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Öffentlich-rechtlicher Rundfunk

LGBTI kontrollieren das Deutschlandradio mit

Der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) soll Sitz und Stimme im Hörfunkrat bekommen.


Das Deutschlandradio produziert die drei nationalen Hörfunkprogramme Deutschlandfunk, DRadio Wissen und Deutschlandradio Kultur (Bild: Metropolico.org / flickr)

Im Hörfunkrat des Deutschlandradios wird künftig auch der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) vertreten sein. Darüber informierte der Verband am Sonntag in einer Pressemitteilung.

Das 1994 gegründete öffentlich-rechtliche Deutschlandradio produziert die drei nationalen Hörfunkprogramme Deutschlandfunk und DRadio Wissen (im Funkhaus Köln) sowie Deutschlandradio Kultur (im Funkhaus Berlin). Der 40-köpfige Hörfunkrat besteht aus Vertretern aller Bundesländer, Abgesandten der Bundesregierung sowie Repräsentanten gesellschaftlich relevanter Gruppen. Er hat unter anderem die Aufgabe, Richtlinien für die Sendungen aufzustellen und deren Einhaltung gemäß der im Staatsvertrag aufgeführten Bestimmungen zu überwachen.

"Die Beteiligung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans* und intergeschlechtlichen Menschen in den Mediengremien entwickelt sich erfreulicherweise nach und nach zum Standard in einer pluralistischen Gesellschaft", erklärte LSVD-Sprecherin Henny Engels. "Die Entsendung einer LSVD-Vertretung hat Vorbildfunktion für die Gremien aller öffentlich-rechtlichen Medien, die noch keine angemessene Vertretung von LSBTI* haben – dies trifft beispielsweise für den MDR und auch für den NDR zu."

LGBTI-Kontrolleure bei Radio Bremen, SR, WDR und ZDF

Bislang werden in Deutschland vier öffentlich-rechtliche Sender von LGBTI-Organisationen mit kontrolliert. Auf Initiative der rot-rot-grünen Landesregierung von Thüringen hat Jenny Renner vom dortigen LSVD-Landesverband einen Sitz im ZDF-Fernsehrat. Im Rundfunkrat des Saarländischen Rundfunks und von Radio Bremen haben die dortigen LSVD-Landesverbände je eine Stimme, während sich im WDR-Rundfunkrat das Schwule Netzwerk NRW und die LAG Lesben einen Sitz teilen.

Im vergangenen Jahr lehnten sowohl die schwarz-grüne Landesregierung von Hessen als auch das CSU-regierte Bayern LGBTI-Vertreter in den Rundfunkräten des Hessischen bzw. Bayerischen Rundfunks ab. (cw)



#1 PeerAnonym
  • 22.01.2017, 13:06h
  • "Abgesandten der Bundesregierung sowie Repräsentanten gesellschaftlich relevanter Gruppen"

    Ich lehne dieses gesamte Konzept der Rundfunkräte ab.

    Egal, wieviele Vertreter "gesellschaftlich relevanter Gruppen" dort drin sind, es werden niemals alle vertreten sein können, weil das Gremium dann zu groß und handlungsunfähig würde. Und wer legt überhaupt fest, welche Gruppen "gesellschaftlich relevant" sind und welche nicht?

    Und am allerwenigsten verstehe ich, dass dort auch Kirchenvertreter und Politiker diverser Parteien sitzen. Gerade die öffentlich-rechtlichen Sender sollten wirklich komplett unabhängig sein von der Politik. Das ist nicht nur gesellschaftlich wichtig, sondern daraus beziehen die überhaupt erst ihre Rechtfertigung zum Eintreiben von GEZ-Gebühren, egal ob man deren Angebote nutzt oder nicht.

    Ich bin sehr für öffentlich-rechtlichen Rundfunk als Opposition zu privaten Medienunternehmen. Und dafür zahle ich auch gerne einen Obulus. Aber dann muss ich auch erwarten, dass der komplett unabhängig ist.

    Und dass das nicht nur ein theoretisches Problem ist, sondern tatsächlich ausgenutzt wird, sieht man immer wieder. Exemplarisch sei nur der ehemalige ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender erwähnt, der der CDU zu CDU-kritisch war und der deshalb entlassen wurde.

    Was hat das noch mit unabhängigen Medien zu tun??

