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Argentinien

Zu homofreundlich: Katholische Kirche bricht mit Pfadfindern

Die argentinischen Bischöfe wittern "Gender-Ideologie" bei der Dachorganisation der Pfadfinder und wollen die Kinder künftig selbst betreuen.


Die katholischen Bischöfe ziehen die Reißleine, weil die Pfadfinder die Ehe nicht mehr als Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau definieren (Bild: .CuchuFlurito / flickr)

Die katholische Kirche in Argentinien hat angekündigt, die Zusammenarbeit mit der größten Pfadfinderbewegung des Landes wegen ihrer homofreundlichen Haltung einzustellen und eine eigene Jugendgruppe zu unterstützen. Das geht aus einem am Samstag von der nationalen katholischen Nachrichtenagentur veröffentlichten Brief des Kardinals Mario Poli an Héctor Aguer, den Erzbischof La Plata, hervor. Grund sei demnach, dass die "Scouts de Argentina" die Ehe in ihren neuen Lehrbüchern nicht mehr als Verbindung zwischen Mann und Frau bezeichnen wollten, sondern als Verbindung zwischen zwei Personen beschrieben.

Mit der Textänderung reagierten die Pfadfinder offenbar auf rechtliche Veränderungen: Argentinien hatte – gegen den erbitterten Widerstand der katholischen Kirche – bereits vor sieben Jahren als ersten Land in Lateinamerika Schwule und Lesben im Ehe-Recht gleichgestellt (queer.de berichtete).

Die Ehe-Öffnung führte zu weitere Reformen in Rechtsfragen zu sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten: So erhielt das Land 2012 eines der fortschrittlichsten Transsexuellengesetze der Welt (queer.de berichtete). 2015 hob es das Blutspendeverbot für Schwule auf (queer.de berichtete).

Katholische Kirche: Pfadfinder werben für "Gender-Ideologie"

Kardinal Poli erklärte in dem Brief, er habe die Pfadfinderorganisation bereits im Vorfeld informiert, dass eine Berücksichtigung der "Gender-Ideologie" in Lehrbüchern zu einer Spaltung der Organisation führen könnte. Er warf den "Scouts de Argentina" vor, "staatliche Bildungsprojekte" zu unterstützen, obwohl sie katholischen Lehren widersprächen. Laut den Bischöfen gehören 96 Prozent der Pfadfinder der katholischen Kirche an.

Allerdings ist unklar, inwiefern sich die katholischen Argentinier, die laut Umfragen mehrheitlich die Ehe-Öffnung unterstützen, auf das Angebot ihrer Kirche für eine neue Organisation einlassen. Immerhin hatte es in den letzten Jahren immer wieder Berichte über sexuellen Kindesmissbrauch innerhalb der Kirche gegeben. Vor einem halben Jahr wurde etwa bekannt, dass Priester an einer Schule für taube Kinder in der argentinischen Provinz Mendoza ihre Opfer sexuell missbraucht hatten, weil sie wussten, dass andere Kinder deren Schreie nicht hören konnten. Im Januar veröffentlichte außerdem eine australische Kommission einen Bericht, wonach sieben Prozent der Priester zwischen 1950 und 2010 Kinder sexuell missbraucht hätten.

Auch in den USA gab es zuletzt scharfe Proteste von christlichen Kirchen, weil die Pfadfinder 2015 ihr Homo-Verbot und letzten Monat ihr Trans-Verbot aufgehoben hatten. Viele Pfadfindergruppen werden dort von protestantischen oder mormonischen Kirchen betrieben. (dk)



#1 LinusAnonym
  • 13.02.2017, 15:36h
  • >>>>>>>>>>>>>>
    Die argentinischen Bischöfe wittern "Gender-Ideologie" bei der Dachorganisation der Pfadfinder und wollen die Kinder künftig selbst betreuen.
    <<<<<<<<<<<<<<<

    Die armen Kinder...

    Wenn die Kinderschänder von der Kinderficker-Sekte sich um die kümmern, kann dabei nichts gutes rauskommen.

    Wahrscheinlich haben die nur auf einen Anlass gewartet, wo sie mit vorgeschobener Empörung die Kinder an sich reißen können.
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#2 Julian SAnonym
#3 Homonklin44Profil
  • 13.02.2017, 15:44hTauroa Point
  • Tja, das ging den Katholen in Argentinien dann doch gegen das eingeschränkte Weltbild, man muss schließlich die Abgrenzung, und darin die Ausgrenzung wahren.
    Was blühte wohl an Dsytonien mit dem ganzen anderen kirchlich-faschistoiden Klüngel, wenn man plötzlich zu einer harmonischen Toleranz finden könnte? Die ganze Herrlichkeit des zutiefst schizoiden und kitschversessen grässlichen Unterfangens, die Welt zu spalten und ausgewählten Hass zu leben und zu lehren, wäre doch dahin, wenn die RKK lesbisch-schwul busserlnde PfadfinderInnen duldete.

