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1.000 Menschen protestieren

Zagreb: Kundgebung nach Angriff auf LGBTI-Party

In der Hauptstadt des jüngsten EU-Mitgliedsstaates forderten 1.000 Demonstranten ein Ende der Intoleranz.


Trotz Temperaturen nahe null Grad demonstrierten viele Menschen im Zentrum von Zagreb

In Zagreb sind am Montagabend nach AFP-Angaben 1.000 Menschen auf die Straße gegangen, um für Toleranz gegenüber sexuellen Minderheiten und gegen Gewalt zu demonstrieren. Anlass war der Angriff auf einen Nachtclub, in dem gerade eine LGBTI-Party stattfand, bei dem am Samstagmorgen mehrere Personen verletzt worden waren (queer.de berichtete).

Ein bislang unbekannter Angreifer hatte einen Behälter mit Tränengas in den Club geschleudert. Daraufhin versuchten die 300 Feiernden in Panik das Gebäude zu verlassen und schlugen dabei unter anderem Fenster ein.

Die Kundgebung war vom CSD Zagreb spontan organisiert worden, um gegen den "brutalen und barbarischen Angriff auf menschliche Leben" zu protestieren. Auf der Kundgebung wurden Plakate mit Aufschriften wie "Wir tolerieren keine Intoleranz" gezeigt. "Gestern haben wir bewiesen, dass wir nicht schweigen", erklärten die Veranstalter am Dienstag via Facebook. "Wir werden nicht zulassen, dass Gewalt und Hass unsere Werte sind."

Twitter / Artina_MM | Bei der Kundgebung sangen die Demonstranten gemeinsam

Regierung verurteilt Übergriffe

In einer Pressemitteilung erklärte die konservative Regierung Kroatiens, dass sie "jede Form von Gewalt und Hass-Sprache" ablehne. Das schließe auch "rassistische, religiöse und Geschlechts-Diskriminierung" ein. LGBTI-Aktivisten hatten die Regierung unter dem erst vor vier Monaten vereidigten Ministerpräsidenten Andrej Plenković zuvor kritisiert, weil sie sich nicht von der rechtsnationalistischen Vorgängerregierung unterscheide, unter der Angriffe auf Minderheiten oder die Presse stark zugenommen hätten.

Im jüngsten EU-Mitgliedsland hatte es 2013 unter inoffizieller Führung der katholischen Kirche eine homophobe Kampagne gegeben, als eine Volksabstimmung über die Verankerung des Ehe-Verbots für Schwule und Lesben in der Landesverfassung durchgeführt wurde. Am Ende stimmte eine deutliche Mehrheit für das Verbot (queer.de berichtete). Immerhin konnte eine Mitte-Links-Regierung kurze Zeit später im Parlament die Einführung von eingetragenen Lebenspartnerschaften durchsetzen (queer.de berichtete). (dk)



#1 tti3_alliance
  • 14.02.2017, 16:45h
  • Es ist wichtig das queer.de über die Geschehnisse in anderen europäischen Staaten berichtet und aufzeigt was dort passiert, und wie aktiv man dort für LGBTI Rechte eintritt.
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#2 zagrebAnonym
  • 14.02.2017, 22:04h
  • "LGBTI-Aktivisten hatten die Regierung unter dem erst vor vier Monaten vereidigten Ministerpräsidenten Andrej Plenkovi zuvor kritisiert, weil sie sich nicht von der rechtsnationalistischen Vorgängerregierung unterscheide, unter der Angriffe auf Minderheiten oder die Presse stark zugenommen hätten."

    Das ist nicht korrekt liebe redaktion,die Vorgängerregierung war eine mitte links regierung unter Ministerpräsident zoran milanovic und hat enormen fortschritt in kroatien für lgbt gleichberechtigung eingebracht..nicht zuletzt die eingetragene partnerschaft die zwar nicht ehe heisst aber gesetzlich der hetero ehe in nichts nachsteht ausser dem adoptionsrecht aber selbst das ist verwässert, da diese möglich ist falls einer der partner eigene kinder in die partnerschaft miteinbringt.
    Nur leider hat in kroatien wie im rest europas und amerikas der aufstieg der rechten bewegung alles auf stand by gestellt und die neue rechts klerikale plenkovic regierung ist sowas wie eine mini version der derzeitigen trump regierung die alles auf den kopf stellt.
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#3 PeerAnonym
  • 15.02.2017, 10:37h
  • Schön, dass wenigstens 1.000 Menschen gegen Hass und Gewalt demonstrieren und sich für Freiheit und Vielfalt einsetzen.

    Das ist zwar angesichts 4,2 Millionen Bürgern in Kroatien nur ein Tropfen auf den heißen Stein und darf gerne mehr werden, aber lieber ein kleiner Tropfen als gar keine Hoffnung...
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