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Bisexueller Bösewicht

Robert Engel kehrt erneut in die "Lindenstraße" zurück

1990 erhielten die Schauspieler Martin Armknecht und Georg Uecker Morddrohungen, weil sie sich in der ARD-Vorabendserie küssten.


Martin Armknecht als Robert Engel: Was führt der Ex-Drogendealer, Romanautor und Pharmavertreter diesmal im Schilde? (Bild: WDR / Steven Mahner)
  • 10. Februar 2017, 15:21h, noch kein Kommentar

Das Leben in der "Lindenstraße" war ja noch nie einfach, aber ab April haben die Kult-Mieter eine Sorge mehr: Robert Engel (gespielt von Martin Armknecht), der Ende 2014 wegen eines Medizinskandals im Gefängnis landete, ist wieder in der Serie dabei.

Warum ist er wieder frei? Sinnt der Fiesling, der seine böse Seite gern hinter einer charmanten Fassade verbirgt, möglicherweise auf Rache, oder warum taucht er auf dem Ponyhof auf, auf dem Momos Tochter Antonia (Katharina Witza) reitet? Momo (Moritz Zielke) und sein Bruder Philipp (Philipp Neubauer) waren es schließlich, die Robert Engel vor eineinhalb Jahren hinter Gitter gebracht hatten. Großes Misstrauen schlägt dem Ex-Drogendealer, Romanautor und Pharmavertreter entgegen.

Bombendrohung nach Kuss mit Carsten Flöter

Der inzwischen 54-jährige Martin Armknecht ist mit Unterbrechungen seit der 104. Folge der "Lindenstraße" dabei, die im Jahr 1987 ausgestrahlt wurde. Noch heute verbinden viele mit seinem Namen den Mann, dessen "Schwulenkuss" als Robert Engel mit Carsten Flöter (Georg Uecker) im März 1990 für großes Aufsehen sorgte. Die beiden Schauspieler erhielten daraufhin Morddrohungen, in der Produktion ging sogar eine Bombendrohung ein. Der Bayerische Rundfunk weigerte sich zudem aus moralischen Gründen, eine Wiederholung der Folge auszustrahlen.


Robert Engel (Martin Armknecht) bezirzte 1990 Carsten Flöter (Georg Uecker) – und viele konservative Zuschauer protestierten (Foto: WDR)

Nach dem Kuss ging es übrigens mit dem schwulen Liebespaar bergab: Robert Engel stieg plötzlich Frauen nach und wurde zum bösen Drogendealer. Im November 1992 musste er in den Serien-Knast und wurde 22 Jahre lang nicht mehr gesehen. Auch Uecker verschwand zwischen 1991 und 1995 aus der ARD-Serie, kehrte dann aber wieder zurück.

Martin Armknecht findet es "spannend, erneut wieder in der Kultserie zu spielen". Für ihn sei die "Lindenstraße" wie ein Kunstwerk: "Sie ist die Reflexion der bundesdeutschen Wirklichkeit und ein Teil unseres deutschen Kulturguts, unabhängig davon, ob man sie mag oder nicht."

Die Zuschauer werden Robert Engel zum ersten Mal am 9. April (18.50 Uhr, Das Erste) in Folge 1.624 der wiedersehen. (cw/pm)