    Ein Glück für Pfadi-Gruppen, wenn die R(ape)K(leine)K(ids)-Sekte diese unselige Verbindung kappt.
    Weniger komische Vorkommnisse, weniger Gardinenkleidgespenster, die ihnen dann und wann in die Hose fassen.

    Und diese katholisch korrekte, "eigene" Organisation setzt dann wahrscheinlich das gesetzliche Schutzalter außer Kraft. Sich um Kinder kümmern behält in dem Zusammenhang einen unheimlichen Beigeschmack.
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#4 Katholiban-WatchAnonym
  • 13.02.2017, 15:45h
  • "Laut den Bischöfen gehören 96 Prozent der Pfadfinder der katholischen Kirche an."

    Etwa alle freiwllig und nachdem sie zugestimmt hatten, oder nicht viel eher ungefragt nach der Geburt getauft, liebe Bischöfe?!?

    Die Schlagzeile sollte eher lauten:

    "Zu homofreundlich: Katholische Kirche bricht mit der realen Welt!"

    " Vor einem halben Jahr wurde etwa bekannt, dass Priester an einer Schule für taube Kinder in der argentinischen Provinz Mendoza ihre Opfer sexuell missbraucht hatten, weil sie wussten, dass andere Kinder deren Schreie nicht hören konnten."

    Schrecklich!!! Die armen Kinder!!! Hoffentlich wurden die Verantwortlichen hart bestraft!!!
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#5 SebiAnonym
  • 13.02.2017, 17:03h
  • --------------------------------------------------
    Katholische Kirche: Pfadfinder werben für "Gender-Ideologie"
    --------------------------------------------------

    Ich weiß ja, dass die Katholische Kirche es nicht so mit Fakten hat; die würden den Menschen am liebsten noch heute weismachen, die Erde sei eine Scheibe.

    Aber auch wenn es ihnen in ihrer menschenfeindlichen Verbohrtheit nicht einleuchtet:

    Dass man (wissenschaftlich bewiesene) biologische und gesellschaftliche Fakten anerkennt, hat nichts mit Ideologie oder Werben für irgendwas zu tun. Was dagegen sehr wohl (an den Haaren herbeigezogene) Ideologie ist, ist deren System, das sie fanatisch verteidigen, weil ihnen das Macht und Geld sichert und sie ansonsten rein gar nichts wären...
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#6 JadugharProfil
  • 13.02.2017, 19:42hHamburg
  • Die Bevölkerung muß der katholischen Kirche den Nachwuchs entziehen und alle Einrichtungen, wo Kinder von der katholischen Kirche betreut, indoktrinert und gehirngewaschen werden, vollständig gemieden werden.Das käme der RKK zugute, weil dann die reale Welt sich von ihrer beschränkten irrationalen Welt sich vollständig abspaltet.
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#7 BewunderAnonym
  • 13.02.2017, 20:45h
  • Ich kann die katholische Kirche immer nur be -äh verwundern, wie sie so starrsinnig und selbstverleugnend "Die Wahrheit" verkündet.
    Aber gut man konnte ja schließlich schon immer die Zehn Gebote als das Wichtigste und Heiligste ansehen und seine "Schäfchen" auf Kreuzzüge schicken, Hexen und Zauberer verfolgen lassen und den Opfern unter Folter das Gewünschte entlocken. Man schickte seine "Schäfchen" aus die heidnischn Götzenbilder zu zerstören und wurden sie dann mak verurteilt, so lebten sie als Märtyrer (bis heute) fort. Mann konnte Alleinerziehende und Unverheiratete verteufeln und ausgrenzen ach ja und die (unehelichen) Kinder gleich lebenslang mit, 30 Jahre konnte man blutigen Krieg gegen fast Gleichgesinnte führen, die Schöpfung mit ihrer regenbogengleichen Farbenfroheit bis auf den heutigen Tag verneinen. Offensichtliche Erkenntnisse per Doktrin verbieten.
    "Psych!"
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#8 Gpeterjoachim
  • 14.02.2017, 10:22h
  • Es ist ernüchternd immer wieder von "der Kirche" zu hören, dass sie gegen Schwule insgesamt steht.
    Aber auch hier zeigt sich - GOTT sei Dank - dass das Kirchen-Volk bereits weiter ist und nicht mehr grundsätzlich den Kirchen- Führern in ihrem Denken und Handeln folgt, und das ist auch gut so!
    Ob Kirche oder Gesellschaft insgesamt jeder weiß, dass er immer Widersacher hat in dem und für das er etwas tut oder ist.
    Damit muss jeder leben und daran arbeiten, nämlich andere Menschen für sich zu gewinnen.
    Das ist die einzige und friedliche Möglichkeit in Frieden zu leben und als Mensch nicht auf seine Sexualität reduziert zu werden sondern als Mitglied und Teil der Gesellschaft anerkannt zu sein.
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#9 Tommy0607Profil
  • 14.02.2017, 15:08hEtzbach
  • Einige Kirchen müssen mal die Religion verstehen lernen :
    Dann klappt es auch besser mit der Menschlichkeit .
    Und würden dann Menschen nicht diskriminieren !
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