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Festival di Sanremo

Mika: Wer sich an Vielfalt stört, verdient keine Musik

Während draußen Homo-Hasser protestierten, gab der Sänger beim italienischen ESC-Vorentscheid ein Cover von George Michael zum Besten.


Mika am Donnerstag beim Sanremo-Festival, das am Samstag mit dem fünften Abend seinen diesjährigen Abschluss findet. Es ist der älteste Popmusikwettbewerb Europas und Vorbild des ESC.

Der libanesisch-britische Sänger Mika hat am Donnerstag bei einem Auftritt im italienischen Fernsehen für Respekt gegenüber LGBTI geworben. In der dritten Show des traditionellen "Festival di Sanremo", das als Vorentscheid zum Eurovision Song Contest dient, sang der 33-Jährige u.a. ein Medley seiner Songs "Grace Kelly", "Good Guys" und "Boum Boum Boum".

Das Festival hatte im letzten Jahr für Schlagzeilen gesorgt, weil viele Künstler mit Bändern in Regenbogenfarben auftraten, um ihre Unterstützung für das Lebenspartnerschaftsgesetz zu zeigen (queer.de berichtete). Gestern gab nun Mika ein Statement für Akzeptanz ab.

In der insgesamt recht geschwätzigen Sendung meinte der Sänger, der fließend Italienisch spricht, zur Einleitung seines Medleys: "Die Musik ändert die Farbe meiner Seele. Es ist schön, aus allen Farben gemacht zu sein. Und wenn jemand nicht alle Farben der Welt akzeptiert und denkt, dass eine Farbe die beste ist und mehr Rechte verdient als andere, oder dass ein Regenbogen gefährlich ist, weil er alle Farben umfasst… Nun, Pech für ihn. Ehrlich, denjenigen lassen wir ohne Musik."

Bei Tumblr gibt es die Ansprache in englischer Version inzwischen auch als animierte gifs. Für Begeisterung im Publikum sorgte Mika auch, als er ein Cover von "Jesus to a Child" des Ende Dezember verstorbenen George Michael sang. "Ich hasse es, Cover zu singen, aber er war mein Idol."

Ein Song Contest als Homo-Propaganda

Während das Festival so einen recht schwulen Abend erlebte, protestierten vor der Tür rund 20 Gegner von LGBTI-Rechten gegen "Gender-Ideologie" & Co. Der Grund: An den Vorabenden waren u.a. die offen schwulen Sänger Ricky Martin und Tiziano Ferro als Gäste aufgetreten.

"Bei diesem Festival sind alle diese Gäste, für die wir Geld zahlen, Symbole einer Gender-Ideologie und auch Werbesymbole für Leihmutterschaft", meinte ihr Anführer Mario Adinolfi in einem Radio-Interview. "Das ist kein Zufall, sondern folgt einer Logik."


Adinolfi (mit Victory-Zeichen) hatte per Facebook zu dem Protest aufgerufen. Es kamen erheblich weniger Leute als erwartet.

Weiter sagte er: "Wer ist der Strippenzieher dahinter? Mit Sicherheit gibt es im Showbiz eine LGBT-Lobby, die diese Dinge regelt und bestimmte Gäste durchsetzt, die einen sehr gefährlichen Lebensstil bewerben wollen."

Der frühere Journalist, Parlamentsabgeordnete und Mitbegründer der Demokratischen Partei hatte in den letzten Jahren vor allem mit homofeindlichen Äußerungen von sich reden gemacht und war bei der großen Demonstration gegen die Einführung des Lebenspartnerschaftsgesetz im letzten Jahr in Rom aufgetreten. Inzwischen hat er eine "Familienpartei" gegründet. (nb)

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#1 SebiAnonym
  • 10.02.2017, 16:54h
  • Gut, dass Mika so deutliche Worte wählt und diese Gelegenheit nutzt.

    Es ist wichtig, deutlich Flagge zu zeigen. Gerade in diesen Zeiten...
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#2 ursus
  • 10.02.2017, 18:56h
  • "Mit Sicherheit gibt es im Showbiz eine LGBT-Lobby, die diese Dinge regelt und bestimmte Gäste durchsetzt, die einen sehr gefährlichen Lebensstil bewerben wollen."

    so'n quatsch. als würden wir uns mit dem showbiz begnügen. ziel ist natürlich die weltherrschaft und die komplette pervertierung aller heterosexuellen. macht euch untenrum locker, dann wird es nicht so wehtun.
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#3 hugo1970Profil
  • 10.02.2017, 19:12hPyrbaum
  • Danke Mika!!!!, das Du uns unterstützt.
    Wie Du sagst, wir wollen Akzeptanz und die die uns sie nicht gewähren wollen, sollen auch nicht Musik hören, denn die Musik braucht keine Sprache, denn die Musik ist Sprache!!!!!!
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#4 Patroklos
  • 10.02.2017, 22:54h
  • Den Worten von Mika kann ich nur zustimmen und für die 20 Hanseln, die da demonstrierten, habe ich nur Verachtung übrig!
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#5 Homonklin44Profil
  • 11.02.2017, 09:08hTauroa Point
  • ""Mit Sicherheit gibt es im Showbiz eine LGBT-Lobby, die diese Dinge regelt und bestimmte Gäste durchsetzt, die einen sehr gefährlichen Lebensstil bewerben wollen.""

    Ob die jemals raffen, wo der Unterschied zwiischen einem "Lebensstil" und natürlicher Varianz liegt?
    Ich bezweifle es.
    Ob nun Hetero oder Homo sich einen gefährlichen Lebensstil aussucht, ist doch unerheblich, was diese Protestgurkentruppe gefährlich nennt, zielt doch auf persönliche Eigenschaften ab.

    Können mal froh sein, dass sie das Lobby-Phantom noch nicht aufgefressen hat.

    Danke @ Mika für die klaren Worte, Musik ist das Farbspektrum der Gefühle und die Sprache der Herzen!
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#6 toolboxxbloggerAnonym
  • 11.02.2017, 10:02h
  • Schade, daß auch hier wieder einmal von offensichtlich etwas verwirrten Menschen das eigentlich positive Wort "Familie" (Familienpartei) mißbraucht wird. Dabei gäbe es doch auch tauschend andere Wörter für so eine Partei, welche die Gesinnung dieser Menschen eindeutiger zum Ausdruck bringen würde...
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#7 Roman BolligerAnonym
  • 11.02.2017, 12:46h
  • Schöne Worte von Mika.
    Was mir allerdings gar nicht gefällt, ist seine Version von Jesus to A Child. Mikas Kopfstimme passt einfach nicht dazu und nimmt dem Song Tiefe und Emotion.
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#8 PeerAnonym
#9 MaxmaxAnonym
  • 11.02.2017, 22:22h
  • Es gibt Leute, die sich am Liebsten Mussolini zurückwünschen !
    Ah, nein, die sind ja zu doof, did wissen gar nicht, wer Mussolini war !!!!
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