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Schwarz-Grün

Hessen: 500.000 Euro für LGBTI-Projekte

Die schwarz-grüne Landesregierung hat das Fördervolumen für 2017 mehr als verdoppelt.


Mit einem Aktionsplan setzt sich die hessische Landesregierung für die Akzeptanz von Menschen mit unterschiedlichen sexuellen und geschlechtlichen Identitäten ein (Bild: hjalmarGD / flickr)

Hessen stellt in diesem Jahr mehr Geld für LGBTI-Projekte zur Verfügung. Nachdem in den Jahren 2015 und 2016 das Budget bei jeweils 200.000 Euro lag, wurde das Fördervolumen für 2017 auf 500.000 Euro mehr als verdoppelt, informierte Staatssekretär Jo Dreiseitel (Grüne) am Freitag.

Zusätzlich zu den Mitteln im Rahmen des Hessischen Aktionsplans für Akzeptanz und Vielfalt hat die schwarz-grüne Landesregierung in diesem Jahr 100.000 Euro für die Arbeit mit Menschen bereitgestellt, die aufgrund ihrer sexuellen oder geschlechtlichen Identität geflüchtet sind.

"Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der bunten Vielfalt der Projektträger aus den Reihen der LSBT*IQ-Initiativen, aus den Beratungseinrichtungen, dem Kulturbereich und der Jugendpädagogik hat uns darin bestärkt, das Förderprogramm deutlich auszuweiten", erklärte Staatssekretär Dreiseitel, der Bevollmächtigter der Landesregierung für Integration und Antidiskriminierung ist. "Wir hoffen damit einen noch weiteren Kreis von Akteurinnen und Akteuren zu erreichen, die zu den Zielen des Aktionsplans einen Beitrag leisten können."

Anträge können bis 15. April gestellt werden

Die Bandbreite der möglichen Förderprojekte sei groß, betonte Dreiseitel. Als Beispiele für Förderungen in den vergangenen beiden Jahren nannte er Fach- und Informationsveranstaltungen, Fortbildungsangebote, Publikationen, Theaterprojekte sowie Film- und Kulturveranstaltungen. Es seien darüber hinaus auch zwei Studien zur Situation von Trans*Personen und queeren Jugendlichen in Hessen gefördert worden.

Die Anträge bzw. Projektvorschläge können ab sofort bis zum 15. April 2017 beim Hessischen Ministerium für Soziales und Integration, Antidiskriminierungsstelle, Dostojewskistraße 4, 65187 Wiesbaden eingereicht werden. Das Ministerium wählt aus den eingehenden Projektvorschlägen förderwürdige Anträge aus, die bis zum Ende des Jahres umgesetzt werden müssen.

Im grün-schwarz regierten Baden-Württemberg wurden die Mittel für die Queer-Politik in diesem Jahr dagegen halbiert. Statt wie in den Vorjahren 500.000 Euro sind im Landeshaushalt 2017 nur noch 250.000 Euro für den Aktionsplan "Für Akzeptanz & gleiche Rechte Baden-Württemberg" vorgesehen (queer.de berichtete). (cw/pm)



#1 Christian KnuthAnonym
  • 04.02.2017, 13:18h
  • Bitte klärt doch auch drüber auf, was hinter der "Kürzung" in BaWü steckt. Ausgelaufene Projekte und Verschiebung in andere Ressorts (zum Beispiel die Aufarbeitung der Verfolgung der 175er mit satten 250.000 Euro)
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#2 markusbln11Anonym
  • 04.02.2017, 13:38h
  • Antwort auf #1 von Christian Knuth
  • Meine Anregung.

    Soll sich doch einfach mal jemand der bawü-landesregierung zur regionalrn lgbt-politik interviewen lassen. Etwa herr kretschmann.

