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Datenleck beim Skirt Club

Sex-Club für Bi-Frauen: Intime Fotos von Kundinnen ungeschützt im Netz

Im Skirt Club, der Sex-Partys unter anderem in Berlin organisiert, wollen Frauen eigentlich diskret unter sich sein. Doch nun waren Nacktfotos der Mitglieder ohne deren Wissen online.


So wirbt der Sex-Club für bisexuelle Frauen öffentlich um Mitglieder. (Bild: Screenshot Skirt-Werbevideo)

Intime Bilder tausender Kundinnen der weltweiten Partyreihe Skirt Club waren laut Recherchen von "Vice" und dem Tech-Magazin "Motherboard" monatelang für alle im Internet einsehbar. Von dem bislang unbekannten Datenleck seien auch Frauen aus Deutschland betroffen gewesen.

Der Skirt Club veranstaltet seit 2014 in mehreren Metropolen Sex-Partys für "bi-interessierte Frauen". Zur ersten deutschen Party wurde im Herbst 2016 nach Berlin geladen (queer.de berichtete). Die Gäste müssen bisexuell und dürfen nicht zu alt sein. Sie können nur beitreten, wenn sie sich vorab online bewerben und dabei auch Ganzkörper- und Porträt-Bilder einsenden. Nicht jede Frau schafft es durch das Auswahlverfahren, bei dem offenbar Aussehen eine entscheidende Rolle spielt.

"Vice": Skirt Club war fahrlässig

Eigentlich heißt es in den Sicherheitsrichtlinien der Skirt-Website: "Eure Informationen werden privat und anonym bleiben. Wir sind bemüht, alle angemessenen Schritte zu unternehmen, um eure Daten zu schützen." Laut den Recherchen sei aber das Gegenteil der Fall: "Ein Blick auf den Server und die Sicherheitseinstellungen der Website genügt, um zu erkennen, dass Skirt Club grob fahrlässig mit den Daten seiner Nutzerinnen umgegangen ist", heißt es bei "Vice".

"Tausende persönliche Bilder waren wochenlang für jeden anklickbar: Fotos, die unter anderem die Namen der Frauen verraten, Nacktbilder, Fotos von Vulven. Fahrlässiger kann eine Seite, die auf Diskretion basiert, nicht mit den Daten ihrer Nutzer umgehen." Das Problem sei heute noch nicht vollständig behoben. Am Freitagnachmittag erschien beim Aufruf der Website nur eine Fehlermeldung.

Ein derartiges Leck kann für die Betroffenen schlimme Folgen haben. Das zeigten der Hack der kanadischen Seitensprungseite "Ashley Madison", die ebenfalls mit Diskretion warb. Nachdem private Informationen öffentlich wurden, beging ein verheirateter Pfarrer, der ein Profil auf der Seite hatte, Selbstmord. (dk)

Direktlink | Werbevideo für den Skirt Club



#1 Miguel53deProfil
  • 27.01.2017, 21:34hOttawa
  • Das Werbe-Video haette quer nach meiner bescheidenen Meinung aber nicht veroeffentlichen sollen.

    Der Artikel gibt all notwendigen Informationen.
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