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Gauck-Nachfolge

Olivia Jones: "Ich wäre gerne Bundespräsidentin"

In einem Interview verrät die Dragqueen ehrgeizige Pläne. Als Mitglied der Bundesversammlung will sie am Sonntag jedoch Frank-Walter Steinmeier wählen – im Fummel.


Bei der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises erschien Olivia Jones in Grün – für die Bundesversammlung am Sonntag tendiert sie zu Türkis und Orange (Bild: Michael Schilling / wikipedia)

Die Hamburger Dragqueen Olivia Jones wäre in fünf Jahren gerne Bundespräsidentin. "Das Amt würde wunderbar zu mir passen", sagte die 47-Jährige in einem Interview mit der "Saarbrücker Zeitung". "Ich reise gerne, und habe als St.-Pauli-Wirtin und Fremdenführerin viel Erfahrung darin, zu repräsentieren und Menschen aus aller Welt zu empfangen. Mit mir würde es nicht langweilig werden."

Die Travestiekünstlerin, die mit bürgerlichem Namen Oliver Knöbel heißt, ist auf Initiative der niedersächsischen Grünen als erste Dragqueen Mitglied der Bundesversammlung, die am Sonntag den Nachfolger von Joachim Gauck wählt (queer.de berichtete). Ihre Stimme will sie dem SPD-Politiker und ehemaligen Außenminister Frank-Walter Steinmeier geben: "Ich schätze an ihm, dass er ein ruhiger und bedachter Mensch ist. Zurzeit also genau der Richtige." Sie erwarte, "dass er sich für eine offene und vielfältige Gesellschaft einsetzt".

Im Fummel ein Zeichen setzen

"Selbstverständlich" werde sie im Fummel in die Bundesversammlung kommen, erklärte Jones in dem Gespräch mit der "Saarbrücker Zeitung". Am genauen Outfit feile sie noch: "Auf jeden Fall nichts Schwarzes oder Graues. Ich tendiere zu Türkis und Orange." Allein mit ihrer Anwesenheit und ihrem Aussehen setze sie ein Zeichen, so die Dragqueen: "Es war an der Zeit, dass jemand wie ich den Bundespräsidenten mitwählen darf. Die Bundesversammlung ist augenscheinlich offener und toleranter geworden."

Für ihre eigene Kandidatur habe sie nun fünf Jahre Vorbereitungszeit, meinte Jones. Erfahrung bei Wahlen hat sie bereits gesammelt: 2004 trat sie bei der Bürgerschaftswahl in Hamburg an und konnte mit 0,5 Prozent der Stimmen einen Achtungserfolg erzielen. Sie kam damals noch vor der Schill-Partei und der NPD ins Ziel (queer.de berichtete). (cw)



#1 OrthogonalfrontAnonym
  • 09.02.2017, 07:55h
  • Grün ist die Farbe des Propheten des Islam, Liebes. ;-)
    Aber in Türkis würd ich dich wählen! :-D
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#2 Patroklos
#3 buversAnonym
#4 stromboliProfil
  • 09.02.2017, 09:24hberlin
  • Antwort auf #3 von buvers
  • schade, ich wollte mich selbst aufstellen lassen (allein schon wegen den diäten der rente und den freien flügen rund um die welt...) und mit dem hamelner klos hätt ich eine stimme sicher gehabt.
    Der hat mir schon früher rote stimmen zugestanden...
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#5 LaurentProfil
  • 09.02.2017, 10:04hMetropolregion Rhein-Neckar
  • Inwieweit man da "im Fummel ein (richtiges) Zeichen setzen" kann, ist mir ein Rätsel, zumal es sich bei der Bundesversammlung um ein Verfassungsorgan handelt. Etwas mehr Würde und Seriosität wäre da durchaus angebracht.
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#6 tti3_alliance
  • 09.02.2017, 10:13h
  • ... es wäre wünschenswert, wenn der gweählte Kandidat und zukünftige Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland

    am 16.02.2017 im BMFSFJ

    zum 3. und letzten Fachaustausch Transsexualität, Transident erscheinen würde.
    Bei der Vertreter der tti Bereiche, sowie nicht binärer-Menschen anwesend sein werden.

