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"TLGB District"

San Francisco erhält Transgender-Bezirk

Drei Jahre vor Stonewall wehrten sich in San Francisco Transpersonen bei Straßenschlachten gegen Diskriminierung. Die Stadt erinnert daran mit dem ersten Trans-Bezirk der Welt.


Dieses Gebäude soll im Zentrum des "TLGB District" gebaut werden und unter anderem ein Trans-Zentrum beherbergen

San Francisco erhält als erste Stadt weltweit einen "kulturellen Distrikt" für Transpersonen. Das gab Stadträtin Jane Kim am Dienstag im Rathaus der kalifornischen Metropole bekannt. Demnach sollen mehrere Straßenzüge im armen Künstler-Viertel Tenderloin als "TLGB District" ausgewiesen werden (statt des eher gebräuchlichen LGBT).

Laut Kim einigten sich Trans-Aktivisten, die Stadt und die Immobilienfirma "Group I" auf einen gemeinsamen Plan. "Group I" hatte sich zuvor mit der lokalen Community monatelang gestritten – das Unternehmen wollte leer stehende, völlig heruntergekommene Häuser abreißen und ein großes Gebäude mit Hotelzimmern und Eigentumswohnungen errichten. Die Aktivisten befürchteten, dass damit die Geschichte der Trans-Bewegung ausgeblendet werden könnte.

Die Parteien haben sich darauf verständigt, dass in dem neuen Gebäude unter anderem ein Trans-Zentrum Platz finden wird. Auch ein Museum ist geplant.

Ein Viertel mit Geschichte

Der Bezirk wird als historisch angesehen, weil dort im August 1966 der erste große Aufstand sexueller und geschlechtlicher Minderheiten gegen Diskriminierung und Polizeibrutalität stattfand. 24 Stunden lang wehrten sich Trans-Frauen, Dragqueens, Sex-Arbeiterinnen und -Arbeiter und andere queere Personen gegen eine Polizeirazzia. Der Aufstand begann, als sich eine Transfrau gegen eine Verhaftung wehrte und dem Polizisten ihren Kaffeebecher ins Gesicht warf. 2005 zeichnete die Dokumentation "Screaming Queens" die Ereignisse nach.

Direktlink | Die Doku "Screming Queens" in voller Länge (auf Englisch)

"Der untere Tenderloin-Distrikt ist eine der wichtigsten Viertel für Trans-Geschichte, -Kultur und -Bürgerrechte", erklärte Stadträtin Jane Kim. "Indem wir den TLGB District gründen, ehren wir diese lebendige Community, die von Transpersonen aufgebaut wurde, und senden ein Signal in die ganze Welt, dass Transpersonen bei uns willkommen sind."

Der Aufstand in San Fransisco ist weit weniger bekannt als der rund um die New Yorker Bar Stonewall, die im vergangenen Jahr vom damaligen Präsidenten Barack Obama zum Nationaldenkmal erklärt wurde (queer.de berichtete). Als ein Grund für die mangelnde Bekanntheit wird angesehen, dass die Stadt umgehend nach den Ausschreitungen reagierte. So veranlasste sie den Aufbau von Hilfsnetzwerken für Transpersonen. (dk)



#1 tti3_alliance
  • 01.02.2017, 16:14h
  • .
    ... dann wird es an der Zeit, dass auch der Rat der Landeshauptstadt Schleswig-Holstein - Kiel, sich der Zebrastreifen Thematik annimmt.

    Über die Eingabe nach GG Art 17, für Regenbogen-Zebrastreifen, sowie transgender / trans Fahnen und Intersex Fahnen Streifen, in der Kieler Innenstadt (empfohlen Holtenauer Straße) wurde bislanglang noch nicht debattiert.

    .

    In Kiel findet seit Jahren das trans / Transgender Filmfestival (TFF) statt.

    Ferner sind die trans-Intersex / tti Bereiche + Nicht-Binäre Menschen in Schleswig-Holstein, aus dem Schatten getreten und mit der Resolution des Landtags, entsprechende Unterstützung unterhalten.

    Die Aufforderung gegenüber einer in Kiel leben politischen Aktivistin "... sie könne doch das Land verlassen...", hat bereits nach dem Vorfall im SG Münster (06-2016), für nationale wie auch internationale irritationen gesorgt.
    Nachdem nun mehr die Einreisegenehmigungen final vorliegen, wird die deutsche Staatsbürgerin ihrer Ehefrau in den nächsten Wochen in die USA folgen, und aus dem 'politischen Exil', weiter für gesetzliche Neuregelungen in Deutschland kämpfen.
    .
    .
    Jedes Geschlecht verdient Respekt

    transallianceproject.wordpress.com/2017/02/01/wer-kann-uns-h
    elfen/
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Jonas WAnonym
#3 Patroklos
#4 TheDadProfil
  • 01.02.2017, 19:35hHannover
  • Antwort auf #1 von tti3_alliance
  • ""Über die Eingabe nach GG Art 17, für Regenbogen-Zebrastreifen, sowie transgender / trans Fahnen und Intersex Fahnen Streifen, in der Kieler Innenstadt (empfohlen Holtenauer Straße) wurde bislanglang noch nicht debattiert.""..

    Ist damit der Abschnitt in der Fußgängerzone gemeint, der bis 1984 von der Straßenbahn durchschnitten wurde ?
    Also der Kreuzungsbereich ?

    Das wäre eine gute Wahl, denn dort herrscht sehr viel Publikums-Verkehr..
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#5 GeorgGProfil
  • 01.02.2017, 20:08hBerlin
  • Ein eigenes Transgenderviertel ? Was soll das?
    Die Leute schaffen sich ihre eigenen Ghettos und sind auch noch stolz darauf.
    Eine Fehlentwicklung!
  • Antworten » | Direktlink »
#6 TheDadProfil
  • 01.02.2017, 20:53hHannover
  • Antwort auf #5 von GeorgG
  • ""Ein eigenes Transgenderviertel ? Was soll das?
    Die Leute schaffen sich ihre eigenen Ghettos und sind auch noch stolz darauf.
    Eine Fehlentwicklung!""..

    Stimmt auffallend..
    Spontan fallen mir dazu die über 30.000 Gemeinden ein, in denen sich "Christen", "Juden" und "Muslime" ihre diversen Ghetti erschaffen, und in denen sie dann ihre absurden Riten zelebrieren..

    Oder die über 580.000 Vereine, in denen sich die Mitglieder als "Interessengemeinschaften" von der übrigen Gesellschaft zu separieren suchen, um ein Club-Leben in einem Ghetto zu organisieren..
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#7 1904Anonym
  • 02.02.2017, 00:54h
  • San Francisco wird früher oder später in einem verheerenden Erdbeben untergehen.
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#8 tti3_alliance
  • 02.02.2017, 06:10h
  • .
    Sichtbarkeit heisst in einigen Städten der Westküste, dass in den LGBTI Vierteln zwar Menschen aus den Bereichen leben, aber die meisten nicht.

    Und ganz klar ist, dass auch in einem Sichtbaren LGBTI Viertel in Kiel, nicht die meisten Menschen leben würden. - Dass ist auch aktuell nicht der Fall.

    Vorgeschlagen und empfohlen wurden u.a. die Kreuzungsbereiche Holtenauer Straße // Lehmberg, Schauenburgerstraße.
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#9 tti3_alliance
#10 Pro CalexitAnonym