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"Moonlight"

Drama um schwulen Schwarzen gewinnt Golden Globe

Der berührende Film "Moonlight" von Barry Jenkins wurde am Sonntag als bestes Drama ausgezeichnet. Im März kommt er auch in die deutschen Kinos.


Szene aus "Moonlight": Das Filmdrama begleitet Chiron, der eine drogensüchtige Mutter hat, in drei Kapiteln als Jungen, Jugendlichen und Erwachsenen

Das US-amerikanische Filmdrama "Moonlight" über einen jungen, schwulen Afroamerikaner hat einen Golden Globe als bester Film gewonnen. Bei der 74. Preisverleihung am Sonntagabend in Los Angeles ebenfalls ausgezeichnet wurde "La La Land". Das Musical mit Emma Stone und Ryan Gosling in den Hauptrollen konnte sich gleich sieben der begehrten Statuen sichern.

"Moonlight" von Regisseur Barry Jenkins basiert auf dem Theaterstück "In Moonlight Black Boys Look Blue" von Tarell Alvin McCraney. In drei Kapiteln ist die Hauptfigur Chiron einmal als Neunjähriger, der in der Schule gemobbt wird, dann als 16-Jähriger, der seinen ersten schwulen Sex hat, und schließlich als Mittzwanziger, der nun wie ein Schlägertyp aussieht, zu erleben.

In den USA kam das Indie-Drama am 21. Oktober 2016 in ausgewählte Kinos. Ein deutscher Kinostart ist für den 9. März geplant. Bereits bei den Critics' Choice Movie Awards im Dezember war "Moonlight" zweimal ausgezeichnet worden (queer.de berichtete).

Meryl Streep für Lebenswerk geehrt

Einen Golden Globe für ihr Lebenswerk erhielt Meryl Streep. In ihrer Dankesrede griff die Schauspielerin den künftigen US-Präsidenten Donald Trump scharf an. Wenn die Mächtigen ihre Position benutzen, um andere zu tyrannisieren, würden alle verlieren.

Den Preis als beste Schauspielerin in einer TV-Mini-Serie erhielt die lesbische Darstellerin Sarah Paulson für ihre Hauptrolle in "The People v. O.J. Simpson: American Crime Story", in der sie die Staatsanwältin spielt, die in den Neunzigerjahren den Footballspieler O.J. Simpson angeklagt hatte. Leer ausgegangen ist dagegen dieses Jahr die Amazon-Webserie "Transparent" – sie war in den Kategorien "bestes Musical/Comedy" und "bester Schauspieler" (Jeffrey Tambor als Transsexuelle Maura Pfefferman) nominiert.

Ebenfalls für große Aufmerksamkeit in sozialen Netzwerken sorgte eine intime Szene zwischen zwei heterosexuellen Männern: Während Ryan Gosling auf die Bühne trat, um seinen Preis entgegenzunehmen, tröstete Andrew Garfield den leer ausgegangenen Ryan Reynolds mit einem Kuss auf den Mund.

Die renommierten Golden Globe Awards werden seit 1944 jährlich für Kinofilme und Fernsehsendungen vergeben. Über die Auszeichnungen entscheidet eine Gruppe von rund 100 internationalen Journalisten, die in Hollywood arbeiten. Die Preise gelten als erste Anzeichen für die Oscar-Verleihung, die Ende Februar stattfindet. (cw)

Direktlink | Englischer Trailer zu "Moonlight"



#1 Patroklos
  • 09.01.2017, 11:10h
  • "Während Ryan Gosling auf die Bühne trat, um seinen Preis entgegenzunehmen, tröstete Andrew Garfield den leer ausgegangenen Ryan Reynolds mit einem Kuss auf den Mund."

    Und hier ist der Videobeweis:

    www.youtube.com/watch?v=zYLjASZAkLU

    Neben Ryan Reynolds gingen auch die LGBTI-Serie "Transparent" in der Kategorie Beste Serie Komödie/Musical und Tom Ford in den Kategorien Bestes Drehbuch und Beste Regie für den Film "Nocturnal Animals" leer aus.

    Meryl Streep hat sich den Preis für ihr Lebenswerk, den "Cecil B. DeMille Award" absolut verdient und ich hoffe, wir werden noch viele großartige Filme von ihr sehen!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 den Mächtigen 2017Anonym
  • 09.01.2017, 21:51h
  • "Dieser Instinkt, andere zu demütigen, zieht sich in den Alltag von uns allen", sagte Streep. "Respektlosigkeit lädt zu Respektlosigkeit ein, Gewalt animiert zu Gewalt."

    "Wenn die Mächtigen ihre Position benutzen, um andere zu tyrannisieren, dann verlieren wir alle", warnte Streep. Sie rief dazu auf, dem etwas entgegenzusetzen und sich einzusetzen und damit aus der Routine auszubrechen.

    blog.zeit.de/teilchen/2017/01/09/meryl-streep-golden-globes-
    donald-trump/
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#3 Patroklos