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Motto 2017

CSD Stuttgart fordert Dialog mit "verunsicherten" Bürgern

Im Jahr der Bundestagswahl setzt die IG CSD Stuttgart auf einen "Perspektiv-Wechsel" – und kritisiert "Überkorrektheit" in der Community.


CSD-Kundgebung auf dem Stuttgarter Schlossplatz (Bild: IG CSD Stuttgart e.V.)

Der CSD Stuttgart findet in diesem Jahr unter dem Motto "Perspektiv-Wechsel" statt. Dies gab die IG CSD Stuttgart e.V. am Samstag bei ihrem Neujahrsempfang in der Stuttgarter Sparda Welt bekannt.

Das Motto sei als Einladung an "alle am Gemeinwesen Interessierten und Engagierten, Bürgerinnen und Bürger sowie Organisationen" zu verstehen, heißt es in einer Pressemitteilung (PDF) der CSD-Veranstalter vom Samstagabend. "Jede und jeder in einer offenen Gesellschaft muss zuweilen in der Lage sein, Perspektiven zu wechseln", erklärte CSD-Geschäftsführer Christoph Michl. "Nur so können wir die Haltung Anderer verstehen und die Stichhaltigkeit unserer eigenen Position prüfen."

Der Stuttgarter CSD möchte mit dem Motto der "grassierenden Abschottungsdebatte" etwas entgegensetzen: "Zuhören ist der erste Schritt, Kommunikation muss folgen. Wir brauchen den gegenseitigen Austausch – von Anschauungen und Perspektiven, aber auch von Ängsten und Emotionen", heißt es in der Pressemitteilung. "Empathie ist die Voraussetzung, um die Haltung Anderer verstehen und respektieren zu können. Sie bildet auch die Voraussetzung, uns selbst verstehen und hinterfragen zu können."


Für das CSD-Motto 2017 wurde auch ein eigenes Logo vorgestellt

Der Appell richte sich an die gesamte Gesellschaft. "Es geht also in erster Linie nicht um die laute, polternde Minderheit, die Homosexualität am liebsten wieder ächten möchte. Es geht auch nicht um die, die jede gesellschaftliche Diskussion durch Überkorrektheit abwürgen wollen. Vielmehr gilt es, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die aufgrund von Fake-News, Klischee-Bemühungen und Wortmeldungen verunsichert sind."

Keine Abkehr von Forderung nach echter Akzeptanz

Bei aller "Notwendigkeit" zum "Perspektiv-Wechsel" sei aber auch klar, dass Gleichberechtigung und eine sichtbare Vielfalt nicht zur Disposition stünden: "Hinter erreichte Erfolge der Regenbogen-Community wird kein Zentimeter zurückgewichen. Wir kämpfen für eine Gesellschaft, in welcher Homo- und Transphobie keinen Platz haben", heißt es in der Pressemitteilung. "Von der Forderung nach echter Akzeptanz werden wir nicht abkehren. Missstände und Misstöne werden klar benannt."

So werde auch die Bundestagswahl ein "zentrales Thema" des diesjährigen CSD Stuttgart sein: "Bis zum Wahltag im September liefern Wahlcheck-Veranstaltungen mit Kandidierenden der Stuttgarter Wahlkreise, Programmanalysen und Faktenchecks spannende Einblicke in unterschiedlichste Perspektiven zu den Themen der Regenbogen-Community."

Gesetze, Aktionspläne, Regelungen und "schlaue Pamphlete" seien jedoch nur das "Rüstzeug" im Kampf gegen Homo- und Transphobie, so die IG CSD Stuttgart. "Ankommen muss die Botschaft aber in den Köpfen der Menschen. Wir benötigen ein echtes Verständnis für Vielfalt, für Akzeptanz und Gleichberechtigung. Nicht wenige müssen dabei noch einen 'Perspektiv-Wechsel' vollziehen."

