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Aus "rationalen Gründen"

Wolfgang Joop: Heimlich verpartnert seit 2013

In Potsdam gab der Star-Designer bereits vor dreieinhalb Jahren seinem langjährigen Partner Edwin Lemberg das Ja-Wort.


Wolfgang Joop zählt zusammen mit Karl Lagerfeld und Jil Sander zu den erfolgreichsten deutschen Modedesignern (Bild: Netaction / wikipedia)

Spekulationen hatte es seit langem gegeben. Nun hat Designer Wolfgang Joop gegenüber dem Magazin "Bunte" erstmals bestätigt, dass er bereits seit dem Sommer 2013 verpartnert ist. Mit seinem Lebenspartner Edwin Limberg ist er seit 1980 zusammen.

Bei der Zeremonie auf dem Standesamt Potsdam seien nur vier Gäste dabeigewesen, sagte Joop. "Wir sind auch nicht im Smoking erschienen, sondern mit ganz gewöhnlicher Straßenkleidung. Weiße Tauben oder Schützen in Landestracht gab es auch nicht."

"Eher rationale Gründe" hätten den Ausschlag zur Verpartnerung gegeben, verriet der 72-jährige Modeschöpfer dem Magazin: "Mit der Romantik soll man vorsichtig umgehen im Alter." Auch für seinen 13 Jahre jüngeren Lebenspartner Edwin Lemberg war es wohl nicht der wichtigste Tag im Leben: "Ich weiß das genaue Datum gar nicht mehr", meinte der Fotograf gegenüber dpa. "Es gab keinen Polterabend, keine Party, nichts."

Joop und Lemberg betreiben seit 2003 gemeinsam die Modefirma Wunderkind. In der Beziehung der beiden Männer gab es Höhen und Tiefen. 2003 hatte sich das schwule Paar sogar für kurze Zeit getrennt. 2010 sorgte eine Rangelei für einigen Wirbel in den Klatschspalten. Dabei soll Lemberg seinem berühmten Partner eine Verletzung am Ohr zugefügt haben. (cw)



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#1 wrfesdvAnonym
  • 19.01.2017, 07:45h
  • Ich finde es immer schrecklich das Wort "verpartnert" zu lesen, weil mit dem Wort von Seiten der Politik immer noch betont werden soll, dass gleichgeschlechtliche Beziehungen minderwertig gegenüber verschiedengeschlechtlichen Beziehungen seien.

    Auch sollen sich gleichgeschlechtliche Paare nur "verpartnert" nennen dürfen, damit diejenigen, die Homosexuelle diskriminieren wollen, gleichgeschlechtliche Beziehungen sehr einfach identifizieren können, um dann darauf aufbauend zu diskriminieren. Überall sollen Homosexuelle, gegenüber Ämtern, Arbeitgeber, etc. ihre Homosexualität preisgeben, obwohl die Politik genau weiß, dass in Ämtern und auf der Arbeit immer noch viele Homophobe herumgeistern.

    Die SPD macht bei dieser gewollten Diskriminierung von queeren Menschen mit.
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#2 HeadAnonym
  • 19.01.2017, 08:25h
  • Verehelichung amtsdeutsch 
    Verpartnerung  amtsdeutsch 

    Keine Relevanz im Sprachgebrauch 

    Heirat umgangssprachlich für beide Rechtsformen üblich.
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#3 Patroklos
#4 LaurentProfil
  • 19.01.2017, 10:45hMetropolregion Rhein-Neckar
  • Natürlich sind letztendlich rationale Gründe entscheidend, ob man diesen Schritt geht.
    Wenn man seit Jahrzehnten zusammen ist, steht die rechtliche Absicherung im Vordergrund, will man doch seinen Partner abgesichert wissen.
    Dennoch war es für uns undenkbar, die Heirat lediglich als rein rechtlichen Vorgang zu sehen.
    Romantik gehört bei einer solchen Zeremonie u.E. dazu und ist doch auch keine Frage des Alters.

    zu #1:
    Du solltest nicht zu negativ denken.

    Ich verwende im Alltag meistens den Begriff "verheiratet", außer es kommt explizit auf die Unterscheidung an.
    Ich will es selbst in der Hand haben entscheiden zu können, wem ich erzähle, schwul zu sein.

    Bei amtlichen Vordrucken habe ich schon mal die folgende Fragestellung gelesen:

    "Familienstand? ledig [ ] verheiratet [ ], ... (gilt auch für eingetragene Lebenspartnerschaften nach dem LPartG)."
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#5 Paulus45Anonym
  • 19.01.2017, 14:15h
  • Antwort auf #2 von Head
  • Verehelichung amtsdeutsch
    Verpartnerung amtsdeutsch

    Keine Relevanz im Sprachgebrauch

    Heirat umgangssprachlich für beide Rechtsformen üblich.

