Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?28220

Gefährliche Pseudotherapien

Kleine Anfrage zur "Homo-Heilung" im Bundestag

Die Grünen unternehmen einen neuen Vorstoß zum Verbot sogenannter Konversionstherapien bei Minderjährigen.


Nutzlos und schädlich: In mehreren US-Bundesstaaten sind Versuche einer "Heilung" von minderjährigen Lesben und Schwulen verboten

Umstrittene Therapieangebote zur "Heilung" Homosexueller sind Thema einer Kleinen Anfrage (PDF) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag.

Der Weltärztebund habe 2013 bekräftigt, dass es sich bei der Homosexualität nicht um eine Krankheit handele, heißt es in der Einleitung. Dennoch böten einige Organisationen in Deutschland Behandlungen an mit dem Ziel, die sexuelle Orientierung von Homosexuellen zu ändern. Folgen dieser Pseudotherapien seien soziale Isolation, Depressionen und erhöhte Selbstmordgefahr, so die Grünen.

Der Bundestagsabgeordnete Volker Beck und mehrere Fraktionskollegen wollen nun wissen, wie die Bundesregierung "Homoheiler"-Vereine wie Leo, Wüstenstrom und die Offensive Junger Christen einschätzt und was getan wird, um Patienten vor "Konversionspseudotherapien" zu schützen.

Die Bundesregierung hatte sich bereits mehrfach von Angeboten zur "Heilung" von Lesben und Schwulen distanziert, hielt jedoch gesetzliche Maßnahmen bislang für unnötig (queer.de berichtete). Bereits 2013 hatte die grüne Bundestagsfraktion Strafen für die versuchte "Heilung" von minderjährigen Homosexuellen gefordert und einen entsprechenden Gesetzentwurf ins Parlament eingebracht. Dieser wurde aber von der damaligen schwarz-gelben Koalition abgelehnt (queer.de berichtete).

Als erstes europäisches Land verhängte Malta im vergangenen Jahr ein Verbot von "Konversionstherapien" (queer.de berichtete). (hib/cw)



#1 Tommy0607Profil
  • 14.02.2017, 15:05hEtzbach
  • Es gibt keine "Heilung " einer Homosexualität :
    Denn Diese Sexualität ist so normal wie eine Heterosexualität .
  • Antworten » | Direktlink »
#2 JadugharProfil
  • 14.02.2017, 19:30hHamburg
  • Antwort auf #1 von Tommy0607
  • Um diese einfache Aussage und Faktum den homophoben und heterosexuellen Volltrotteln und Homoheilern plausibel zu machen, sollte man sie für den Rest ihres Lebens einer Therapie ihrer Art unterziehen, und irgendeine sexuelle Orientierung, die nicht ihrer eigenen entspricht, umpolen. Manche dieser Menschen müssen dazu gezwungen werden, aus eigenen Erfahrungen zu lernen, was sie Anderen antun. Deswegen muß für diese Art Menschen ein Zwangsselbstversuch für ihre Thesen vorgenommen werden, damit sie erkennen, was sie wert sind. Am Lebensende können sie in ihren Memoiren darüber nachsinnen und die Resultate dieser Selbstversuche veröffentlichen.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Patroklos
#4 Homonklin44Profil
  • 14.02.2017, 22:07hTauroa Point
  • Das Problem ist da wohl der zum einen ungeschützte Begriff des Therapeuten und der Therapie als Behandlungsform.

    Und die Ideen der "Homo-Heiler" wwerden über die Einstufung der "Ich-dystonen sexuellen Orientierung" bzw. "Störungen der Sexualpräferenz" quasi-legitim aufbereitet.

    Hierin werden Störungen beschrieben, in denen sich Betroffene angeblich "fälschlich" entgegen der eigenen Ausrichtung einer anderen Orientierung zugehörig empfinden, oder davon eingenommen sind, das sei der Fall.
    Das wird dem Behandelten wohl so eindringlich wie machbar in den Sinn gesetzt, bis sensible Gemüter selbst davon überzeugt werden. bzw. unter der Manipulation einbrechen und in die vermittelte Fehl-Suiggestion einlenken.
    Eigenartigerweise hört man nie etwas von solchen Konversationstherapien, die sich an Heterosexuelle wenden, um nach schwul oder lesbisch zu transorientieren. Wenn dahinter eine ordentliche Heilwissenschaft steht, müsste hier etwa ein Gleichgewicht der Fallzahlen vorherrschen. Ggf. sogar höhere Zahlen bei Hetero - nach Homo- Transorientierten, weil es wesentlich mehr Heterosexuelle gibt.

    Von der Zersetzung der Selbstsicherheit und des Wertgefühls mit den bereits genannten Folgeerscheinungen und Komorbiditäten kann man ausgehen.

    Wer übernimmt eigentlich die Verantwortung dafür, dass Menschen auf diese Weise manipuliert und geschädigt werden dürfen? Und an wen richtet man ggf. Ansprüche auf Entschädigung / Schadensersatz?
    Wenn bestimmte Parteien die Notwendigkeit schützender Gesetze für nicht notwendig halten, haben sie bestimmt eine Antwort hierauf.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 PeerAnonym
  • 15.02.2017, 10:41h
  • Gut, dass die Grünen nicht locker lassen.

    Damit werden sie zwar (wie schon zuvor) bei der schwarz-roten Bundesregierung auf taube Ohren stoßen, aber es ist dennoch richtig und wichtig nicht locker zu lassen.

    Denn es ist bekannt, dass solche Gehirnwäsche-Therapien schwerste psychische Schäden bis hin zum Selbstmord verursachen.

    Auch wenn Union und SPD weiterhin "keinen Handlungsbedarf" sehen, so sollten zivilisiertere Kräfte nicht locker lassen.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 JadugharProfil
  • 15.02.2017, 16:59hHamburg
  • Antwort auf #4 von Homonklin44
  • Homosexualität als krankhafte Störung anzusehen kommt aus der sehr eng gefaßten Bezeichnung des Krankheitsbegriffs, wo besonders bei den Psychologen jede auffällige Abweichung von der Norm als krank eingestuft wurde. Aus dieser engen Sichtweise ist auch jemand krank der eine extrem dunkle Hautfarbe hat oder ein Albino ist. Solche Außenseiter werden gewöhnlich von dummen kleinen Kindern gehänselt und schikaniert, und bei den infantilen Politikern äußert sich das dann in der Gesetzgebung, wie beispielsweise Apartheitsgesetze, Nürnberger Gesetze oder der Realisierung und Umsetzung eines $175. Aus dieser sehr infantilen Handlungsweise wollen viele Politiker und Kleriker nicht heraus, weswegen sie sich um Entschädigungen und Rehabilitationen gegenüber zu Unrecht Verfolgten sträuben. Interessant war die Herabstufung und Erniedrigung der Homosexuellen bei den Psychologen auf ein vorinfantiles Niveau, wobei sie mit dieser Handlungsweise gleich selbst ein derartiges Zeugnis für sich selbst ausstellen.
  • Antworten » | Direktlink »