat eine Mutter. Genauso einen Vater. Die Sichtweise des Kindes ist entscheidend, es gibt auch adoptierte Kinder die trotz glücklicher Beziehung zu den Adoptiveltern auf der Suche nach den Wurzeln sind. So kann es auch bei der Samenspende, Eizellspende und Leihmutterschaft sein.
    Fragen müssen wahrheitsgemäß ( und natürlich Altersgerecht) beantwortet werden.

    Bei Samenspende und Eizellspende ist das noch eine Sache die nachvollziehen kann, aber bei Leihmutterschaft kommt hinzu dass die Frau das Kind im Bauch hatte und man viel über Mutter- Kind Bindung im Mutterleib hört.
    Schwer vorstellbar dass man gegen Geld ein Wesen in sich heranwachsen lässt um es nach der Geburt abzugeben.
    Schwieriges Thema.
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#3 goddamn liberalAnonym
  • 07.01.2017, 11:38h
  • Antwort auf #2 von Jens
  • "Schwer vorstellbar dass man gegen Geld ein Wesen in sich heranwachsen lässt um es nach der Geburt abzugeben."

    Deswegen sollte meiner Meinung nach Leihmutterschaft nur als familiärer Freundschaftsdienst ohne Bezahlung erlaubt sein.

    Egal, ob die Betroffenen sich als hetero, homo, bi etc. definieren.
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#4 OrthogonalfrontAnonym
#5 LarsAnonym
  • 07.01.2017, 12:48h
  • Den Begriff Mutter und Vater einseitig biologisch oder familiär definieren zu wollen, ist gleichermaßen engstirnig. Der Mensch ist nun mal ein biologisches und soziales Wesen.

    Es gibt immer Kinder, die ohne ein biologisches Elternteil aufwachsen, bzw. getrennt von diesem. Das ist eigentlich nichts neues.
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#6 Paulus45Anonym
  • 07.01.2017, 13:10h
  • Antwort auf #3 von goddamn liberal
  • "Deswegen sollte meiner Meinung nach Leihmutterschaft nur als familiärer Freundschaftsdienst ohne Bezahlung erlaubt sein."

    Quatsch Leihmutterschaften sind GENERELL zu erlauben, auch wenn dahinter ein gewerbliches Institut steht. Wenn eine Frau sich zu einer Leihmutterschaft entschließt und dafür Geld haben will, so ist dies ihr gutes Recht. Sie kann damit vielmehr Geld verdienen, als sie beispielsweise in fünf Jahren als Teepflückerin in Indien bei harter Arbeit jeden Tag oder bei sonstigen "beschissen" bezahlten Arbeiten in Indien, in Kolumbien, in Guatemala, usw. verdient.

    Für viele Frauen in Drittweltstaaten ist dies ein Weg ihr Leben mit ihrer Familie zu finanzieren. Und wenn dann das Argument der Ausbeutung kommt, dann frage ich immer zurück: "Und hast Du oder sonstwer das Leben dieser Frau so massiv finanziell verbessert, als das Paar, das der Frau "einen Haufen an Geld" gezahlt hat. NEE da kommt nämlich sonst überhaupt KEINER vorbei und verbessert das Leben dieser Frauen, die sich zu einer Leihmutterschaft entscheiden.

    Für mich sind so Typen wie goddamliberal und andere die gewerbliche Leihmutterschaften verbieten wollen, auf einem Egotrip, denn sie verbauen Frauen in Drittweltstaaten die Möglichkeit, einen guten Weg aus ihrer hoffnungslosen finanziellen Lage herauszukommen.

    Und wie sehr sich die schwulen Paare darüber in ihrem Leben freuen, darüber muss ich wohl hier nicht weiter schreiben.

