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Zwölfte Staffel beginnt am Donnerstag

Zwei Trans-Kandidatinnen bei Germany's Next Topmodel

In der neuen Staffel des Heidi-Klum-Modelcastings sind zwei Transfrauen im Rennen. Auch in der britischen Version der Show gibt es eine transsexuelle Kandidatin.


Giuliana und Melina wollen in die Fußstapfel von Heidi Klum treten, die 1992 ebenfalls durch eine Modelshow den Weg ins Scheinwerferlicht fand (Bild: Pro Sieben / Martin Bauendahl)

Ab Donnerstag werden im Privatsender Pro Sieben 50 angehende Models in der zwölften Staffel von "Germany's Next Topmodel" um die Gunst der Juroren Heidi Klum, Thomas Hayo und Michael Michalsky werben. Unter den Bewerberinnen der Realityshow befinden sich dieses Jahr nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung mit der 20-jährigen Giuliana Radermacher und der 19-jährigen Melina Budde auch zwei Transfrauen.

Gegenüber der Boulevardzeitung erklärte Giulia, dass sie bereits eine Geschlechtsanpassung hinter sich habe. "Für diese Veränderung habe ich mich entschieden, weil ich nicht weiterhin darunter leiden wollte", sagte die 20-Jährige. Sie habe bereits als Kind gemerkt, "dass irgendwas mit mir nicht stimmt", so Giulia. "Als ich im Kindergarten war, habe ich oft mit den Mädchen gespielt und hatte Barbies. Zudem habe ich lieber Mädels-Klamotten angezogen. Mit sieben oder acht Jahren habe ich meiner Mutter gesagt, dass ich doch lieber ein Mädchen sein möchte."

Melina sagte, sie wolle mit ihrer Teilnahme gegen Vorurteile ankämpfen: "Ich bin hier, um zu zeigen, dass Klischees überbewertet sind. Und dass der erste Eindruck oft täuscht …"


Der Unterföhriger Privatsender hat die Premiere der Topmodel-Show offensiv programmiert: Gleichzeitig läuft im Ersten der Vorentscheid zum Eurovision Song Contest. Bild: Pro Sieben / Richard Hübner

Bereits vor drei Jahren hatte mit Pari eine transsexuelle Frau an der Realityshow teilgenommen. Sie schied allerdings bereits in Folge drei aus.

Juror Michael Michalsky begrüßte die Teilnahme der transsexuellen Kandidatinnen: "Für mich ist das alles ganz normal. Es zählt der Mensch – nicht das Geschlecht!"

Talulah-Eve will Britanniens Topmodel werden

Auch in der britischen Version der Show nimmt dieses Jahr eine Trans-Frau teil: Die 22-jährige Talulah-Eve ist erste transsexuelle Kandidatin von "Britain's Next Top Model". Sie ist eine von zwölf Bewerberinnen, die im britischen Entertainment-Kanal Lifetime ab Mitte März um einen Modelvertrag kämpfen werden. Sie hatte bereits zuvor den Titel "Miss Transgender Birmingham" gewonnen.


Talulah-Eve ist die erste Transkandidatin bei "Britain's Next Top Model". Bild: Lifetime

Talulah-Eve hatte sich bereits als Trans-Aktivistin einen Namen gemacht und für Schlagzeilen gesorgt, als sie 2015 erzählte, dass sie ihr Sperma einfrieren wolle, um nach ihrer Geschlechtsanpassung Vater eines Kindes werden zu können. Außerdem berichtete sie darüber, wie sie mehrfach wegen ihrer Transsexualität bedroht worden sei. "Wenn ich bei jedem Vorfall Anzeige erstattet hätte, wäre ich jeden Tag im Gerichtsgebäude", sagte sie damals.

Eine Transfrau konnte den Wettbewerb in Europa bereits einmal gewinnen: 2015 setzte sich die damals 20-jährige Frisörin Loiza Lamers bei "Holland's Next Top Model" durch (queer.de berichtete). (dk)

Sendetermin

Germany's Next Topmodel, Ab Donnerstag (9.2.), 20.15 Uhr bei Pro Sieben, danach wöchentlich.


#1 tti3_allianceProfil
  • 08.02.2017, 11:35hWashington State
  • ... zu einem ist es positiv wenn tv Sender Menschen die den tti Bereichen zu zuordnen sind, sowie auch nicht-binäre mit einbezieht.

    Es ist aber mehr als unerträglich, dass die deutschen Medien ob öffentlich rechtlich oder privat, über die 'Verbrechen gegen die Menschlichkeit' die in Deutschland begangen werden nicht berichten.

    Der 2016er UN Aufklärungsfilm zu Schutz vor Intersex Genitalverstümmelungen, wurde genauso wenig in Deutschland ausgestrahlt.

