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Pride-Pleite

Kölner CSD in Finanznot: KLuST stellt Insolvenzantrag

Der Cologne Pride soll dennoch im Sommer stattfinden, mit Unterstützung von Aids-Hilfe und rubicon.


Der nächste CSD in der Domstadt ist für Anfang Juli geplant

Der Ausrichter des Cologne Pride, der Kölner Lesben- und Schwulentag, hat am Dienstag einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens über sein Vermögen beim Amtsgericht gestellt.

Der Verein hatte den CSD seit der ersten Ausgabe im Jahr 1991 organisiert. Durch die Insolvenz verliert der Ausrichter nun mindestens einen Teil seiner Handlungsfähigkeit. Bereits Mitte Dezember hatte der KLuST seine Mitglieder über Finanzprobleme informiert, ein neues Lenkungsteam sollte mit dem ehrenamtlichen Vorstand Wege aus der Krise suchen.

Auf die Insolvenz aufmerksam machte am Dienstag eine gemeinsame Pressemitteilung der Aidshilfe Köln und des rubicon e.V., die federführend mit einem "breiten Bündnis der Kölner LSBTI-Community" die Organisation des CSD übernehmen wollen. Man wolle "garantieren, dass auch in diesem Sommer wie gewohnt der CSD Köln stattfinden kann." Über weitere Details wollen die Vereine am Abend auf einer Pressekonferenz informieren.

Das CSD-Straßenfest ist in diesem Jahr von Freitag, 7. Juli, bis Sonntag, 9. Juli, geplant, die (formal vom KLuST unabhängige) Parade soll am Sonntag stattfinden. Die Finanznot könnte sich vor allem auf die Ausgestaltung des Straßenfests auswirken. Es wurde die letzten Jahre größtenteils in Lizenz durch eine GmbH organisiert, die sich auch um die "Kölner Lichter" oder die "WDR Schlager-Rally" kümmert.

Monatelang Unklarheit über Situation

Mit der Mitgliederversammlung im Dezember hatte der Vorstand eine Notbremsung vollzogen und erstmals auf die Geldprobleme aufmerksam gemacht. Einen kompletten Überblick über die Finanzen hatte das Team nicht, der dafür zuständige Vorstand soll seit Wochen nicht mehr erreichbar gewesen sein.

Man habe "ein paar Budgets überzogen" und einige Verträge nicht schriftlich fixiert, sagte ein Vorstandsmitglied bei der Versammlung laut dem queeren NRW-Magazin "fresh". Das Magazin kommentierte, viele Aussagen zur Lage des CSD seien ungenau gewesen. Der Verein habe nicht mal gewusst, ob bereits eine Insolvenz erreicht sei.

Der Jurist und frühere KLuST-Vorstand Markus Danuser, der Gastronom und frühere "rik"-Herausgeber Matthias Eiting, Patrick Maas von der Aids-Hilfe NRW und Beate Killing von der Aids-Hilfe Köln wurden von der Versammlung als neues "Lenkungsteam" installiert, um sich einen Überblick über die Finanzen zu verschaffen und notwendige Schritte einzuleiten.

 Update  14.50h: KLuST-Vorstand bedauert "notwendigen" Schritt

Das Insolvenzverfahren sei nach den Entwicklungen der letzten Wochen notwendig geworden, weil der Verein "überschuldet" sei, schrieb der KLuST-Vorstand am Mittag an seine Mitglieder: "Ihr könnt euch vorstellen, dass uns dieser Schritt nicht leicht gefallen ist und wir diese Entwicklung sehr bedauern."

Man gehe davon aus, "dass die Durchführung des CSD Köln 2017 durch eine Initiative aus der Community heraus sichergestellt werden kann", so die E-Mail des Kölner Lesben- und Schwulentags weiter. Nähere Details zu den Gründen der Insolvenz wolle man später zusammen mit einem Bericht des Lenkungsteams bekannt machen. Die Ende des Monats fälligen Jahresmitgliedsbeiträge werde man nicht mehr einziehen.



#1 AliCologneProfil
  • 14.02.2017, 13:51hKöln
  • Wieso kommt man erst so spät mit dieser Info? Gibt es einen Tranzparenzbericht wo man nachlesen kann wo das Geld hin ist? Man ich bin echt wütend.
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#2 FinanzberatungAnonym
  • 14.02.2017, 13:59h
  • Vielleicht sollte die Stadt Köln aufhören, Einrichtungen der katholischen Kirche so gut wie 100%ig zu finanzieren. Die so eingesparten Abermillionen könnte Köln dann gesellschaftlich relevanteren Vereinen zukommen lassen, die im Gegensatz zur katholischen Kirche das Grundgesetz achten.
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#3 MacLLLProfil
  • 14.02.2017, 14:23hKöln
  • Antwort auf #1 von AliCologne
  • Zitat aus der Infomail des KluST an seine Mitglieder
    ... Da es nicht möglich ist und auch nicht angemessen erscheint, euch über die genauen Hintergründe unserer Entscheidung kurzfristig per E-Mail zu informieren, werden wir euch demnächst mit mehr Informationen versorgen. Zugleich wird das von der Mitgliederversammlung eingesetzte Lenkungsteam seinen zugesagten Bericht abliefern. ...
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#4 FredinbkkProfil
  • 14.02.2017, 15:58hBangkok
  • Bei sowas sind Ehrenamtliche und Privat -initziativen gefragt....

    weshalb muessen sich igendwelche ..

