Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?28037

Stau im Weltraum

Erste "Star Trek"-Serie mit schwulem Offizier lässt länger auf sich warten

Der Start von "Star Trek: Discovery" wird wohl erneut verschoben, obwohl die Dreharbeiten wie geplant nächste Woche beginnen werden.


Noch ist nicht ganz klar, wenn die Discovery durchs Weltall düsen wird (Bild: CBS)

  • 20. Januar 2017, 13:50h, Noch kein Kommentar

Das Enterprise-Prequel "Star Trek: Discovery", bei dem mit Lieutenant Stamets erstmals eine offen schwule Figur in einer TV-Serie von einem Planeten auf den nächsten gebeamt werden soll, wird nach einem Bericht von "Entertainment Weekly" doch nicht wie angekündigt im Mai seine Premiere feiern. Zwar würden die Dreharbeiten wie geplant kommende Woche im kanadischen Toronto beginnen, CBS könne aber nicht mehr am Starttermin festhalten.

Ein Grund sei, dass der "Walking Dead"-Star Sonequa Martin-Green als eine der Hauptdarstellerinnen gewonnen werden konnte. Martin-Green wird in der Zombieserie weiterhin Sasha Williams spielen und damit in zwei Serien gleichzeitig in Hauptrollen zu sehen sein. Ein weiterer Grund sei, dass CBS der Serie einen neuen Look und gute Spezialeffekte geben wolle, was viel Zeit in Anspruch nehme.

CBS: Starttermin ist flexibel

CBS bestätigte, dass der Starttermin voraussichtlich nicht zu halten sei, nannte aber bislang keinen neuen: "Das ist ein ambitioniertes Projekt. Wir werden flexibel sein beim Starttermin, wenn das am besten für die Sendung ist. Wir haben von Anfang an gesagt, dass es wichtiger ist, diese Sache richtig zu machen als sie schnell zu machen." Man sei auch flexibler als bei anderen Serien, da die Sendung nicht im Hauptprogramm laufe, sondern im Streamingportal CBS All Access. Nur in die erste Folge soll im linearen Fernsehen gezeigt werden.

Die neue Serie soll zeitlich zehn Jahre vor den Ereignissen um Captain Kirk, Spock und Pille angesetzt sein. Entwickelt wurde sie vom schwulen Produzenten Bryan Fuller, der bereits im Sommer letzten Jahres ankündigte, dass erstmals in einer "Star Trek"-Fernsehserie eine schwule Figur auftauchen wird. Im Herbst wurde dann verkündet, dass der schwule Broadway-Star Anthony Rapp diese Rolle übernehmen wird. Fuller hat sich inzwischen als Showrunner von "Discovery" verabschiedet, um andere Projekte zu verfolgen.

Spocks Vater wird bei "Discovery" auftauchen

Inzwischen wurde auch bekannt, dass als erste Figur aus den anderen Serien Spocks Vater Sarek bei "Discovery" auftauchen wird. Der Vulkanier wird vom englischen Shakespeare-Schauspieler James Frain dargestellt, der zuletzt in der Serie "Gotham" zu sehen war.

Ursprünglich hatte CBS als Starttermin der 13-teiligen Serie den Februar 2017 angegeben, die Premiere aber dann auf Mai verschoben (queer.de berichtete). Außerhalb Nordamerikas wird die Reihe auf Netflix gezeigt.

Die bislang einzige offen schwule Hauptfigur wurde im "Star Trek"-Universum nur auf der großen Leinwand gezeigt: In "Star Trek Beyond", dem vergangenes Jahr angelaufenen 13. Kinofilm der Science-Fiction-Reihe, wurde die bereits etablierte Figur Sulu kurz mit Ehemann und Kind gezeigt (queer.de berichtete). Das hatte zu Kritik des ehemaligen Sulu-Darstellers George Takei geführt, der erklärte, dass Serienerfinder Gene Roddenberry die Figur als heterosexuell entworfen habe. (dk)

Direktlink | Trommellastiger Trailer für "Star Trek: Discovery"