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Ursache unklar

Berlin: Drei Tote nach Brand in Schwulensauna

Das Feuer brach am Sonntagabend im Keller des ehemaligen "Apollo Splash Clubs" in Schöneberg aus.


Die Feuerwehr war mit rund 80 Kräften im Einsatz

Mit Updates am Ende des Artikels, zuletzt: Polizei geht nicht von Vorsatz aus (20h)

Bei einem Brand in dem Berliner Saunaclub "Steam Works" sind am Sonntagabend drei Menschen getötet und eine Person verletzt worden. Wie die Feuerwehr berichtet, sei um 22.30 Uhr ein Notruf eingegangen.

Zu dem Zeitpunkt hätten sich rund 30 Menschen in der Sauna für schwule Männer befunden, die bis vor kurzem unter dem Namen "Apollo Splash Club" bekannt war. Das Feuer sei im Keller ausgebrochen und inzwischen gelöscht.

Weder zur Brandursache noch zur Todesursache der Männer gab es in der Nacht zum Montag zunächst nähere Informationen. Der verletzte Mann sei mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht worden.


Die Sauna war im Januar unter neuem Namen neu eröffnet worden

Entgegen ersten Medienberichten schloss die Feuerwehr weitere Verletzte oder Tote aus. Alle Räume der Sauna in der Kurfürstenstraße Ecke Nürnberger Straße seien überprüft worden. Das Feuer griff nicht auf andere Bereiche des Hochhauses über, in dem sich unter anderem eine Seniorenresidenz befindet.

"Beim Eintreffen der Rettungskräfte standen bereits ca. 25 Personen auf der Straße und schilderten noch weitere Personen im stark verqualmten Clubbereich", so die Feuerwehr in einer Stellungnahme. "Eine eingeleitete Suche nach Vermissten gestaltete sich als sehr schwierig da der Saunaclub sehr verwinkelt und sich auf zwei Etagen verteilte. Zahlreiche kleine Zimmer mussten aufgebrochen und kontrolliert werden. Drei Personen konnten nur noch tot geborgen werden. " Lokale Medien hatten zudem berichtet, Einsatzkräfte der Feuerwehr hätten ein Stahlgitter eines Eingangstores aufsägen müssen, um an den Brandherd zu gelangen.

Direktlink | Bericht von hubber.me/B.Z.

Die Polizei hat die Ermittlungen übernommen. Die Sauna mit einer Fläche von rund 2.000 Quadratmetern war erst Anfang Januar nach monatelangen Umbaumaßnahmen unter dem neuen Namen eröffnet worden. Der "Apollo Splash Club" kann auf eine fast vierzigjährige Geschichte zurückblicken. (nb)

 Update  12h: Ermittlungen haben begonnen

Seit dem Morgen ermittelt ein Brandkommissariat des LKA zu dem tödlichsten Feuer in Berlin seit fast sechs Jahren; frühere Ermittlungen waren aufgrund der starken Rauchentwicklung nicht möglich. Laut Berichten der "Berliner Zeitung" und des rbb vermuten die Ermittler, dass eine Zwischendecke in Brand geraten sei, möglicherweise aufgrund eines technischen Defekts.

Twitter / Polizeihassel Der Polizeireporter vom "Tagesspiegel" postete am Morgen dieses Bild

Die Identität der drei Männer, die vermutlich an einer Rauchvergiftung starben, sei noch nicht geklärt, sagte ein Polizeisprecher. Ihre Leichen, die von der Feuerwehr offenbar nach und nach in den Kabinen der Sauna gefunden wurden, sind zur Obduktion an die Gerichtsmedizin übergeben worden. Bei dem schwer verletzen Mann, der mit einer Rauchvergiftung ins Krankenhaus kam, handle es sich um einen 48-Jährigen.

Sanitäter hatten vor Ort 15 weitere Menschen untersucht, die aber unverletzt blieben. Teils noch nur mit einem Handtuch bekleidet, waren sie neben der Pizzeria auch in einen Feuerwehrbus evakuiert worden. Die Feuerwehr war mit rund 80 Einsatzkräften vor Ort, zum Einsatz kamen zwei Wasserschläuche.

Während die selten aktualisierten Web- und Facebookseiten der Sauna noch nicht auf den Vorfall eingehen, hat die andere Schwulensauna Berlins, der von der "Steam Works" unabhängige Boiler in Kreuzberg, seinem Auftritt in dem sozialen Netzwerk inzwischen aus Solidarität einen schwarzen Trauerbalken verpasst.

 Update  20h: Polizei geht nicht von Vorsatz aus

In der "Abendschau" des rbb sagte ein Polizeisprecher, nach derzeitigen Ermittlungen gebe es "keine Anhaltspunkte für eine Vorsatztat". Zugleich prüfe man, ob Fahrlässigkeit vorliegen könnte.