    --> Genauso ist es. Im Sprachgebrauch erfasst der Begriff "Heirat" beide Rechtsformen.

    Wer aber unbedingt rechtlich sich ausdrücken will, der formuliert Ehe für heterosexuell und Verpartnerung/verpartnert für homosexuell, weil er unbedingt zeigen will, dass es diesen Unterschied immer noch gibt.

    Die allermeisten Deutschen aber sprechen im allgemeinen Sprachgebrauch von einer Heirat und meinen damit dann sowohl die Ehe als auch das Lebenspartnerschaftsinstitut.

    Beispielsweise schreiben Stern oder Bunte in ihrer Onlinemeldung von ""Heirat", aber die Rheinische Post von "Verpartnerung" in ihrer Online-Meldung.

    ---------------

    Herzlichen Glückwunsch !!!
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#6 stromboliProfil
  • 19.01.2017, 14:33hberlin
  • Antwort auf #5 von Paulus45
  • na ja, wenn es die frau&welt-appthekenzeitschrifft und bunte als umgangssprache vereinnahmt hat und sich dabei unfähig zeigt, geschriebenes und gesetzesinhaltliches wegen babylonischer interpretationsvielfalt auseinander zu halten, dann darf man sich nicht wundern wenn über das selbe thema die einen eine meinung haben und andere eine andere...

    Für mich ist die lebenspartnerschaft das was sie sagt.. "lebenspartnerschaft ( so der gesetzestext!) im gegensatz zur "ehe", die so ebenfalls gesetzessprachlich hervorgerufen wird.
    Was seiltänzer aller couleur damit auf dem umgangssprachlichen hochseil für akrobatischekunststücke anstellen, geht mir am arsche vorbei.
    Ich kann mich an den verenkungen erbauen, ich kann über die clownereien schmunzeln, aber ernst neh ich das ganze nicht!
    Und ob die hochzeiten oder heiraten, .. Gleichgeschlechtliche verpartnern sich
    PUNKT !
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#7 ExUrsaMajorAnonym
  • 19.01.2017, 16:22h
  • Da es mir wichtig ist, melde ich mich kurz aus dem Off und möchte auf einen Kommentar hinweisen, den ich in der Diskussion zu Anne Wills Verpartnerung gepostet habe:

    www.queer.de/detail.php?article_id=26860&kommeinzel=4207
    64


    Zum selben queer.de-Artikel gab es auch eine Abstimmung, in der 60,3% für die Wortwahl "Verpartnerung" stimmten, und zwar mit der Begründung "das ist juristisch korrekt und gleichzeitig Protest gegen das diskriminierende Eheverbot."

    www.queer.de/abstimmen_ergebnis.php?wahl=694

    Deshalb finde ich es auch richtig und wichtig, dass queer.de in solchen Zusammenhängen von "Verpartnerung" spricht. Wenn's dann irgendwann endlich so weit sein sollte mit der ECHTEN Ehe, lese ich nur zur gern vom Heiraten.

    Aber auch erst dann - wenn die diskriminierenden Gesetze und das Eheverbot abgeschafft wurden.
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#8 giliatt 2Anonym
  • 19.01.2017, 23:39h
  • Ich gratuliere Wolfgang Joop. Hat er nun endlich den Lebenspartner gefunden in seinem wechselhaften Leben?

    Einen seiner Gefährten durfte ich persönlich kennenlernen. Einen "Yugo". Der jugoslawische Staatsbürger wohnte oben im Haus über meiner Arbeitsstelle beim Bäcker in der Hamburger Rothenbaumchaussee. Und war Kunde in unserem Laden. Der Typ war ein unangenehmer Zeitgenosse. Zickte ständig herum, wenn er sich spätmorgens seine Brötchen bei uns holte. Verlangte, dass wir Handschuhe tragen beim Eintüten der Rundstücke. Ich fand ihn zum Kotzen.
    Eines Morgens, als ich früh um fünf zur Arbeit fuhr, las ich in der Hamburger Morgenpost, dass im Hause meines Bäckerladens im Obergeschoss ein jugoslawischer Kokain-Dealer dingfest gemacht wurde, der einen Bezug zu Joop haben sollte.
    Hatte er. Ausgenudelt wurde die Bezüglichkeit nicht. Wolfgang Joop wurde aber sehr ausgenudelt behandelt.
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#9 andreAnonym