    'Unsere' Bitte an das Bundespräsidalamt auf Teile und eine öffentliche Bekundung, zu Gunsten unserer Minderheiten ist im letzten Jahrzehnt nicht erfolgt.

    Daher muss ganz offen die Frage gestattet sein, wie steht man in Bundespräsidialamt zu:

    I. Intersex Genitalverstümmelungen / Intersex Genital Mutilation (IGM), die bis heute in Deutschland nicht verboten sind.
    Zu Zeiten des Preussischen Landrechts (Preußen, Weimarer Republik) gab es so etwas nicht.

    II. TSG Begutachtung - Aktuell werden deutsche Staatsbürger dazu nötig ~1.500-2.400 Anzahlung bei Gerichten dafür zu leisten, um sich begutachten zu lassen, für psychisch krank erklären zu lassen, um das Recht zu erhalten einen Personalausweis beantragen zu können. Dieses kann bis zu 8.000 kosten.

    Berichterstattungen der letzten zeigen auf, dass neben dem Berliner Terrorist mit ~14 Identitäten, und vielen weitere Menschen, die Grundwerte unseres Landes nicht achten und finanziell noch mit tausenden von Euros überschüttet werden.

    III. Dass medizinische Leistungen, Anpassungsmassnahmen (ICD Transsexualität), oftmals nicht oder nur nach jahrelangem Rechtsstreit von den Krankenkassen finanziert werden.

    Selbstverstümmelungen, Selbstmordversuche und finale Suizide sollen weder statisch erfasst, noch strafrechtlich aufgeklärt werden.

    Selbst die Aufforderung eines Vertreters der Techniker Krankenkasse, in einem Münster'aner Gerichtssaal (06-2016), hat bis heute nicht dazu geführt, dass die Justizbehörden der nordwestlichen Bundesländer die Geschäftsräume in der Zentrale in Hamburg Bramfeld und den entsprechenden Niederlassungen durchsucht wurden.
    Die Aufforderung auf 'Ausbürgerung' hat bis heute keine Konsequenzen.

    transallianceproject.wordpress.com/2017/02/08/tk-sozialwahl-
    2017-boykottieren/



    IV. Das es nicht-binäre Menschen gibt, wird weiterhin offen versucht zu unterbinden.
    Den tti Bereichen sind Männer, Frauen und nicht-binäre zuordbar, genauso wie es nicht-binäre Frauen und Männer gibt (Heterosexuell, Bi-sexuell, A-sexuell...).

    Die jahrzehntelangen Forderungen nach selbstbestimmter alternativer Geschlechtseintrag wird verhindert, um scheinbar die Rassenideologie der NSDAP hoch zu halten.

    Selbst das Gesetz zu geschlechtsneutralen Eintragung von Neugeborenen von 2014, wurde in den Ausführungsbestimmungen so 'manipuliert', dass später eine Zuordnung gefordert wird. Werden daher IGM Maßnahmen (Kinder 'Kastrationen') weiterhin in Deutschland durchgeführt und Aufklärungsfilme u.a. der Vereinten Nationen in den Medien unterdrückt.

    .

    'Wir' erwarten vom zukünftigen Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland ein öffentliches Bekenntnis, entsprechend der Grundrechte Charta Art 21 (Geschlecht), die sich auch die Bevölkerung und den Deutschen Bundestag richtet.

    Beenden Sie die 'Verbrechen gegen die Menschlichkeit' und rufen Sie dazu auf Babys, Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu schützen und Ihnen ihre Rechte und medizinische Versorgung zu zugestehen, und IGM zu verbieten.

    .

    Jedes Geschlecht verdient Respekt

    transallianceproject.files.wordpress.com/2016/07/aufkleber_2
    __jedes_geschlecht_verdient_respekt__every-gender_deserves_r
    especpt__74x44_v1-14.jpg
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#7 TheDadProfil
  • 09.02.2017, 11:02hHannover
  • Antwort auf #5 von Laurent
  • ""Etwas mehr Würde und Seriosität wäre da durchaus angebracht.""..