    Klar, solange das System so ist, wie es ist, gehören dort auch LGBTI-Vertreter rein. Aber eigentlich gehören dort gar keine Lobbygruppen, keine Kirchenvertreter und keine Politiker rein. Eigentlich sollten gerade die öffentlich-rechtlichen Sender nur nach journalistischen Standards geführt werden.
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#2 JustusAnonym
  • 22.01.2017, 14:00h
  • "Im vergangenen Jahr lehnten sowohl die schwarz-grüne Landesregierung von Hessen als auch das CSU-regierte Bayern LGBTI-Vertreter in den Rundfunkräten des Hessischen bzw. Bayerischen Rundfunks ab."

    Das zeigt zweierlei:

    1. Die Grünen sind auch nicht besser als die SPD und im Zweifel sind gut dotierte Ministersessel wichtiger als LGBTI-Rechte.

    2. Ich muss meinem Vorredner zustimmen. Wo ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk bitteschön unabhängig? Nicht nur, dass Parteivertreter in den Rundfunkräten sitzen, sondern auch die Verteilung der restlichen Posten wird von der Politik bestimmt.

    Das hat mit unabhängigen Medien rein gar nichts mehr zu tun und ist eigentlich ein Skandal!

    Aber in Deutschland wird ja so manches hingenommen, wo anderswo die Massen auf die Straßen gingen...
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#3 Patroklos
  • 22.01.2017, 15:47h
  • Antwort auf #2 von Justus
  • Wieder einmal eine sprachliche Entgleisung von Dir und als Krönung die notorische Grünenhetze!

    Daß der LSVD Sitz und Stimme im Hörfunkrat des Deutschlandradio erhalten soll, ist sehr löblich und ein gutes Zeichen.
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#4 OhOhAnonym
  • 22.01.2017, 18:47h
  • Da werden von Storch und die anderen Nazis aber ganz schön kotzen. Von wegen Umvolkung und Sexuelle Umerziehung und so weiter..

    Und sicher wieder irgendeine Fakenews erfinden..
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#5 herve64Profil
  • 22.01.2017, 18:55hMünchen
  • Wahrlich gute Nachrichten. Genug Leute, die mit dem stupiden Berieselungskram von anderen öffentlich-rechtlichen Sendern und noch schlimmer geschwätzigen Privatsendern nichts anfangen können, hören Deutschlandradio oder Deutschlandfunk. Abgesehen davon genießen diese Anstalten höchste Priorität bei Frequenzvergaben. Da machen sogar ARD und ZDF noch dicke Backen dagegen. Und, BTW: man unterschätze mal die Signalwirkung nicht, die davon ausgehen kann. Da wird es in einigen Rundfunkratsitzungen der Sender in Zukunft noch heiß hergehen, so man jetzt geschickt diese Situation weiter führt und immer wieder aufs Tapet bringt.
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#6 tchantchesProfil
  • 22.01.2017, 19:00hNaseweishausen
  • Antwort auf #4 von OhOh
  • Und nicht nur die. Herr Liminski und seine Kumpane werden da ebensowenig Freude dran haben.

    Immerhin ein positives Zeichen, dass die Opus-Dei-Clique am Raderberggürtel das offenbar nicht verhindern kann.
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#7 seb1983
#8 OlliAnonym
  • 22.01.2017, 19:55h
  • Antwort auf #1 von Peer
  • Unabhängig.. hahahaha
    Dazu sind fast 90 öffentlich rechtliche Sender zu wichtig um die Deutungshoheit der etablierten zu erhalten. Der Arabische Frühling hat gezeigt, wie gefährlich freie Informationen sind. Die Politik wird IMMER Einfluss ausüben. Direkt oder durch Strohmänner. Ihr Überleben hängt davon ab.
    Entweder durch beschließen der Höhe/Tiefe des Rundfunkbeitrages, Hilfe bei dessen rechtswidriger Eintreibung oder genau wie in den Parteien selber das "Hochschlafen" von Mitläufern.
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#9 GirlsLikeUsProfil
#10 herve64Profil
  • 22.01.2017, 20:40hMünchen
  • Antwort auf #8 von Olli
  • Sieh mal einer an: da traut sich wieder mal ein Putin-Quisling von der AfD au´s dem braun-blauen Sumpf. Geh zu deiner Storchen-Trixie und heul dich dort aus, du Troll.
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