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Öffentliche Ausschreibung

Brandenburg: 80.000 Euro für ein Konzept gegen Homophobie

Die rot-rote Landesregierung sucht ein externes Dienstleistungsunternehmen, das einen "Aktionsplan für Akzeptanz von geschlechtlicher und sexueller Vielfalt" erarbeiten soll.


Sozialstaatssekretärin Almuth Hartwig-Tiedt (Die Linke) informierte am Mittwoch über die Ausschreibung (Bild: Bildhaus / Karoline Wolf)

Noch bis zum 8. Februar können sich Unternehmen bewerben, um im Auftrag der Potsdamer Landesregierung einen "Aktionsplan für Akzeptanz von geschlechtlicher und sexueller Vielfalt, für Selbstbestimmung und gegen Homo- und Transphobie in Brandenburg" zu erarbeiten. Für die Auftragsdurchführung hat Rot-Rot Haushaltsmittel in Höhe von bis zu 80.000 Euro (inklusive Umsatzsteuer) zur Verfügung gestellt.

Der Aktionsplan geht auf einen Beschluss des Landtags vom vergangenen Jahr zurück (queer.de berichtete). "Mit dem Aktionsplan wollen wir der Diskriminierung von Lesben, Schwulen, bi-, trans-, intersexuellen und queeren Menschen entgegenwirken und ihre Akzeptanz in der Gesellschaft stärken", erklärte Sozialstaatssekretärin Almuth Hartwig-Tiedt (Die Linke) am Mittwoch in einer Pressemitteilung. "Diese Aufgabe wollen wir in einem breit angelegten Dialog mit der Community anpacken und dabei alle politischen und gesellschaftlichen Ebenen für eine aktive Gleichstellungspolitik einbinden."

Externe Unterstützung für Dialog mit der Community

In Brandenburg gebe es zahlreiche Interessenvertretungen und Initiativen, die sich für Menschenrechte, Gleichberechtigung und sexuelle Vielfalt einsetzten, so Hartwig-Tiedt. "Ihre Erfahrungen sollen in den Aktionsplan einfließen. Deshalb suchen wir externe Unterstützung, die diesen wichtigen Prozess konzeptionell vorbereitet und begleitet."

Die zu vergebene Leistung umfasst nach Aussage der Staatssekretärin die "Erarbeitung der Beteiligungsinstrumente, Durchführung und Auswertung des Beteiligungsverfahrens sowie die Unterstützung bei der Erstellung des Arbeitsentwurfs zum Landesaktionsplan". Unter anderem soll in enger Abstimmung mit dem Sozialministerium eine onlinebasierte Dialog-Plattform erstellt und öffentliche Veranstaltungen mit der LGBTI-Community durchgeführt werden.

Die Landeskoordinierungsstelle für LesBiSchwule & Trans* Belange des Landes Brandenburg (LKS), der Verein lesbischer und schwuler Polizeibediensteter Berlin Brandenburg (VelsPol) und der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) hatten bereits im November "kostspielige Ausgaben für eine Agentur" scharf kritisiert und gefordert, die Landesmittel sollten stattdessen besser direkt LGBTI-Projekten zu Gute kommen (queer.de berichtete). Die Erarbeitung des Aktionsplans könne – wie in anderen Bundesländern auch – "verwaltungsseitig" in Kooperation mit der Community übernommen werden. (cw)



#1 einmischenProfil
  • 02.02.2017, 11:28hBerlin
  • schade um das viele geld. da bleibt für die konkrete arbeit nicht mehr viel übrig. zu recht wird gefragt, warum das nicht die mit TV-L 14 gut bezahlten Zuständigen in der Verwaltung selber machen ...
  • Antworten » | Direktlink »
#2 tti3_allianceProfil
  • 02.02.2017, 11:50hWashington State
  • ... bleibt zu hoffen, dass die 80T nicht versenkt werden und angemessen genutzt werden.

    Wenn 'man' sich den PET Beschluss aus Brandenburg zur geschlechtlicher Vielfalt (tti Bereiche, sowie nicht binärer Menschen) durchliesst, dann scheint in Potsdam noch viel Arbeit notwendig zu sein.

    Vielleicht nimmt man die Resolution des Landtags von Schleswig-Holstein als Grundlage, um nach vorne zu gelangen.
    Und erwartet dass die vom BMFSFJ beauftragten Gutachten des Deutschen Instituts für Menschenrechte (Intersex) und der Humbolt Universität (trans / Transgender; Transsexualität), mit im Konzept integriet wird.

    .

    In der Unterzeichnerliste der 'Stuttgarter Erklärung' befinden sich wenige politische Mitzeichner aus Brandenburg, das wäre positiv wenn sich das von MdL, MdB und MdEP ändern würde.

    Insbesondere parteiübergreifende Unterstützung für gesetzliche Neuregelungen im Deutschen Bundestag wäre zu empfehlen.

