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Homophobie

Michele Bachmann: Trump soll gegen "böse" Gay-Agenda kämpfen

Die Trump-Beraterin fordert den neuen Präsidenten auf, Politik nur für Heterosexuelle zu machen.


Michele Bachmann versprüht auch zwei Jahre nach dem Ende ihrer parlamentarischen Karriere wieder ihr Gift (Bild: Gage Skidmore / flickr)

Die republikanische US-Politikerin Michele Bachmann hat vergangene Woche in einem Radio-Interview mit dem homophoben Aktivisten Tony Perkins erklärt, das amerikanische Außenministerium habe unter Barack Obama die "böse" Homosexuellen-Agenda gefördert. Sie äußerte die Hoffnung, dass dies unter dem neuen Präsidenten Donald Trump anders werden würde.

Bachmann, die von 2007 bis 2015 US-Kongressabgeordnete war, galt über Jahre als LGBTI-feindlichste Politikerin im amerikanischen Parlament. Homosexualität bezeichnete sie als "Teil Satans", ihr Ehemann betrieb eine Homo-"Heiler"-Klinik. Die Homophobie der Politikerin hatte messbare Folgen: So berichtete das Magazin "Rolling Stone" 2012 über eine Häufung von Selbstmorden in ihrem Wahlbezirk (queer.de berichtete).

Bachmann: US-Außenministerium wollte CSD-Zwang

In dem Interview sagte die 60-Jährige: "Wir beobachten so viel Böses aus dem Außenministerium, etwa wenn finanzielle Anreize vorenthalten werden, wenn Staaten beispielsweise nicht die Gay-Agenda unterstützen", so Bachmann. Die US-Regierung habe etwa angeordnet, dass CSDs in anderen Ländern veranstaltet werden müssten, ansonsten würde die Entwicklungshilfe gekürzt. Sie stimmte auch ihrem Gesprächspartner Tony Perkins zu, als dieser erklärte, die "gottlose Agenda" der Obama-Regierung würde "amerikanische Werte unterminieren".

Bachmann führte nicht aus, welche Länder zu CSDs gezwungen werden sollten – das wäre auch schwierig gewesen: In der Realität versuchte das Außenministerium von John Kerry nämlich nicht, CSD-Genehmigungen zu erstreiten, sondern unterstützte mit Empfängen in Botschaften oder der Demoteilnahme von Botschaftsmitarbeitern lokale Pride-Veranstaltungen. Darüber hinaus setzte es sich dafür ein, dass Staaten die Strafverfolgung aufgrund der sexuellen Orientierung beenden sollten. Dafür warb Kerry beispielsweise in der UN (queer.de berichtete).

Während des Präsidentschaftswahlkampfs war Bachmann eigenen Angaben zufolge Beraterin des US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump. Sie beriet ihn demnach in zwei Gremien zu evangelikalen Themen und Terrorismusfragen (queer.de berichtete). Nach der Wahl zeigte sie sich über den Trump-Sieg hocherfreut und erklärte sogar, dass nicht nur die amerikanischen Wähler für den Sieg verantwortlich seien: "Gott hat das gemacht", so Bachmann im November. (dk)



#1 SebiAnonym
  • 10.01.2017, 15:52h
  • Da braucht sich diese Madame wohl keine Sorgen zu machen.

    Bei dem Homohasser-Kabinett, was Trump sich ausgesucht hat und angesichts dessen, wie er sich vor der Wahl immer wieder geäußert und verhalten hat, wird es da wohl bald Homohass pur geben.

    Zusammen mit Rassismus pur, Sexismus pur und Behindertenfeindlichkeit pur.
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#2 Atton
  • 10.01.2017, 16:13h
  • "Gott hat das gemacht"
    ______________________________________

    Ist "Gott" der geheimdienstliche Deckname für Putin?

    Ob sie sich schon mit Pfefferspray eingedeckt hat, um sich gegen Trumps Avancen zu wehren?!

    PS: Ist sie eigentlich verwandt mit Lutz Bachmann? Die gleiche Gesinnung haben die beiden ja.
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#3 Patroklos
#4 Julian SAnonym
  • 10.01.2017, 18:43h
  • Schlimm, wenn man sieht, was in den USA abgeht und wie die Ultra-Rechten sich immer mehr rausnehmen und gegenseitig noch im Hass überbieten wollen.

    Und wenn man dann hört, dass die Wahl vermutlich durch geschickte Falschmeldungen, psychologisches Profiling, etc. manipuliert wurde, wird einem Angst und Bange.

    Dagegen ist Orwells Überwachungsstaat ein Witz.
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#5 TheDadProfil
  • 10.01.2017, 21:06hHannover
  • "" "Gott hat das gemacht", so Bachmann im November.""..

    Dann wäre, wenn es ihn denn gäbe, dieser "Gott" noch viel blöder als bislang angenommen..

    Interessanterweise sind es immer die besonders Verdummbibelten, die genau wissen was ihr "Gott" denn so "denkt" und "will"..

    Das sich der designierte Us-Präsident mit solchen Menschen als "Berater" umgibt, verheißt nichts Gutes..
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#6 Miguel53deProfil
  • 11.01.2017, 01:54hOttawa
  • Bei verschiedenen Anlaessen haben wir hier verschiedentlich ueber die These "Wer am lautesten quietscht, muss als erstes geoelt werden." diskutiert.

    Nun, ueber den üblen Ehegatten der Bachmann, der Schwule "umdrehen" will, gibt es allerhand Bemerkenswertes im Internet. Da muss ich selbst gar nichts sagen. Das spricht fuer sich.

    Die "Bachmanns" dieser Welt sind das eigentliche Uebel. Sie sind es auch, die mit der Tea-Party einem Trump den Weg bereitet haben. Nicht erst der extreme Wahlkampf Trump's. Nicht Putin. Die haben nur noch den Rest "besorgen" muessen.

    Und das droht seit Pegida und AfD in Deutschland auch.

    Die subtitle sind leider oft nicht korrekt. Man muss den Sprechern gut zuhören.


    m.youtube.com/watch?v=ekPqPWNk4mg
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#7 Homonklin44Profil
  • 11.01.2017, 05:23hTauroa Point
  • Eine anscheinend selten verdummbibelte Evangelikalen-Schnepfe als Beraterin von Trump. Und "Gott" ist also Hardliner der Republikaner... Na denn gute Nacht, liebes Außenministerium.
    Das meines Erachtens niemand zu CSD's zwang, sondern ehestens drauf einwirkte, dass sie in diesen unbenannten "Ländern" erst möglich wurden.

    Es ist ja leidlich, aber es ist wirklich so bei denen, dass sogar Leute in renommierten Positionen solche eingedunsteten Flach-Birnen sein können, und das macht mir Angst vor dieser Regierung.

    Warum kann man das nicht regeln, wie in "Mars Attacks"? Tja, Unterschied zwischen Film und Realität. Manchmal auch blöd.
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#8 SorryAnonym
  • 11.01.2017, 13:10h
  • Antwort auf #7 von Homonklin44
  • "Es ist ja leidlich, aber es ist wirklich so bei denen, dass sogar Leute in renommierten Positionen solche eingedunsteten Flach-Birnen sein können, und das macht mir Angst vor dieser Regierung."

    Leider sind auch die Murmeln unserer Repräsentanten eher plattgedrückte Korinthen, wie man an Oettinger, Kauder und erst recht an den ganzen AfD "Volks"vertretern bestens erkennen kann.
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