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"Make America Fabulous Again"

"Queer Eye For the Straight Guy" kehrt zurück

Der Streamingdienst Netflix lässt acht neue Folgen der Makeover-Serie produzieren.


Die "Fab 5" in Originalbesetzung

  • 25. Januar 2017, 13:55h, noch kein Kommentar

Rund zehn Jahre nach der letzten Folge kehrt nicht nur "Will & Grace" definitiv mit neuen Episoden auf die Mattscheibe zurück, sondern auch die Makeover-Show "Queer Eye for the Straight Guy". Der Streaming-Dienst Netflix gab am Dienstag bekannt, acht Folgen der ursprünglich beim US-Kabelsender Bravo TV ausgestrahlten Serie in Auftrag gegeben zu haben.

Die mit allerlei Klischees spielende Serie zeigte zwischen 2003 und 2007 in 100 Folgen, wie ein Team schwuler Männer einer Person ein komplettes Neustyling verpasst, von Aussehen und Kleidung bis hin zur Inneneinrichtung der Wohnung. Die "Fab 5" wurden teilweise zu populären Stars, Fashionexperte Carson Kressley arbeitete etwa zuletzt als Experte bei "RuPaul's Drag Race".

Wie Netflix mitteilte, wird kein Mitglied des Original-Teams für das Reboot zurückkehren, neben der neuen Besetzung stehen Medienberichten zufolge auch noch keine Dreh- und Ausstrahlungstermine fest. ITV Entertainment soll das Format mit den ursprünglichen Erfindern und Produzenten der Show wiederbeleben.

"In einer Zeit, in der Amerika geteilt und die Zukunft unsicher erscheint, wird ein Team aus fünf mutigen Männern versuchen, uns einander näherzubringen mit Humor, Herz und der genau richtigen Menge von Feuchtigkeitscreme", heißt es ernsthaft in der Netflix-Ankündigung. In Abwandlung des Wahlkampfspruchs von Donald Trump heiße das Motto "Make America Fabulous Again" und Ziel sei, die "Red States", also die Staaten mit einer mehrheitlich republikanischen Wählerschaft, pink zu machen.

Schnell verblasstes Erfolgsformat

Die erste Staffel von "Queer Eye for the Straight Guy" wurde 2003 ein Erfolg in den US-Einschaltquoten und holte einen Emmy als beste Reality-Show, die Quoten sanken allerdings von Staffel zu Staffel deutlich.

Zugleich hatte "Queer Eye", wie die Serie später eingekürzt hieß, für die ersten Staffeln nacheinander zwei GLAAD Awards als beste Reality-Serie gewinnen können. Trotz einer Klischee-Häufung (sowohl zu schwulen als auch heterosexuellen Männern) habe die Serie letztlich Akzeptanz befördert, befanden die meisten Kritiker. In sozialen Netzwerken wird allerdings diskutiert, ob das gleiche Konzept beim geplanten Reboot zehn Jahre später noch funktionieren könne und nicht veraltet wirke.

In Deutschland wurde die Serie einige Jahre später vom kurzlebigen Schwulensender TIMM ausgestrahlt. Bereits 2004 hatte RTL II versucht, ein nach eigenen Angaben rein zufällig ähnliches Format namens "Schwul macht cool" zu etablieren (queer.de berichtete). Weitere offizielle oder inoffizielle Ableger gab es in Großbritannien, Italien, Spanien, Frankreich, Portugal, Schweden, Finnland, Norwegen, Australien und Chile; die meisten endeten nach einer Staffel, nur in Norwegen gab es insgesamt drei. Ein Spin-off des Originals, bei der drei Männer und eine Frau einer heterosexuellen Frau ein Makeover verpassten, wurde 2005 nach einer Staffel abgesetzt. (nb)