    Die tagesschau hat sich diese Woche als Staatsnachrichtensender geoutet, und berichtet dass Genitalverstümmelungen strafrechtlich verboten sind. Dass ist aber nicht die volle Wahrheit, denn das gilt nicht für jedes Kind in unserem Land.

    transallianceproject.wordpress.com/2017/02/07/staatsnachrich
    ten-tagesschau/
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#2 seb1983
#3 PseudotoleranzAnonym
  • 08.02.2017, 17:07h
  • Was ist an einer Sendung divers die nur Kandidatinnen weiblichen Gedchlechts ( ob bio oder Trans) erlaubt, Jungs aber nicht?
    Es gibt ja auch männliche Models...Mode ist kein Privileg fürs weibliche Geschlecht.
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#4 ursus
  • 08.02.2017, 17:38h
  • "Es zählt der Mensch nicht das Geschlecht!"

    in dieser sendung gibt es nur weibliche kandidatinnen. es geht also sehr eindeutig um das geschlecht. diese aussage, die auf die anderen frauen bezogen natürlich völlig absurd gewirkt hätte, unterstellt, dass transfrauen wohl doch "eigentlich" ein anderes geschlecht hätten als die anderen frauen.

    aber den frauen, die da mitmachen, trans oder cis, dürfte wohl eh klar sein, dass sie sich nicht in eine show begeben, in der es um menschlichkeit, respekt und charakter geht, insofern kommt es auf ein bisschen transphobie zusätzlich zu sexismus und social porn auch kaum noch an...
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#5 seb1983
  • 08.02.2017, 18:04h
  • Antwort auf #3 von Pseudotoleranz
  • Wie kann man auch noch bedauern dass Männer bei diesem Dreck ausgeschlossen sind..

    Ich hab eine viel bessere Lösung: Dieses Format, das ohnehin nur mit jungen Menschen und deren Träumen spielt und sie vorführt verschwindet einfach komplett in der Versenkung.
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#6 Patroklos
  • 08.02.2017, 22:15h
  • Antwort auf #5 von seb1983
  • Ich bin auch dafür, daß diese Castingshow endlich aus dem Programm genommen wird! Das einzige, wofür dieses Format bestens geeignet ist: es war Sammelbecken für die RTL-Sendung "Ich bin ein Star holt mich hier raus!"
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#7 andreAnonym
#8 LottyAnonym
  • 08.02.2017, 22:38h
  • Mal ganz ehrlich, was erwarten wir Frauen mit transsexueller Vergangenheit eigentlich von der Öffentlichkeit, wenn selbst die sogenannte Community, die vorgibt uns zu vertreten, unser Geschlecht in Abrede stellt und uns als Transfrauen bezeichnet. Ich finde es gelinde gesagt ziemlich traurig und es beweist das wir von einer LSBT*Q-Community nicht zu erwarten haben.

    Diese LSBT*Q-Community besitzt keinerlei Befugnis in unserem Namen, im Namen der Frauen und im Namen der Männer mit transsexuellem Hintergrund oder mit einer transsexueller Vergangenheit zu sprechen.

    Wir sind Frauen bzw Männer wie alle andern Frauen bzw Männer auch, und bitte ohne diese Trans*-Stigmatisierung!
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#9 nakai
  • 09.02.2017, 01:15h
  • Antwort auf #8 von Lotty
  • Solidarität und Verständnis erwarten ist aber etwas anderes als unrealistische Wolkenkuckucksheim-Forderungen, oder? Natürlich sind Transfrauen anders, und das ist doch auch gut und okay so! Und zwar nicht nur in biologischer Hinsicht: ein un- oder umoperierter Penis ist halt nun mal ebenso wenig eine Vagina wie XY-Chromosomen XX sind etc.). Sondern auch bezüglich der ganzen Sozialisierung, Lebenserfahrung, etc.: Du erwähnst ja selber die Transitionserfahrung, die Cis-Frauen nun mal nicht haben. Das kann man doch nicht mal eben vergessen, verleugnen, so tun, als ob all diese einschneidenden Erfahrungen, die Zweifel, die Angst, die Freude, das alles nicht passiert und gewesen wäre.
    Lass uns doch solche Unterschiede und solche Vielheit feiern, statt aus Angst vor Andersartigkeit komplett unrealistische "es gibt ncht die geringsten Unterschiede"-Märchen zu erzählen! Meiner
    Meinung nach macht sich der Trans*-Aktivismus mit solchen Märchen nicht nur keine Freunde bei all jenen, bei denen um Toleranz und Akzeptanz geworben wird, sondern ist auch alles andere als gesund für Trans*-Personen selber.

    Und wenn du schon so tun willst, als gäbe es keine Unterschiede, dann doch bitte auch in dieser Hinsicht: Wer, wie die im Artikel Portraitierten, das "Spielen mit Barbiepuppen" und die Teilnahme an Magermodel-Beautyshows für Beweise und Highlights ultimativer Weiblichkeit hält, fördert keine Toleranz sondern sexistische Kackscheiße.
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#10 LottyAnonym
  • 09.02.2017, 01:45h
  • Antwort auf #9 von nakai
  • Also zum ersten bin ich keine Trans*Aktivistin, Trans* ist eine Bezeichnung für Menschen mit einer Gender-Thematik.

    Dann möchte ich dich einmal aufklären was Transsexualität - Neurogenitales Syndrom (NGS) eigentlich ist. Hierbei handelt es sich um Männer und Frauen die mit gegengeschlechtlichem Körper geboren wurden. Ein kleiner Fehler in der Uhrkeimzelle und schon hast du dieses Problem am Hals.

    Transsexualität ist also eine angeborene Anomalie bei der das im neuronalem Geflecht verankerte Geschlecht nicht mit den körperlichen Merkmalen überein stimmt.

    Ich finde es ziemlich unerhört von dir dich derart herablassend über Menschen mit dieser Art von Geburtsfehler zu äußern. Darf ich dich einmal frage ob du dich über Menschen, die andere Geburtsabweichungen haben, auch in einer derart diskriminierenden Weise äußerst oder ob du einfach nicht wusstest was originäre Transsexualität (NGS) ist.
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