    Und das das durch Leihmutterschaft ausgetragene Kind ein WUNSCHKIND ist und es sehr, sehr gut bei den schwulen Eltern haben wird, das steht für mich ausser Frage, denn es ist ein WUNSCHKIND, was viele Kinder bei heterosexuellen Familien leider oftmals nicht sind.
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#7 stromboliProfil
  • 07.01.2017, 13:22hberlin
  • Antwort auf #6 von Paulus45
  • Mich überrascht dein heftiger eisprung nicht.. Auch nicht die glücksbeschreibung von gleichgeschlechtlichen paaren, die ihre kindern dann darüber aufklären, dass mutter fehlt weil als leihmutter lieber sie ausgetragen als mit teepflücken geld zu verdienen..
    Das wird die dann ob dem berechtigten recht auf herkunftswissen einige schlaflose nächte bereiten.
    Das ist dann im Marx'chen sinne die vollendete darstellung des kapitalistischen ausbeutens der menschlichen ressourcen.

    www.heise.de/tp/features/Der-genetisch-optimierte-Mensch-ein
    e-zutiefst-konservative-Idee-3587263.html


    Der zusammenhang christlicher moral mit dem kapitalistischen ego scheint hier überdeutlich durch...
    vieleicht kannst du ja hier noch was hinzulernen...
  • Antworten » | Direktlink »
#8 Paulus45Anonym
#9 Paulus45Anonym
  • 07.01.2017, 13:47h
  • Antwort auf #7 von stromboli
  • @stromboline
    "Mich überrascht dein heftiger eisprung nicht.. Auch nicht die glücksbeschreibung von gleichgeschlechtlichen paaren, die ihre kindern dann darüber aufklären, dass mutter fehlt weil als leihmutter lieber sie ausgetragen als mit teepflücken geld zu verdienen..

    ---> Und wo ist das Problem ? Das Kind wird dies von den schwulen Eltern erfahren, sobald es das dafür notwendige Alter erreicht hat. Es ist besser als wenn so manches Kind aus einer heterosexuellen Beziehung erfährt, das es nur ein "Unfall nach einer besoffenen Nacht" war und überhaupt nicht gewollt war. Oder nur geboren wurde, damit es für das Unternehmen/Bauernhof der Familien einen Erbnachfolger gibt, aber ansonsten Null Interesse am Kind bestand. Entscheidend wird für das Kind sein, ob es von den Eltern GELIEBT wurde und ob es eine geborgene und gesicherte Kindheit hatte und da wette ich mit dir, das haben Kinder bei schwulen Vätern immer: weil es WUNSCHKINDER sind, da wird "ALLES" aufgeboten. Ich antworte dir, Kinder haben es bei schwulen Eltern sehr, sehr gut....und ich kenne solche Familien und haben mir selbst davon bereits ein Bild gemacht. Es sind tolle Familien, wo wirklich die schwulen Eltern alles für Ihre Kinder geben.

    ----.
    "Das ist dann im Marx'chen sinne die vollendete darstellung des kapitalistischen ausbeutens der menschlichen ressourcen."

    --> Quatsch. Das ist NUR dein eigener EGOTRIP, den Du hier bedienst, ohne Rücksicht auf andere. DENN DU wirst den Frauen in Indien, in Gabun, in Guatemala oder in Kolumbien sicherlich NICHT helfen (können). Du solltest Dich eigentlich SCHÄMEN, dass du hier Frauen aus Drittwelstaaten einen möglichen Weg verbaust, damit sie viel Geld erhalten können, das sie ansonsten NIE bekommen werden. Damit Du deinem EGOTRIP folgen kannst, verbaust Du hier anderen Menschen ein besseres Leben: für mich bist du der perfekte EGOIST...

    ----

    Übrigens aufgrund veränderter Rechtsprechung des BGH ist deutschen schwulen Paaren nunmehr der Weg rechtlich eröffnet, Eltern zu werden.

    *
    www.bundestag.de/blob/485824/c7e199627102239642c9b56ccfed9dd
    e/wd-7-156-16-pdf-data.pdf

    (Bundestag: pdf , Dokument)

    Das Deutsche Auswärige Amt hat mittlerweile durch Erlass die veränderte Rechtsprechung des BGH zugeleitet bekommen, wie der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages schreibt.

    Mögen sich also viele schwule deutsche Paare auf den Weg nach Kalifornien/Florida machen oder andere Staaten, wo Leihmutterschaften erlaubt sind.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 seb1983