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Streit um angebliche "Schwuchtel"-Beschimpfung

Frank Ocean von Vater auf 14,5 Millionen Dollar verklagt

Calvin Cooksey ist sauer auf seinen erfolgreichen Sohn, von dem er als transphober Eiferer geoutet worden war.


Frank Ocean bei einem Auftritt in der Show "Saturday Night Live" (Bild: NBC)

Rapper Frank Ocean ist laut einem Bericht des Klatschportals TMZ von seinem eigenen Vater wegen Verleumdung auf 14,5 Millionen Dollar (13,5 Millionen Euro) verklagt worden. Calvin Cooksey reagiert damit auf einen Eintrag seines Sohnes in der Blog-Plattform Tumblr.

Der 29-jährige Musiker hatte vor einem halben Jahr anlässlich des Terroranschlags auf den LGBTI-Club "Pulse" in Orlando geschrieben: "Ich war sechs Jahre alt, als mein Vater unsere Trans-Kellnerin eine Schwuchtel genannt hat und mich aus einem Restaurant in unserer Nachbarschaft gezogen hat, weil er nicht von ihr bedient werden wollte, da sie schmutzig sei." Cooksey behauptet, dass sein Sohn diese Geschichte frei erfunden habe.

Calvin Cooksey zieht gerne vor Gericht

Dies ist nicht die erste Klage des Vaters, der sich selbst als "Sänger, Autor und Erfinder" bezeichnet: 2014 hatte er bereits den Hip-Hop-Mogul Russell Simmons auf 142(!) Millionen Dollar verklagt, weil ihn dieser als schlechten Vater bezeichnet hatte. Zwei Jahre zuvor soll er von seinem Sohn bereits eine Million Dollar verlangt und ebenfalls mit einer Klage gedroht haben. Dabei hatte Cooksey Medienberichten zufolge seit Frank Oceans Kindheit kaum etwas mit seinem Sohn zu tun.

Frank Ocean hatte sich 2012 auf Tumblr geoutet, als er erstmals über eine gleichgeschlechtliche Liebe gesprochen hatte: "Ich war 19 Jahre alt. Er war genauso alt. Wir haben den Sommer miteinander verbracht, fast jeden Tag. Und wenn wir zusammen waren, ist die Zeit nur so dahin geglitten", schrieb er damals. Er erklärte weiter, dass er sich Hals über Kopf verliebt hatte, aber die Geschichte hatte kein Happyend – auch weil beide offiziell mit Frauen ausgingen (queer.de berichtete).

Ocean weigerte sich danach, sich als "schwul" oder "bisexuell" zu bezeichnen. Gegenüber dem Magazin GQ erklärte er, er wolle sich weder bei seiner Musik noch bei seinem Privatleben in einer Schublade stecken lassen. "Ich gebe euch meine Erfahrungen. Was darüber hinaus geht, geht euch nichts an." (dk)



#1 schwarzerkater
  • 03.02.2017, 13:09h
  • ekelhaft wie sich leute in den usa gegenseitig vor den kadi ziehen dürfen und mit welchen absurden meinungen sie geld erstreiten wollen. ein richtig fieser sumpf an klägern und an einer feixenden anwaltslobby, die davon prima lebt.
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#2 ErichAnonym
  • 03.02.2017, 19:48h
  • Antwort auf #1 von schwarzerkater
  • Genau so ist es. Freut mich, das von dir aus Bayern zu hören. Damals in meiner DDR hätte es so was nicht gegeben. Freie Gerichte oder die Möglichkeit, daß sich jeder einen Anwalt nimmt. Wo kommen wir da hin? Das mündet am Ende noch in Demokratie! Ein furchtbarer Gedanke. Dagegen müssen Aufrechte wie Du und ich noch heute Kommentare geifern, obwohl unser Weltbild längst in Trümmern liegt. Richtig so! Mit sozialisitischen Gruß, Dein Genosse Erich
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#3 JarleAnonym
  • 06.05.2017, 18:36h
  • Antwort auf #2 von Erich
  • Ich glaube nicht, dass schwarzerkater mit seinem Beitrag allgemein die Demokratie infrage stellen wollte. Vielleicht hast du in der DDR schlechte Erfahrungen gesammelt und deutest jetzt da so viel rein.

    Findest du denn das solche Forderungen gerechtfertigt sind? Wie will man eine Aussage die angeblich nicht getätigt wurde denn beweisen?
    Und das sowas scheinbar dort nicht völlig erfolglos erscheint, finde ich auch sehr bedenklich.

    Abgesehen davon ist es wohl sicher nicht so romantisch, dass sich jeder kostenlos einen guten Anwalt bestellen kann.
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