    Denn es ist weder human, demokratisch noch national wenn:

    A. Immer noch Intersex Genitalverstümmelungen (IGM) an Kindern vorgenommen werden.
    Zu Zeiten von Preussen und der Weimarer Republik hat es so etwas nicht gegeben (Preussische Landrecht)

    B. Das Menschen sich juristisch nach dem TSG (Transsexuellengesetz) begutachten lassen müssen, dafür bei Gerichten >1.500 Anzahlung zu leisten haben und final bis 8.000 dafür zu bezahlen haben, um das Recht auf einen angepassten deutschen Personalausweis zu erhalten.
    Was auch bedeutet, das solange man sich nicht juristisch dem System unterwirft man auch keinen Reisepass erhält... und auch der Zutritt zum Deutschen Bundestag, mit dgti Ausweis nicht möglich war.

    C. Das medizinisch Leistungen verweigert werden, weil bei Krankenkassen willkürlich agiert wird. Menschen genötigt werden sich selbst zu verstümmeln, Selbstmordversuche provoziert werden und finale Suizide unter den Tisch fallen.
    Dass Menschen aufgefordert werden das Land zu verlassen (SG Münster 06-2016).
    Man Bundesligavereine unterstützt, Werbung schaltet und wie auch in anderen Bereichen Mitglieder Behandlungen nicht gewährt.

    D. Das es neben Männer, Frauen auch noch mehr gibt, ist nicht jedem klar. Dass die Erde eine Scheibe oder ein Fussball ist, ist bei den meisten Menschen angekommen.

    Es gibt Nicht-Binäre Menschen sowohl innerhalb der tti Bereiche (trans* / Transgender; Transsexualität, Transident; Intersex / Intersexualität), wie auch unter Männern und Frauen.

    (Sie können sexuelle Präferenzen haben, die heterosexuell, homosexuell, bi-sexuell, a-sexuell, polysexuell, pan-sexuell, omnisexuell...)

    .

    Dass die deutsche Presse und Medien sich als "lügenpresse" bezeichnen lassen müssen, ist nicht gerechtfertigt.
    Es ist jedoch klar, dass Verleger und auch in Medienräte (deutschlandweit kein einziger tti Vertreter), für die Des-Informationspolitik mitverantwortlich sind.

    Der Begriff "Geschlechtsumwandlung" bei Menschen die dem Bereich Transsexualität, Transident stammt von "früher" und ist nicht mehr zeitgemäß. Dennoch wird er oft in diskrimminierende Form genutzt, anstatt von "Geschlechtsanpassung" zu sprechen oder schreiben.

    Vom bis letzten Jahr einzigen trans* / Transgender Film Festival (TFF) Deutschlands in Kiel, wurden und werden im Fernsehen eigentlich keine Filme auch nach Jahren gezeigt.
    Die Frage warum, ist schnell beantwortet - weil 'man' die Gegebenheiten unterdrücken will.

    Selbst der 2016 Film der UN / Vereinten Nationen zum Schutz von "Kinder Kastrationen" (IGM), wurde unterdrückt.
    Und damit Eltern, Großeltern, Freunde, Bekannte und die Bevölkerung mal aufwachen, was Menschen in diesem Land angetan wird - ist der Begriff "Kinder Kastrationen" scheinbar notwendig!

    Schützt Eure Kinder, Enkel und warnt vor IGM Maßnahmen.

    .

    Jedes Geschlecht verdient Respekt
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#3 JadugharProfil
  • 02.02.2017, 16:01hHamburg
  • Die Ursachen der Homophobie sind meines Erachtens völlig klar und liegen in den Lehren abrahmistischer Religionen, wo gleichgeschlechtlicher Verkehr unter den Männern die Todesstrafe gefordert wird und als schwere Sünde betrachtet wird. In vorhergehenden Kulturen oder in Kulturen, die nicht von abrahamistischen Religionen beinflußt waren, existierte kaum Homophobie. Es gab manchmal andere Zwänge wie Heiratszwang seitens der Eltern oder Gesellschaft, um Kinder- und Enkelkinderproduktionen zu fördern, die ebenfalls Homophobie auslösten. Über solche Erwartungshaltung und Zwänge von seitens der Eltern muß auch aufgeklärt werden.
    Ich kenne einen unfruchtbaren Halbchinesen, dessen chinesische Mutter ihn unter Zwang und Streß setzt, endlich mal Enkelkinder zu produzieren.

    Angesichts von religiösen irrationalen Todesdrohungen, Höllenfeuer etc. , wird Homophobie herangezüchtet, die Probleme mit der eigen Sexualität haben, welche durch die Homophobie Anderer mitverursacht wird.

    Für ein Konzept gegen Homophobie bedeutet das, daß Religion in den Privatbereich verbannt werden muß, und in den Schulen vollständige Aufklärung bezüglich Sexualität und negative religiösen Einstellungen betrieben wird.

    Einen Kompromisß zu finden, der Religionsförderung und gleichzeitig Homophobieabbau betrifft, wird es wohl nicht geben. Den Menschen muß klar gemacht werden, daß die Intimssphäre besonderen Schutz genießen soll und muß, wo andere nichts zu bestimmen haben. Wenn die Kinder in der Schule Empathie lernen, wo sie sich in die Lage eines Diskriminierten versetzen sollen, wäre bei vorhandener und geschulter Empathie Homophobie und Rassismus nicht möglich, wenn man dadurch bewußt wird, was diese Diskriminierungen bedeuten würden, wenn man sie am eigenen Leib erfährt.
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