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Köln

Messerattacke auf "Iron"-Türsteher: Täter auf freiem Fuß

Die Kölner Polizei, die wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt, sieht keine Fluchtgefahr.


DJ im "Iron" (Bild: Iron Bar)

Der 21-Jährige, der gegenüber der Polizei zugegeben hat, am frühen Samstagmorgen mit einem Messer auf den Türsteher Milad der Kölner Szenebar "Iron" eingestochen zu haben, befindet sich nicht in Untersuchungshaft. Dies berichtete am Montag der "Express".

Demnach sehe die Polizei keine Fluchtgefahr, da der aus dem Irak stammende Mann einen festen Wohnsitz habe. Nach Informationen der Wirtegemeinschaft Schaafenstraße ist er auch berufstätig. Gegen den 21-Jährigen wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. In sozialen Netzwerken wurde die Frage gestellt, warum er sich nicht wegen versuchten Totschlags verantworten muss.

Zweimal mit dem Messer in den Rücken gestochen

Der 21-Jährige hatte dem Türsteher des "Iron", der ebenfalls einen Migrationshintergrund hat, nach Angaben der Polizei im Rahmen einer Auseinandersetzung zweimal in den Rücken gestochen, nachdem ihm und zwei Begleitern gegen 4.30 Uhr der Eintritt in die LGBTI-Bar verweigert worden war. Das 34 Jahre alte Opfer erlitt schwere, aber nicht lebensgefährliche Verletzungen und wurde in eine Klinik eingeliefert. Am Sonntagmorgen stellte sich der 21-Jährige selbst der Polizei (queer.de berichtete).

In einer Stellungnahme zu der "schockierenden Tat" warnte die Wirtegemeinschaft Schaafenstraße am Sonntag vor rassistischer Hetze und Spekulationen in sozialen Netzwerken und Medien. Zwar gebe es in Kölns schwul-lesbischem "Bermuda-Dreieck" zunehmend Probleme mit "Antänzern" und anderen Formen der Kriminalität, weswegen man mit der Polizei in Kontakt stehe. "Jedoch rechtfertigt dieser bedauerliche Vorfall in keiner Weise, dass Einzelpersonen oder Familien, die vor Krieg und Terror geflüchtet sind, hier kriminalisiert, stigmatisiert oder diskriminiert werden. Selbiges gilt selbstverständlich auch für Flüchtlinge, die wegen ihrer Homosexualität geflüchtet sind und hier einfach normal leben möchten." (cw)



#1 Laurent
  • 30.01.2017, 14:19h
  • "Es ist frustrierend, wenn festgenommene Taschendiebe schon Stunden später wieder in der Schaafenstraße gesichtet werden" (Stellungnahme der Wirtegemeinschaft Schaafenstraße).

    Der "Express" berichtet, dass der 21-jährige Täter, der auf den Türsteher eingestochen und diesen erheblich verletzt hatte, bereits wieder auf freiem Fuß sei.
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#2 EulenspiegelAnonym
#3 Laurent
  • 30.01.2017, 15:21h
  • Antwort auf #2 von Eulenspiegel
  • Das ist mir schon klar.
    Wollte damit nur andeuten: Wenn bereits eine Frustration über freigelassene Taschendiebe entritt, welche Gedanken entwickelt man dann erst bei Kriminellen, die schwere Straftaten begehen und dennoch frei herumlaufen?
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#4 JanJanAnonym
  • 30.01.2017, 17:03h
  • "Unser" Justizsystem ist nunmal darauf ausgelegt, einem Verbrecher/Täter mehr Verständnis beizuräumen als dem Opfer.
    Dieses Beispiel ist ja nur eines von Tausenden.
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#5 PeerAnonym
  • 30.01.2017, 17:37h
  • In Deutschland wird man also wieder auf freien Fuß gelassen, wenn man versucht hat jemand anderen zu ermorden. Das hat auch nichts mit Fluchtgefahr oder nicht zu tun, es war schließlich ein Mordversuch. Es muss wohl erst Tote geben, ehe die Gesellschaft vor solchen Gewalttätern geschützt wird.
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#6 TheDad
  • 30.01.2017, 19:24h
  • Antwort auf #2 von Eulenspiegel
  • ""Er ist noch 21, also Jugendstrafrecht.""..

    Nöö..
    Das endet mit dem 21. Geburtstag..
    Ausschlaggebend war hier wohl nur der feste Wohnsitz und die feste Arbeit-Stelle, und die Schwere der Verletzung des Opfers..
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#7 YannickAnonym
#8 Homonklin44Profil
  • 01.02.2017, 07:41hTauroa Point
  • Antwort auf #5 von Peer
  • Das ist schon sehr merkwürdig hier, ja. Mein Bruder kam damals auch nicht in Haft, nachdem er mit Küchenmessern auf mich los ging. ( Über mein Schwulsein herausgefunden) Es gab zwar eine Gerichtsverhandlung und er musste auch Strafe zahlen. Hat seine Morddrohungen hinterher wiederholt, es gab wieder Übergriffe.

    Hier greift das Gesetz nur ordentlich, wenn es Tote gibt. Man ist also drauf verlassen, irgendwann möglicherweise wieder Opfer werden zu können.Oder man bringt sich den Gebrauch von Waffen bzw. SV bei und meidet Konfliktsituationen, bzw. geht nicht mehr aus. Musikhören kann man auch zuhause,Party machen auch.

    Es sendet zwar die falsche Botschaft aus, wenn da nicht viel nachfolgt. Man weiß zwar nicht, ist Derjenige so gestrickt, dass er sowas wieder tun würde, aber die geringe Ahndung dürfte ihm sagen, es gibt keinen Knast, es kommt nicht viel nach, er kann's sich leisten.
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