Deutliche CSD-Mottos in anderen deutschen Städten

Andere deutsche CSDs stellen in diesem Jahr die Bundestagswahl und den Kampf gegen rechte Populisten mit deutlichen Worten in den Mittelpunkt. So wird in Berlin am 22. Juli unter dem Motto "Mehr von uns – jede Stimme gegen Rechts!" demonstriert. Eine Woche zuvor gehen die Münchner für "Gleiche Rechte. Gegen Rechts!" auf die Straße. In Rostock heißt es am 15. Juli: "Demonstriere laut! Wähle klug! – Dein Kreuz für Akzeptanz und Menschlichkeit". Der CSD Hannover fordert am ersten Juni-Wochenende: "#mitdenken". (cw)

Termine des CSD Stuttgart 2017

CSD-Sommerfest, 10. und 11. Juni, Berger Festplatz
CSD-Empfang, 15. Juli, Rathaus
CSD-Eröffnungsgala, 21. Juli, Friedrichsbau Varieté
CSD-Polit-Parade, 29. Juli, Innenstadt
CSD-Kundgebung, 29. Juli, Schlossplatz
CSD-Hocketse, 29. und 30. Juli, Markt- und Schillerplatz


#1 la_passanteAnonym
#2 tti3_allianceProfil
  • 05.02.2017, 09:30hWashington State
  • ... in Stuttgart zeigt man worauf es ankommt.

    Offener Dialog und mit einander sprechen, trotz unterschiedlicher Einstellungen, ist die Grundlage um gemeinsam mit einander zu leben.

    Respekt, Achtung und Toleranz trotz unterschiedlicher Meinungen, sollte in Deutschland Grundlage sein.
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#3 Tommy0607Profil
  • 05.02.2017, 10:19hEtzbach
  • Toleranz und Akzeptanz sowie gleiche Rechte und Pflichen für Minderheiten sollten für ALLE Menschen wichtig sein :
    Besonders im 3 . Jahrtausend .
    Und Rassismus, Homophobie, Unmenschlichkeit sowie Intoleranz sollte OUT sein !
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#4 Ketz-MannAnonym
  • 05.02.2017, 11:35h
  • Also wir weichen keinen Zentimeter zurück und kehren von der Forderung echter Akzeptanz nicht ab - wir benennen Missstände und Misstöne klar?

    Und gleichzeitig zeigen wir gaaanz viel Empathie für diejenigen, die damit (und somit mit uns) überhaupt nicht klarkommen? Haben gaaanz viel Verständnis für die Haltung Anderer, die uns weiterhin diskriminieren und auf dem Niveau von Menschen zweiter Klasse halten wollen?

    Kretsch- äh... Biedermann holt die Brandstifter immer mehr ins eigene Haus, und wir schließen uns dem groß- und offenherzig an, weil wir die Menschen, die uns verachten und klein halten wollen, ja trotzdem sooo doll liebhaben wollen?

    Wir wollen die abwertende Haltung Anderer verstehen und die Stichhaltigkeit unserer eigenen Forderung nach rechtlicher Gleichstellung auf den Prüfstand bringen?

    Das ist in der Tat ein Perspektivwechsel par excellence - und einer, mit dem ich mich absolut nicht solidarisch erklären kann.

    Nur weil der Wind von rechts viel rauher weht, sollen wir nun wie sanftmütige Kälblein unseren Schlächtern noch freudig entgegenrennen, damit's vielleicht nicht ganz so weh tut?

    Es WIRD wehtun. Und zwar umso mehr, je verständnisvoller wir nun plötzlich für diejenigen sein sollen, die es auf uns abgesehen haben. Denn die Rechnung wird nicht aufgehen.

    Arschkriecherei funktioniert nicht immer - und beim Kampf um rechtliche Gleichstellung und gesellschaftliche Akzeptanz erst recht nicht.
    Wenn man da hineinkriecht, wird es dunkel.

    Dunkle Zeiten brechen an im Ländle.
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#5 Patroklos
#6 SebiAnonym
  • 05.02.2017, 13:50h
  • Während anderswo religiöse Fundamentalisten und andere Fanatiker bekämpft werden, wird in Stuttgart etwas von angeblicher "Überkorrektheit" gefaselt.

    Dabei hat man doch oft genug gesehen, dass man rechten Spinnern nicht mal den kleinen Finger reichen darf, weil sie einem sonst die ganze Hand abhacken. Die Ewiggestrigen nutzen Signale der Versöhnung und des Dialogs nur für ihre Zwecke aus und um uns damit zu schaden.

    In Baden-Württemberg sind offenbar sogar die LGBTI erzkonservativ und meinen, sich den Rechten anbiedern zu müssen.
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#7 TheDadProfil
  • 05.02.2017, 14:04hHannover
  • Antwort auf #4 von Ketz-Mann
  • Ich denke besser kann man das kaum beschreiben..
    Danke dafür..

