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Caster Semenya

Bekannteste Intersexuelle der Welt heiratet ihre Freundin

Die südafrikanische Olympiasiegerin Caster Semenya hat am Samstag ihrer Verlobten Violet Raseboya das Ja-Wort gegeben.


Glücklich unter der Haube: Caster Semenya (re.) und Violet Raseboya haben am Samstag in Südafrika geheiratet (Bild: instagram)

Den Hochzeitstag werden sich beide wohl gut merken können: Am Samstag, dem Tag ihres 26. Geburtstags, hat die südafrikanische Mittelstreckenläuferin Caster Semenya ihre Freundin Violet Raseboya geheiratet. Die Feier, von der die Olympiasiegerin mehrere Fotos auf Instagram postete, fand in der Nähe der Hauptstadt Pretoria statt. Südafrika hatte bereits 2006 als fünftes Land der Welt die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet.

Caster Semenya gilt als bekannteste Intersexuelle der Welt, auch wenn sich die lesbische Athletin selbst nicht zu dem Thema äußern will. In der Vergangenheit war der Mittelstreckenläuferin mehrfach "vorgeworfen" worden, in Wirklichkeit ein Mann zu sein – sie wurde deswegen auch von anderen Sportlerinnen beschimpft, die wegen ihrer angeblich hohen Testosteronwerte einen unfairen Vorteil beklagten (queer.de berichtete).

Nach ihrer ersten Goldmedaille im 800-Meter-Lauf bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2009 in Berlin musste sich Semenya umstrittenen Geschlechtstests unterziehen, deren Ergebnisse jedoch nicht veröffentlicht wurden. Der Generalsekretär des Leichtathletikverbands IAAF Pierre Weiss teilte damals lediglich der Presse mit: "Es ist klar, dass sie eine Frau ist, aber vielleicht nicht zu 100 Prozent." Die Mittelstreckenläuferin durfte damit ihre Medaillen behalten und nach einer mehrmonatigen Pause auch wieder bei den Frauen starten.

Im vergangenen Jahr holte Caster Semenya bei den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro mit persönlicher Bestleistung und nationalem Rekord von 1:55,28 Minuten erneut eine Goldmedaille im 800-Meter-Lauf (queer.de berichtete). (cw)



#1 ergdfvAnonym
  • 09.01.2017, 07:50h
  • Ist unfair, wenn sie bei den Frauen antreten darf.

    Der Grund warum man im Leistungssport Wettkämpfe von Männern und Frauen getrennt abhält ist der natürliche Vorteil von Männern (Testosteron, mehr Muskelmasse, mehr Lungenvolumen, etc.) gegenüber Frauen.

    Bei Caster Semenya sind diese natürlichen Vorteile als biologisch Intersexuelle gegenüber biologischen Frauen ähnlich gegeben. Das verschafft ihr einen unfairen Vorteil.