    Ein Fummel ist also Würdelos und Unseriös ?

    Kuck an..

    ""Inwieweit man da "im Fummel ein (richtiges) Zeichen setzen" kann, ist mir ein Rätsel""..

    SICHTBARKEIT von Queeren Menschen !
    Ist eigentlich recht einfach zu verstehen..
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#8 RobinAnonym
  • 09.02.2017, 11:02h
  • "Als Mitglied der Bundesversammlung will sie am Sonntag jedoch Frank-Walter Steinmeier wählen"

    Schön das tun, was von einem erwartet wird und wofür man nominiert wurde.

    Wen interessiert da schon, dass Frank-Walter Steinmeier eine der treibenden Kräfte war, der die Gleichstellung in den Koalitionsverhandlungen geopfert hat?!

    Wen interessiert, dass Frank-Walter Steinmeier als Außenminister zig Rüstungsdeals (und Überwachungstechnik) in Barbarenstaaten angeleiert hat, wo jetzt Menschen mit deutschen Waffen getötet werden und Dissidenten überwacht werden?!

    Wen interessiert, dass Frank-Walter Steinmeier damals in der Ära Schröder ganz maßgeblich daran mitgearbeitet hat, dass die Ärmsten noch ärmer werden, damit die Reichen ihre Steuern noch kleiner rechnen können und noch reicher werden?!

    Wen interessiert, dass Frank-Walter Steinmeier ebebnfalls in der Ära Schröder massiv mitgeholfen hat, Heuschrecken-Investoren ins Land zu holen, was für steigende Mieten, marode Wohnungen, etc. mitverantwortlich ist?!

    Etc. etc. etc.

    Das alles mag viele Leute ärgern - Olivia Jones lässt das offenbar kalt. Sie ist wohl auch eine der Profiteurinnen dieser Politik.

    Ich hatte mal große Achtung für Olivia Jones wegen ihres Engagements für gute Dinge - von Peta bis zu ihrem Mumm bei rechten Veranstaltungen, etc.

    Aber wie kann ich noch Respekt für sie haben, wenn sie brav für andere Männchen macht und über so viele Dinge, die die SPD und gerade Steinmeier auf dem Kerbholz haben, hinwegsieht?!
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#9 LinusAnonym
  • 09.02.2017, 11:18h
  • Antwort auf #8 von Robin
  • Tja, manche haben eben genug Rückgrat, um solche Menschen nicht auch noch zum Präsidenten zu wählen. Anderen fehlt dieses Rückgrat. Oder sie ist schon so sehr Bestandteil und Nutznießerin des Establishment, dass sie all diese Dinge gar nicht mehr mitbekommt oder nicht mitbekommen will.

    Ich finde es eh sonderbar, warum manche Menschen offenbar mehr wert sind als andere und über das kommende Staatsoberhaupt mitentscheiden dürfen, andere aber nicht. Entweder lässt man nur das gewählte Parlament abstimmen oder alle Bürger. Aber nur manche Bürger (und natürlich nur Promis, Reiche, etc.) abstimmen zu lassen und andere nicht, ist undemokratisch.

    Aber diese ganze Wahl ist ja eh eine Farce, weil es keine Wahl ist, sondern nur die Bestätigung eines vorher ausgekungelten Kandidaten. So lief das auch in der DDR und in jedem anderen dikatorischen Regime ist es genauso.

    Und da wundert sich noch jemand, dass das Vertrauen in die Politik immer weiter sinkt und radikalere Kräfte immer stärker werden...
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#10 JustusAnonym
  • 09.02.2017, 11:23h
  • Olivia Jones darf jetzt also ein wenig Exotik in die Zentralrats-, verzeihung ich meinte Bundespräsidenten-Wahl, bringen und Steinmeier das Gefühl geben, er sei auch der Präsident der Lesben, Schwulen, Bi-, Trans- und Intersexuellen.

    Fürs Marketing und um von der Führung bestimmte Kandidaten durchzuwinken, sind wir gut genug. Und Olivia Jones lässt sich dafür missbrauchen.

    Pfui.
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