    Diese schon beinahe "Anbiederungs-Kultur" die hier zelebriert werden soll, ist die freiwillige Aufgabe einer aufgezwungenen Gegnerschaft, kommt einer Kapitulation gleich, denn die LGBTTIQ+ stehen nicht freiwillig am Rande der Gesellschaft..

    Um sich mit den "Argumenten" der Gleichstellungs-Gegner zu befassen, bedarf es keines "Perspektiv-Wechsels", der dann, das muß man hier zugeben wenn man ihn denn nachvollzöge, eigentlich automatisch dazu führen müßte, die eigene Position als die Richtige zu erkennen, denn es gibt keine Alternative zu einer Gleichstellung und Gleichberechtigung !

    Es kann hier auch kein "Zugehen" auf die Gleichstellungs-Gegner geben, denn jeder Zentimeter Preis gegebenen Boden bedeutete den Verzicht auf Rechte, die die Gegnerschaft wie selbstverständlich für sich reklamiert, und damit anderen Bürgern vorenthält..

    Wer so handelt beschädigt die Ziele der Community nachhaltig..
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#8 OrthogonalfrontAnonym
  • 05.02.2017, 14:04h
  • Schon wieder falsch verstandene Meinungsfreiheit. Es gibt keinen Grund mit jenen duskutieren zu wollen, die uns hassen. Seltsamerweise ist da aber der Wunsch bei einigen wenigen - dafür lautstarken - LGBTTIQs extrem stark ausgeprägt. Denke mal das liegt an einer gewissen "progressiven" Verstrahltheit, auch als extreme Naivität zu bezeichnen.
    Jedenfalls würde garantiert kein jüdischer Verein einer Gruppe Nazis erlauben, bei einem ihrer Treffen "gegensätzliche Positionen zum Judentum ergebnisoffen zu diskutieren" oder sonst einen "progressiven" Scheißdreck! Offensichtlich haben wir LGBTTIQs - ebenso eine NS-Opfergruppe - nicht umfassend gelernt, wie man mit Feinden die einen vernichten wollen umgehen MUSS!
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#9 TheDadProfil
  • 05.02.2017, 14:10hHannover
  • Antwort auf #5 von Patroklos
  • Welcher Post hier unangebracht ist, kann man lesen !

    Schon die Farben ausgesucht ?
    Schon den Aufnäher besorgt, oder die moderne Variante als Aufbügel-Ware ?

    Ständig liest Du hier nur Worte, aber die dahinterstehenden Aussagen kannst Du ganz offensichtlich nicht erfassen, die darin verborgenen Fakten nicht zu einem Gesamtbild deuten, und dann haust Du hier bestenfalls Kracher heraus, die den Status des Schenkelklopfers nie verlassen werden, weil ihr substanzloses Mitteilungsbedürfnis Teils noch weit unter de Niveau der BILD-Zeitung rangieren..
    Wie absurd..
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#10 FinnAnonym
  • 05.02.2017, 14:18h
  • Jaja, die Stuttgarter.

    Als da vor ein paar Jahren die ersten paar Ewiggestrigen anfingen, gegen die damals geplanten Bildungspläne zu demonstrieren, haben die schonmal die Gefahr dieser Leute unterschätzt und auf jeglichen Gegenprotest verzichtet.

    Die Konsequenz war, dass diese vom Hass zerfressenen Ewiggestrigen ihre Lügen unwidersprochen verbreiten konnten und viele das geglaubt haben. Dadurch sind die erst richtig stark geworden und zu einer bundesweiten Bewegung gegen GLBTI-Gleichstellung geworden, die mehrere tausend Leute mobilisiert.

    Ich muss nicht nur kotzen, wenn ich die Lügen und Hetze solcher Faschos höre, sondern noch viel mehr, wenn ich unterwürfige GLBTI höre, die meinen, man müsse "Verständnis" für sowas haben und "alle Menschen mitnehmen".

    Nein!

    Man kann und muss nicht alle Menschen mitnehmen. Genauso wie es immer Rassisten geben wird, wird es auch immer Homohasser geben.

    Mit solchen Leuten kann man nicht diskutieren und sollte das auch nicht, weil man sie sonst nur noch wichtiger macht, als sie eigentlich sind. Dann glauben weniger informierte Dritte am Ende noch, an den Lügen dieser Homohasser könnte irgendwas dran sein.
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