    Unfaire Vorteile haben im Leistungssport nichts zu suchen.
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#2 Liese LotteAnonym
  • 09.01.2017, 09:26h
  • Antwort auf #1 von ergdfv
  • Was ist das denn für ein menschen- und insbesondere inter*feindlicher Blödsinn, den du da schreibst. Zum einen gibt es grundsätzlich eine relativ große Varianz, was Hormonwerte betrifft und zum anderen, wo dürfte sie denn dann starten? Willst du, um angeblich faire Wettkämpfe - deren Existenz ja auch eher eine Art Utopie/Ideal ist als Realität - sicherzustellen, etwa ein Wettkampfverbot für Inter*Menschen aussprechen? Und noch etwas: Hormonwerte sind kein Kriterium bei der Zuordnung zum Geschlecht bei Sportler_innen. Entweder gilt das für alle und für keine_n
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#3 JadugharProfil
  • 09.01.2017, 09:59hHamburg
  • Antwort auf #1 von ergdfv
  • Leistungssport ist biologisch betrachtet immer unfair. Die Leistungen im Sport sind nicht immer abhängig vom fleißigen Training und entsprechender psychischer und physischer Verfassung. Angeborene Eigenschaften bestimmen wesentlich die Vorteile, die nicht jeder besitzt. Ein Leptosome kann sich noch so viel anstrengen wie er möchte, aus ihm wird niemals ein Athletiker, die natürlich beim Leistungssport sehr häufig vertreten sind. Ähnlich verhält es sich auch mit Intelligenz! Wenn man eine gute Bedienungsanleitung für seinen Kopf entwickeln kann, dann kann man die eigene Intelligenz besser ausnutzen. Doch bei manchen hilft auch die beste Bedienungsanleitung für den Kopf nicht, wenn sie von Natur aus schwachsinnig sind. Zum Leistungssport gehört neben körperlicher Fitness auch eine gewisse Intelligenz dazu. Menschen mit einen angeboren Handycap sind dann von solchen Leistungen ausgeschlossen. So ist es dann unfair gegenüber den Gesunden, in der Schule jene mit schlechten Sportnoten zu bestrafen!
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#4 tti3_alliance
#5 tti3_alliance
#6 Patroklos
#7 Homonklin44Profil
  • 10.01.2017, 02:33hTauroa Point
  • Die Beiden wirken sehr glücklich auf dem Bild und das ist was zählt.

    bei den zig möglichen chromosomalen Abweichungen, die es zwischen männlich und weiblich noch so gibt, dürften sportliche Vorteile und Nachteile sich irgendwo auch wieder die Waage halten. Es sollte wirklich mehr über Kariotyp-Varianz und Intersexualität,Klinefelter, Triplo-X-Frauen ect. berichtet und aufgeklärt werden.

    Dass immer noch jedes Jahr plus-minus 1700 Kindern ein Geschlecht per Entscheidung aufgedrückt wird, und diese Kinder regelrecht medizinisch zugeschneidert werden, ist eine Schande, wo man schon weiß, zu welchen Folgen und lebensbegleitenden Komplikationen, Einschränkungen das führen kann.
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#8 andreAnonym
  • 10.01.2017, 07:21h
  • Nicht viel Ahnung von dieser Materie. Aber wenn die hier, bei Ihrer (Seiner?) Hochzeit als männlicher Part aufgetreten ist und bei den Spielen bei den Frauen gestartet ist, war das dann doch ganz schön unfair den anderen Sportlern gegenüber. Die Zweifel waren also berechtigt. Ich bin für Unisex-Mannschaften, genau wie bei den Klos.
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#9 TheDadProfil
  • 10.01.2017, 10:00hHannover
  • Antwort auf #8 von andre
  • ""Nicht viel Ahnung von dieser Materie.""..

    Merkt man..

    "" Aber wenn die hier, bei Ihrer (Seiner?) Hochzeit als männlicher Part aufgetreten ist ""..

    Ist SIE nicht, denn in Südafrika ist die Ehe für Schwule und Lesben geöffnet !

    ""und bei den Spielen bei den Frauen gestartet ist, war das dann doch ganz schön unfair den anderen Sportlern gegenüber.""..

    Nun..
    Wenn eine Frau zusammen mit anderen Frauen einen Wettkampf bestreitet, ist das ein Frauen-Wettkampf..
    Darunter "leiden" dann andere Sportler nicht, denn Männer sind bei den Wettkämpfen unter Frauen gar nicht dabei..

    Ansonsten gilt hier, was schon erwähnt wurde :
    Die Unterschiedlichkeit der Menschen behindert Fairness nicht..
    Die unterschiedliche Leistungsfähigkeit von Frauen ist auch nicht von ihrem eindeutigem oder uneindeutigem Geschlecht abhängig, sondern von ihrem Willen und ihrem Training..

    ""Die Zweifel waren also berechtigt. Ich bin für Unisex-Mannschaften, genau wie bei den Klos.""..

    In denen dann als Ergebnis immer nur Männer auf dem Treppchen stehen, und Frauen immer nur die hinteren Plätze belegen ?
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