Im nur schwach beleuchteten und verwinkelten Keller-Labyrinth habe der schwer abziehbare Rauch die Orientierung erschwert, sagte ein Feuerwehrsprecher. Laut "Berliner Zeitung" seien Notausgangsschilder kaum erkennbar gewesen; im Erdgeschoss sei eine Notausgangstür mit einem dicken Holzbalken blockiert und zudem abgeschlossen gewesen. Insgesamt sei nur ein Ausgang von sechs gesperrt gewesen, sagte allerdings ein Feuerwehrsprecher.

Womöglich hätten bereits wenige Atemzüge des Rauchs ausgereicht, um das Bewusstsein zu verlieren, so die Feuerwehr. Die drei Männer seien wohl durch den Rauch im Kellerlabyrinth, nicht nur das Feuer selbst ums Leben gekommen.

Zu dem Brand kam es den ersten Ermittlungen zufolge in einer abgehängten Zwischendecke mit Elekrokabeln. Der Brand habe rund 30 Quadratmeter betroffen und nicht die eigentliche Sauna umfasst. Die Ermittlungen dauern an. Die Identität der drei Toten ist noch nicht zweifelsfrei geklärt.



#1 Methonomy
  • 06.02.2017, 04:47h
  • Mein Beileid den Opfern und den Familien und Freunden der Verstorbenen. Mögen ihre Seelen Ruhe finden.
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#2 EHkaAnonym
  • 06.02.2017, 08:07h
  • Sehr traurig. Mein Beileid an die drei verstorbenen Männer.

    Erschreckend wie schnell es gehen kann. Deshalb soll man jeden Tag lieben und leben wie ob es der letzte ist!
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#3 herve64Profil
  • 06.02.2017, 09:17hMünchen
  • Erst mal etwas Grundsätzliches: Beileidsbekundungen richtet man an die Angehörigen der wie auch immer Verstorbenen, niemals aber an diese selbst.

    Weiß man schon Näheres über die Brandursache?
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#4 Eric LassardAnonym
  • 06.02.2017, 09:23h
  • Ich sehe es immer wieder mal in hetero als auch gaysaunen: da machen normale Gäste mal nen Aufguss wenn niemand schaut, mischen dann das Aufgussmittel nicht richtig oder kippen irgendwelche eigenen Duftkompositionen auf. Dabei kann bei den Temperaturen mal schnell eine Flamme entstehen die dann gerne auf das trockene Holz zugreifen und schon brennt die Bude.
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#5 Patroklos
  • 06.02.2017, 09:39h
  • Das ist eine sehr traurige Nachricht und mein aufrichtiges Beileid an die Angehörigen der drei Todesopfer! Hoffentlich wird die Brandursache schnell gefunden!
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#6 SwissyAnonym
  • 06.02.2017, 10:01h
  • Das tut mir extrem leid! Ich war immer gerne dort und nun so etwas.
    Was ich nie ganz verstand ist, dass man im Keller praktisch überall rauchen durfte, das war als Nichtraucher sehr störend. In den Kabinen hab ich auch keine Rauchmelder gesehen. Im Nachhinein betrachtet war der Keller eine richtige Falle. Ein langer verwinkelter Schlauch durch den man muss bevor man die einzige Treppe erreicht. Aber im Nachhinein ist man immer klüger.
    Mal schauen was die Untersuchungen bringen...
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#7 KhuiAnonym
  • 06.02.2017, 12:55h
  • Ich habe sofort an Rauchen gedacht. Schwule und Frauen rauchen wahnsinnig. In anderen Ländern (z.B. Frankreich) gibt es bestimmte kleine getrennte Räume für die Raucher.
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#8 LinusAnonym
  • 06.02.2017, 15:26h
  • Schlimm!

    Drei Menschen, die fehlen werden.

    Mein Beileid auch allen Angehörigen und Freunden der Opfer.
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#9 Warning505Anonym
  • 06.02.2017, 17:30h
  • Achtung: Es koennte auch ein Brandanschlag mit
    homophoben Tatmotiv sein!

    Schwule Maenner gehoeren zu einer besonders gefaehrdeten Personengruppe bezueglich Gefahr durch Terroranschlaege!

    Aus Insider-Kreisen, kenne ich die Gefahr.

    Es muss unbedingt auch in diese Richtung ermittelt
    werden, auch von unabhaengigen Ermittlern aus
    der Schwulenszene selbst.
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#10 JarJarProfil
  • 06.02.2017, 17:39hKiel
  • Antwort auf #9 von Warning505
  • Achtung! Man sollte keine Mutmaßungen anstellen und sofort von einem Anschlag ausgehen, die Polizei wird schon ermitteln was es war und da sind in die Welt gesetzte Gerüchte kontraproduktiv...
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