    Dann wäre ein kohärenter überblick herstellbar. Nicht nur "die zeit" ist sexy, auch "queer.de".
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  • Anm. d. Red.: Wir bemühen uns seit mehreren Wochen um ein Interview mit Kretschmann - der Herr Ministerpräsident hat jedoch keine Zeit.
#3 TheDadProfil
  • 04.02.2017, 14:06hHannover
  • Antwort auf #1 von Christian Knuth
  • ""Bitte klärt doch auch drüber auf, was hinter der "Kürzung" in BaWü steckt. Ausgelaufene Projekte und Verschiebung in andere Ressorts (zum Beispiel die Aufarbeitung der Verfolgung der 175er mit satten 250.000 Euro)""..

    Wie kommst Du auf die Idee daß das Sache der Presse wäre, und dann noch bevor diese Ressorts sich ausführlich dazu geäußert hätten ?

    Wie wäre es denn mal damit, daß diese Ressorts sich offensiv in Form von Pressemitteilungen und Interviews zu diesen "übernommenen Aufgabenbereichen" äußern ?

    Und dann noch..
    Wie kommt man eigentlich auf die Idee, ein Projekt könne irgendwie "auslaufen", noch bevor die bearbeiteten Problem-Felder einer vernünftigen Lösung für die Betroffenen zugeführt wurden ?

    Löst sich etwa das Problemfeld
    "Mobbing von LGBTTIQ*-Kindern und Jugendlichen in Schulen"
    nach einer Zweijährigen Aufklärungs-Phase an "Schwerpunkt-Schulen" in Luft auf ?

    Das Problem liegt hier an völlig anderer Stelle..
    Die Gelder werden seit Jahrzehnten nach Parametern ermittelt, die nahe an der Fähigkeit zur Kaffeesatzleserei liegen, denn man erklärt eine Summe X wäre für die LGBTTIQ*-Menschen, für die man ebenso eine Zahl X einsetzt, für "ausreichend", und gibt dem Ganzen dann noch eine "Frist" zur Problem-Bewältigung bei, anstatt sich endlich zu vergegenwärtigen, das nicht die LGBTTIQ*-Menschen "das Problem sind", sondern die Anderen, die restlichen Bürger des Landes, die sie unterdrücken..

    Dementsprechend muß für die Gesamtheit aller Projekte die sich zusammen mit der Problematik von Homo-und Transphobie beschäftigen eine Summe von EINEM EURO PRO JAHR UND BÜRGER in die Landeshaushalte aller Bundesländer eingestellt werden, bis endlich die Maßnahmen auch greifbare Ergebnisse erzielt haben..

    Die in Ba.-Wü. notwendige Summe kann nun also auch jeder Politiker aus der Bevölkerungszahl ermitteln, und sich dann nachhaltig damit befassen, was man mit diesem Geld dann alles erreichen könnte, wenn man denn nur endlich wollte..
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#4 Patroklos
  • 04.02.2017, 15:59h
  • Daran sollte sich die Landesregierung in Baden-Württemberg mal ein Beispiel nehmen!
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#5 seb1983
  • 05.02.2017, 15:16h
  • Da werden mal höhere Fördergelder ausgegeben, es gibt nichts zu jammern, und schon kommentiert es keiner, und diejenigen die es tun beklagen lustvoll die Kürzungen in BaWü.

    Immer wieder schön hier xD
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#6 Christian KnuthAnonym
  • 08.02.2017, 12:09h
  • Antwort auf #3 von TheDad
  • Es ist Aufgabe der Presse, nachzufragen und Fakten zu sichten. Ich habe das im Falle BaWü getan bei der zuständigen Dame und siehe da: klingt alles weit weniger dramatisch, als bei reinem Zahlenspiel. Alleine die Umressortierung der Aufarbeitung der 175er mit 250.000 Euro deckt schon die unterstellte Kürzung.
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#7 stromboliProfil
  • 08.02.2017, 12:23hberlin
  • Antwort auf #6 von Christian Knuth
  • wird jetzt gleich viel geld ausgegeben und nur die adressaten ändern sich, oder wird wirklich weniger geld oder gar keins mehr an vormalige projekte gezahlt..
    Einfach mal nachgefragt...
    Ist die umwidmung zugunsten der §175 verfolgten eigentlich ein grund, auf andere mindest ebenso wichtige projekte verzichten zu können.

