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Washington Die American Family Association (ADA) hat Kraft Foods in den USA einen Boykott angedroht, sollte sich die Firma nicht als Sponsor der Gay Games zurückziehen. Im letzten Jahr hatte die AFA erfolgreich eine Kampagne gegen Procter & Gamble geführt. Nachdem über 300.000 Menschen einen Boykottaufruf unterzeichneten, stoppte das Unternehmen Anzeigen in Homo-Magazinen. (nb)



#1 dragonbearAnonym
  • 12.05.2005, 15:37h
  • kraft foods wird sehr vorsichtig sein, wenn es darum geht, das sponsoring zurückzunehmen.

    zum einen haben sie in punkto diversity management einen guten ruf zu verlieren, zum anderen haben sie irgendwann in den 80ern die auswirkungen des marlboro boykotts mitbekommen, da sie zum selben firmenkonsortium gehörten...

    ob sie lieber in amiland ein paar christliche fundamentalisten verlieren oder international schwule und lesbische kundInne wegbrechen (und das sollten wir denn schon als antwort durchziehen!) werden sie sich überlegen müssen...
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#2 darkonAnonym
  • 12.05.2005, 16:10h
  • Am besten tun sich die Schwulen- und Lesbenverbände in
    aller Welt zusammen und drohen mit einem Boykott-Aufruf,
    falls Kraft den Hinterwäldlern nachgibt.

    ;)
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#3 DavidAnonym
  • 12.05.2005, 16:19h
  • Wenn die Fundamental-Konservativen dieser Welt mit Drohungen anfangen, wird es Zeit, dass auch wir uns unserer Marktmacht bewusst werden:

    Falls Kraft sich tatsächlich als Sponsor zurückziehen sollte und / oder weiterhin die Anzeigen aus Homomagazinen entfernt, werden wir Kraft und alle Kraft-Produkte boykottieren!

    Es wird Zeit, dass wir uns unserer immensen Marktmacht endlich bewusst werden und sie auch nutzen. So traurig das ist, aber heutzutage geht es wohl nicht mehr anders und mit Marktmacht kann man mehr bewegen als mit reiner Politik!

    Viele unterschätzen die Macht des Einzelen, aber wenn wir alle an einem Strang ziehen, können wir etwas bewirken und den erpresserischen Hass der Fundamentalisten stoppen eh noch schlimmeres passiert!!
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#4 andyAnonym
#5 gerdAnonym
  • 13.05.2005, 11:26h
  • Ihr habt recht; wenn das so weiter geht in den USA...dann sollten wir uns überlegen, ob wir nicht auch Listen mit Firmen zusammenstellen und diese auf sämtlichen CSDs in Europa bekannt geben.

    Im übrigen fand ich gut, wie Bill Gates in seiner Firma durchgegriffen hat
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#6 dragonbearAnonym
  • 13.05.2005, 13:12h
  • hier schon einmal eine liste von marken, die zu procter & gamble gehören, die ja schon ihre anzeigen gestoppt haben:

    Ariel, Lenor, Swiffer
    Tempo, Always, Charmin, Bounty
    Pantene, Head & Shoulders, Oil of Olaz
    Pampers
    Wick, blend-a-med
    Pringles, Punica

    das ist nur ne kleine auswahl....

    und rein formaljuristisch ist dies natürlich KEIN boykottaufruf, sondern lediglich eine anregung dazu, mal zu überlegen, ob es nicht zu all diesen produkten auch günstigere alternativen gibt....

    :-))

    Kraft Foods Deutschland stecken hier unter anderem hinter:

    Jacobs, Kaffee Hag, Onko, Philadelphia, Miracel Whip, Mirácoli, Milka, Suchard und Toblerone

    :-))
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#7 cgnroyAnonym
  • 15.05.2005, 12:07h
  • der spatz in der hand ist besser als die taube auf dem dach. ist schon eigenartig, habe noch nie gesehen das schwule solch bewegungen mit hunderttausenden unterschriften in gang gesetzt haben um der wirtschaft zu zeigen wo der hammer hängt. sich als besondere zielgruppe der werbung geehrt zu fühlen is nun wahrlich kein besonderes zeichen.
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#8 FloAnonym
  • 15.05.2005, 18:59h
  • Das ist ein großes Problem der schwul-lesbischen Szene: die Erzkonservativen haben entdeckt, dass Marktmacht oft viel mehr erreichen kann als Politik. Die Schwulen und Lesben haben vielen Marktforschern zufolge noch eine deutlich größere Marktmacht als die Erzkonservativen (nicht umsonst haben manche Agnturen "uns" als wichtige Werbezielgruppe erkannt), aber sie wissen es nicht oder nutzen es aus Bequemlichkeit nicht. (Oder sie unterschätzen diesen Aspekt.)

    In diesem einen Bereich des Lobbyings kann man wirklich was von den Erzkonservativen lernen: wenn wir ähnlich organisiert vorgehen würden, uns unserer Marktmacht bewusst wären und sie auch nutzen würden, könnten wir nicht nur diese hasserfüllten Menschen stoppen, sondern sogar politisch Dinge verändern.

    Die Wirtschaft ist nicht ideologisch, die interessiert nur ihr Umsatz (bis auf wenige vorbildliche und wenige ablehnende Unternehmen). Solange wir unsere Marktmacht nicht nutzen, die Konservativen aber wohl, hört die Wirtschaft natürlich auf die Konservativen. Und das keiner unterschätzt welchen Einfluss das auf das Bild der Homos in der Gesellschaft hat.

    Wenn in einem Werbespot ganz selbstverständlich auch mal ein schwules oder lesbisches Paar auftritt, bewirkt das oft mehr als politische Reden. In letzter Zeit wird das weniger, weil die Konservativen ihre Marktmacht nutzen, wir aber nicht!!
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