    "Organistionsunternehmen " eine goldene Nase dabei verdienen ?????

    Waegen finanziert man ueber Sponsoren,

    So ein CSD koennte noch Einnahmen fuer Aidshilfe und andre Helfer generieren ....

    Das ist doch krank....
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#5 TimTomTumAnonym
  • 14.02.2017, 18:34h
  • Na ja, das war zu erwarten. Der Verein ist schon seit vielen Jahren von innen am faulen. Am besten guckt man sich die Vorstandsmitglieder seit 2013 und deren Einwirken hin zur dieser finanziellen Misere mal genauer an. Was ich aber nicht verstehen kann: Gab es keine Rechnungsprüfer? Haben die keinen Jahresbericht vorgelegt? Und was hat die Mitgliederversammlung (und damit JEDES EINZELNE MITGLIED) all die Jahre getan, wenn sie den Vorstand entlastete: vorher geprüfte Informationen eingeholt? Wohl kaum.
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#6 FinanzberatungsDEFIZITAnonym
  • 14.02.2017, 19:33h
  • Antwort auf #2 von Finanzberatung
  • Selbstverständlich: Wenn ein Verein pleite ist (d.h. in der Regel nicht sorgsam mit seinem Geld umgegangen ist!) , dann soll der Staat Abermillionen zuschießen - nicht zu vergessen bleibt zu erwähnen, dass dieser Stadt zwar böse, weil die kath. Kirche bezuschussend ist, aber das Geld von ihm nimmt man dann trotzdem gern. Es bleibt zu empfehlen darüber nachzudenken, wer dieser "Staat" eigentlich ist und aus wem er sich zusammensetzt.

    Im Übrigen halte ich es für alles andere als wünschenswert, dass mit staatlichen Geldern dafür gesorgt wird, dass oftmals halbnackte Homosexuelle auf den Kölner Straßen für ihre Rechte tanz...äh..kämpfen können. Mit meinen Steuergeldern wird daher bitte schön kein als Demo getarntes Tanzgedöns finanziert.

    Der Verein hatte im Übrigen seit Jahrzehnten die Möglichkeit, aus dem wichtigen Tag eine richtige Demo werden zu lassen - man wollte aber lieber einen spaßigen Umzug mit 'bunten' Menschen und einem Karnevalsflair! Party zu machen war immer wichtiger als Aids, als Gleichberechtigung als Akzeptanz und das Werben darum und Einstehen dafür Man erntet jetzt was man sät.

    !
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#7 SchlaumeierAnonym
  • 14.02.2017, 19:44h
  • Antwort auf #6 von FinanzberatungsDEFIZIT
  • Wieviele "halbnackte Homosexuelle" von den Teilnehmern tanzen denn da bitteschön rum?
    Und wieviele Umsätze gingen den Lokalen und Hotels und wieviele Steuereinnahmen gingen der Stadt flöten, wenn die ganzen Besucher ausbleiben würden, du Schlaumeier?
    Dann behalte doch DEINE Steuergelder.
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#8 AnalystAnonym
#9 FinanzberatungsDEFIZITAnonym
  • 14.02.2017, 21:12h
  • Antwort auf #7 von Schlaumeier
  • "und wieviele Steuereinnahmen gingen der Stadt flöten, wenn die ganzen Besucher ausbleiben würden"

    Mir war neu, dass es bei Demonstrationen über Steuereinnahmen geht! Ich würde dies selbstentlarvend nennen!
    Im Übrigen hießen die 'Besucher' früher Demonstranten. Anscheinend fehlt es an grundlegenden Kenntnissen darüber, was eigentlich eine Demonstration im rechtlichen Sinne IST!
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#10 FinanzberatungsDEFIZITAnonym
  • 14.02.2017, 21:21h
  • Antwort auf #8 von Analyst
  • Wer andere Meinungen per se als "faschistische Ideologie" abtut, der sollte sich fragen wie es um die eigene Toleranz und das Demokratieverständnis bestellt ist. In jedem Fall lässt es tief blicken...

    Wenn all diejenigen, die (wie ich) unter einer Demonstration etwas anderes verstehen als (nicht ausschließlich, aber zumindest vornehmlich) Fleischbeschau und Techno-Stampf-Musik, wenn all diejenigen nunmehr also "faschistische Ideologen" sind, dann wundert es nicht, wieso auf den ganzen Festen und Selbstbeweihräucherungs-Events auch immer nur die gleichen Gäste rumspringen, während es eine wachsende Mehrheit(!) gibt, die sich anscheinend von dem ganzen bunten Theater nicht angesprochen fühlt.

    Möglicher Weise korreliert die hier exemplarische zu beobachtende Ausgrenzung meiner Person (und vieler anderen/siehe Spahn-Artikel von gestern) auch mit der zunehmenden Genervtheit der Bevölkerung beim Thema "Homo", da die Schrillen anscheinend der Meinung sind, nur sie hätten das Recht sich zu äußern.

    Das ist keine Demokratie, sondern vielmehr der autoritäre Versuch alle zu unterdrücken, sie fr mehr einstehen als Bumsfallera. Man(n) darf sich fragen, WER hier die faschistische Ideologie vor sich her trägt.
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