    Oder wäre dem schuldigen "rechtsstaat" es eigentlich eine teilentschuldigung wert, nicht die nachkommende generation auch noch für ihre begangenen staatsverbrechen "zahlen" zu lassen.

    "Umwidmung" .. banaler und unreflektierter kann man das vorgehen der gießkannenpolitik nicht umschreiben.
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#8 Christian KnuthAnonym
  • 08.02.2017, 14:32h
  • Antwort auf #7 von stromboli
  • Mir geht es hier nur weniger um die Gießkannenmentalität oder meine Wünsche an faire Finanzierungen.
    Es geht mir darum, dass die Überschrift "Grün-Schwarz halbiert Mittel für queere Projekte" so nicht stimmt und sie damit unter Stimmungsmache fällt.
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#9 TheDadProfil
  • 09.02.2017, 10:33hHannover
  • Antwort auf #6 von Christian Knuth
  • Kein einziges Wort zu meinem Vorschlag mit dem Einem Euro pro Bürger und Jahr ?
    Interessant..

    Was die 250.000 Euro als "Verschiebung" in andere Ressorts betrifft, ist es immer noch nicht die Aufgabe der Presse, das erst zu recherchieren, sondern die Aufgabe eben dieser Ressorts, das zu kommunizieren..
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#10 TheDadProfil
  • 09.02.2017, 10:48hHannover
  • Antwort auf #8 von Christian Knuth
  • ""Es geht mir darum, dass die Überschrift "Grün-Schwarz halbiert Mittel für queere Projekte" so nicht stimmt und sie damit unter Stimmungsmache fällt.""..

    Mal ganz einfach darüber nachgedacht..
    Wenn man Projekten die man bislang gefördert hat, die Hälfte der Mittel wegnimmt, um damit eine NEUES Projekt zu fördern, dann ist das eine Kürzung..
    Denn die Finanzierung von Entschädigungs-Leistungen für §-175-Opfern, oder auf nur der Aufarbeitung dieser Justiz-Skandale, hat mit der Finanzierung von Projekten für Intersexuelle Menschen, für LGBTTIQ*-Kinder und Jugendlichen, oder speziell für Lesben rein gar nichts zu tun..
    Da beißt die Maus keinen Faden ab..

    Wer sich hier gegen "Gießkannenmentalität" positioniert, sollte diese nicht Schön-zu-reden versuchen, indem er im Subtext behauptet, die Gelder bleiben ja innerhalb der Community als "Gesamtpaket"..

    Es gibt kein "Gesamtpaket" in die man die unterschiedlichen Menschen der LGBTTIQ*-Community pressen könnte, um dann zu sagen, genau diese "Gießkannen-Mentalität" muß euch aber ausreichen, teilt daß doch unter euch irgendwie auf..

    Politik muß auf die einzelnen Minderheiten, und damit auf die einzelnen Projekte schauen..

    Was genau hätte dagegen gesprochen die Rehabilitierung der §-175-Opfer aus dem Justiz-Etat zu finanzieren ?

    Weil man damit "wichtigeres" anzustellen hätte ?

    Ich kann mir gut vorstellen, daß man darüber nicht einmal im Ansatz nachgedacht, oder diskutiert hat..

    Denn wer dann genau nachdenkt, kommt relativ einfach auf die Quint-Essenz der Geschichte :
    Die Kosten für die Rehabilitation der §-175-Opfer wälzt man auf die Community ab, und entnimmt sie dem Kosten-Satz, den man für diese Minderheiten bereits in den Haushalt eingepreist hat..

    Perfide wie immer..
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