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  • 13. Mai 2005, noch kein Kommentar

Die weltweit größte schwul-lesbische Reise-Organisation tagt in der Domstadt. Nach einem Tag heißt die Veranstaltung bereits "Treffen des Herzens".

Von Christian Scheuß

Manchmal reicht auch nur ein bisschen Sonnenschein in der Domstadt, Hauptsache es ist trocken. In Köln kann man auch bei kühlen Temperaturen in gute Stimmung geraten und warme Gefühle entwickeln. Die 175 Teilnehmer der Jahres-Tagung der International Gay And Lesbian Travel Association (IGLTA) haben das Treffen bereits nach einem Tag zum "Treffen des Herzens" erkoren. Die Stimmung ist gut, nachdem am Ankunftstag bereits eine Rheinrundfahrt und ein Empfang im Rathaus stattfand.

Die ursprünglich sehr amerikanisch dominierte Veranstaltung zeigt sich zunehmend europäisch. So stammt erstmals die Hälfte aller Teilnehmer aus Europa, und es ist das zweitgrößte Treffen, das es jemals außerhalb den USA gegeben hat. Auch für die Mitarbeit in dem Verband, der alle, die mit dem schwul-lesbischen Tourismus Geschäfte machen, verbindet, ist das Interesse gewachsen. So gibt es für die Besetzung des Vorstandes erstmals mehr Bewerbungen als Posten zu vergeben sind. Insgesamt zeigen sich auch die Mitglieder mit der Vernetzung und dem Erfahrungsaustausch über die IGLTA zufrieden, wie die Präsentation der Umfrageergebnisse aus 2004 beweist.

Der Tourismus ist insgesamt wieder auf dem Weg der Besserung. Nach dem 11. September gab es eine größere Durststrecke zu überwinden, aber alle Statistiken weisen wieder zunehmende Zahlen von Touristen und Übernachtungen auf. Die Stadt Köln, die bei der Ausrichtung der IGLTA-Konferenz sehr hilfreich war, erhofft sich von dem Treffen ebenfalls Impulse. "So einen Weltkongress auszurichten, ist schon eine Auszeichnung", sagt Josef Sommer, Geschäftsführer von KölnTourismus. "Es stärkt unser Renommee und bringt neue, internationale Gäste. Lesben und Schwule sind übrigens häufig überdurchschnittlich einkommensstark und besonders interessiert an Städtereisen - für uns also eine wichtige Zielgruppe." Die Kölner Schwulen- und Lesbengemeinschaft erhofft sich zudem einen Schub für die Bewerbung des SC Janus um die Ausrichtung der Gay Games 2010.

13.05.2005