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Kollegah und Farid Bang von Hessentag ausgeladen

LSVD begrüßt Absage eines Konzertes von homophoben Deutsch-Rappern

Die Stadt Rüsselsheim will nun doch nicht die Rapper Kollegah und Farid Bang auf dem Hessentag sehen.


Kollegah bei der Vereihung des Webvideopreises 2014 in Düsseldorf (Bild: Webvideopreis Deutschland / flickr)

Der Lesben- und Schwulenverband Hessen hat am Mittwoch begrüßt, dass die Stadt Rüsselsheim die für Juni geplante Rap-Nacht beim diesjährigen Hessentag abgesagt hat, um den Auftritt der Deutsch-Rapper Kollegah und Farid Bang zu verhindern. Den Künstlern werden homophobe, frauenfeindliche und gewaltverherrlichende Texte vorgeworfen – der Zentralrat der Juden beklagte zudem Antisemitismus bei Kollegah.

Die Stadt hatte den Auftritt im vergangenen November genehmigt, sah sich aber seither scharfen Protesten ausgesetzt. Rüsselsheims Oberbürgermeister Patrick Burghardt (CDU) empfahl daraufhin den Rückzieher. Die entsprechende Entscheidung in der Stadtverordnetenversammlung fiel vergangene Woche mit 18 zu 17 Stimmen äußerst knapp aus. Der OB möchte Kollegah allerdings trotzdem einladen, aber lediglich zu einer Diskussionveranstaltung. Mit der kompletten Absage der Rap-Nacht fallen auch die geplanten Auftritte anderer Rapper wie Eko Fresh aus.

Der LSVD hatte in einem Offenen Brief (PDF) die Stadtverordneten informiert, dass die beiden Künstler "in ihren Stücken gegen Frauen, Schwule und Menschen hetzen, die nicht der heteronormativen Mehrheitsgesellschaft entsprechen".

"Ich schlag dir deine große Schnauze ein"

In den vergangenen Jahren gab es bereits mehrfach Beschwerden über die Texte von Kollegah und Farid Bang. So indizierte die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien 2014 das Album "Jung, Brutal, Gutaussehend 2" (PDF), das zuvor in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf Platz eins der Charts gestanden hatte.

Für die Behörde seien die "die extrem homosexuellenfeindlichen Äußerungen (…) sozialethisch nicht mehr vertretbar". Auf diesem Album rappen die Interpreten unter anderem: "Ich schlag dir deine große Schnauze ein / Ich hab gehört du drehst ein Film – Brokeback Mountain 2" oder attestieren Schwulen: "Ihr seid wie Schotten. Männner, die die Hosen nicht anhaben". (dk)



#1 LollipopAnonym
  • 08.02.2017, 14:28h
  • Es gibt übrigens auch Rapper, die nicht homophob und sexistisch sind. Warum man ausgerechnet diese Spaten einlädt, ist mir schleierhaft.
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#2 MarekAnonym
  • 08.02.2017, 15:27h
  • Richtig so!

    Homohass hat auf Bühnen genauso wenig zu suchen wie Rassismus und Sexismus.

    Man lässt doch auch keine Nazi-Bands auftreten.
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#3 Homonklin44Profil
  • 08.02.2017, 19:33hTauroa Point
  • Wahrscheinlich können wir dem Zentralrat der Juden ein herzliches Dankeschön sagen, denn wenn von da Kritik ausgeht, zieht es sich durch bis dahin, wo es empfindlich wird.

    Markige Sprüche und grenzwertige Phrasen sind beim Rap zwar beliebt, aber jeder Stuhl muss nun wirklich nicht durch den Mund brechen. Gegen den gerontophilen Kram ( fickt eure Mütter ect. ) hat ja noch keiner viel, solange Daddy nix dagegen hat. Bei so viel gerappter Agressivität wundert einen allerdings schon mal, ob die im Sandkasten hin und wieder eingebuddelte Katzenhaufen mitgegessen haben, oder woher das rührt.

    Hätten mal besser die eingeladen:

    ticktickboom.bandcamp.com/

    ;o)))
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#4 Patroklos
#5 Miguel53deProfil
  • 09.02.2017, 00:34hOttawa
  • Antwort auf #2 von Marek
  • Genau. Schon Berti Vogts hat damals gesagt: "Hass und Gewalt haben im Stadion nichts verloren. So etwas traget man daheim im Wohnzimmer aus."

    Kleiner Scherz, angesichts solcher Meldungen.

    Man kennt diese Schwachkoepfe - und laedt sie doch ein. Da kann man nur mit dem Kopf schuetteln.
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#6 AbcdAnonym
  • 09.02.2017, 09:06h
  • Ich glaube bei der Schottenline, die oben genannt wurde, sollte darauf angespielt werden, dass die angesprochene Person ein "Pantoffelheld" sein soll.

    Dementsprechend hat das nichts mit der Sexualität zu tun.

    zB:"Sieht so aus als hätte deine Freundin in der Beziehung die Hosen an."
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#7 RobinAnonym
  • 09.02.2017, 11:06h
  • Antwort auf #3 von Homonklin44
  • Ja, Homohass hat noch nie dafür gesorgt, dass in Deutschland etwas verboten wird. Siehe die Einladungen von homophobem Reggae-Sängern & Co.

    Ich bin dankbar, dass der Zentralrat der Juden sich für diese Verbote eingesetzt hat und gerade auch die homophobe Haltung dieser Hass-Sänger angeprangert hat.

    Es ist zwar traurig, dass wir nicht dasselbe Gewicht in Politik und Gesellschaft haben, aber gut, dass wenigstens der Zentralrat der Juden auch Homophobie anprangert. Danke!
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#8 Michi123Anonym
  • 09.02.2017, 11:10h
  • Das ist Kunst. Ja genau einfach nur Kunst. Ihr habt da alle kein Plan und beurteilt das. Es würde mir nie in den Sinn kommen über Schlager, Klassik usw. Zu äußern....Warum? Weil ich mich da nicht auskenn...
    Schade das Sie nicht auftreten....
    Egal kauft JBG3
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#9 BioradiatorProfil
  • 09.02.2017, 13:09hBerlin
  • Antwort auf #8 von Michi123
  • "Ihr habt da alle kein Plan ..."

    Dann erleuchte uns doch bitte!

    Niedlich, dass Du der Ansicht bist, es bedürfe erweiterter intellektueller Fähigkeiten, um das musikalisch Pendant des Geschmieres Pubertierender auf Wänden öffentlicher Bedürfnisanstalten zu erfassen.
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#10 Ihr uebertreibtAnonym
  • 09.02.2017, 17:35h
  • Ich find Kollegah ist ein guter Rapper und ihn gleich ne Absage zu geben ist übertrieben.
    Ich glaube nicht das jemand der so berühmt ist wie er öffentlich gegen Schwule hetzen würde.
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