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Apple-Chef

Tim Cook erhält "Free Speech"-Preis

Der offen schwule Apple-Chef wird für sein gesellschaftliches Engagement geehrt, darunter auch für seinen Einsatz für LGBTI-Rechte. Außerdem erhält der 56-Jährige einen Ehrendoktortitel.


Tim Cook ist seit 2011 Chef des Technologiekonzerns Apple (Bild: Screenshot CNBC)

Tim Cook, der Vorstandsvorsitzende des amerikanischen Konzerns Apple, erhält den jährlich vom Washingtoner Journalismus-Museum vergebenen "Free Expression Award" 2017 in der Kategorie "freie Meinungsäußerung". Das gab das sogenannte Newseum vergangene Woche bekannt. Cook werde ausgezeichnet, weil er sich bei "großen gesellschaftlichen Themen" engagiert habe, darunter im Kampf "gegen Rassismus, für Privatsphäre, für den Umweltschutz, für Zugang zu Bildung und für LGBT-Rechte". Der 56-Jährige wird den Preis bei einer Veranstaltung am 18. April im Newseum persönlich entgegennehmen.

Cook hatte 2011 den Posten des Vorstandsvorsitzenden von Apple von Steve Jobs übernommen. Er führte den LGBTI-freundlichen Unternehmenskurs seines Vorgängers fort. Apple konnte bereits seit Jahren beim Corporate Equality Index der LGBT-Organisation Human Rights Campaign 100 Prozent erzielen. 2014 outete sich Cook offiziell als schwul und beendete damit Spekulationen über seine sexuelle Orientierung (queer.de berichtete).

Der "Free Expression Award" wird in insgesamt fünf Kategorien vergeben. Mit dem Preis für die Lebensleistung wird der Bürgerrechtler und demokratische Kongressabgeordnete John Lewis ausgezeichnet, den Preis für Religionsfreiheit erhält die Anwältin Kristina Arriaga de Bucholz. Außerdem wird die Journalistin Martha Raddatz in der Kategorie "freie Presse" geehrt. "Playboy"-Gründer Hugh Hefner erhält gemeinsam mit seiner Tochter Christie Hefner den Preis für Kunst und Unterhaltung.

Cook erhält auch Ehrendoktorwürde in Schottland

Am Mittwoch wird Cook außerdem von der University of Glasgow geehrt. Die schottische Hochschule würdigt die Leistungen des Apple-Chefs mit einem "Honorary Degree". Zu den Leistungen zählt sie technische Innovationen wie das iPhone 7 oder die Apple Watch, den Einsatz, die Apple-Fabriken zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien zu betreiben, und das Engagement Cooks für Hilfsorganisationen. (dk)

Twitter / UofGlasgow



#1 SebiAnonym
  • 06.02.2017, 15:56h
  • Und wieso hat Apple in manchen Staaten (darunter auch Deutschland; wir reden hier nicht nur über Staaten, wo Homosexualität illegal ist) ein lesbisches Paar aus einem Werbespot rausgeschnitten? (queer.de berichtete)

    Mal zum Vergleich:
    im aktuellen Super-Bowl-Werbespot von Google wird mehrere Sekunden eine Regenbogenflagge gezeigt. Und vor einiger Zeit hat Google (auch in Deutschland) für seine Sprachsuche u.a. mit "Was ist eine Regenbogenfamilie" inkl. Erklärung und passenden Bildern geworben.

    Oder es sei auch nur mal daran erinnert, was Apple schon alles in seinem Appstore, Bookstore, etc. zensiert hat, weil sich manche Leute über "Werbung für LGBTI-Belange" beschwert hatten.

    Apple hat ein sehr homofreundliches Image, das aber an der Realität oft genug scheitert. Da hätten andere die Auszeichnung mehr verdient...
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#2 FinnAnonym
#3 Carsten ACAnonym
  • 07.02.2017, 12:09h
  • Antwort auf #2 von Finn
  • Genau!

    Es reicht nicht, nur von Vielfalt und Homorechten zu reden, sondern man muss auch entsprechend handeln.

    Dass Apple das lesbische Paar aus seinem Werbespot geschnitten hat, werde ich denen so schnell nicht verzeihen. Die haben wohl Angst vor der eigenen Courage bekommen.
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#4 Patroklos
  • 07.02.2017, 12:45h
  • Herzlichen Glückwunsch zu den Auszeichnungen; Tim Cook ist ein verdienter Preisträger!
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#5 TheDadProfil
  • 07.02.2017, 18:46hHannover
  • Antwort auf #1 von Sebi
  • Apple mit Google vergleichen zu wollen ist eine mühsame Übung..

    Über 100 Firmen der USA haben sich gerade gegen die Einreisesperre von Trump gewendet, weil Mitarbeiter davon ebenso betroffen sind..

    Unter anderem IBM, Google, Apple, Microsoft, UBER..

    Auch das ist Diversity..

    Wie Apple sich gegenüber den eigenen Mitarbeitern verhält ist dort dann auch wichtiger, als wie sie sich "Öffentlichkeits-Wirksam" positionieren, und in Szene setzen..
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#6 Patroklos