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#NoDeal4Bigots

Petition: Keine Zollerleichterungen für Sri Lanka!

Der Inselstaat im Indischen Ozean bricht sein Versprechen gegenüber der Europäischen Union, seine Gesetze gegen Homosexualität abzuschaffen.


Aktivisten senden Nachrichten auf Twitter mit dem Hashtag #NoDeal4Bigots an das Europäische Parlament (Bild: All Out)

Mehr als 25.000 Menschen haben eine Petition unterzeichnet, die das Europäische Parlament auffordert, Zollerleichterungen für Sri Lanka nur zuzustimmen, wenn das Land seine Gesetze gegen Homosexualität abschafft. Die Kampagne wurde von der internationalen LGBTI-Organisation All Out gestartet.

In Sri Lanka ist Homosexualität illegal und kann mit bis zu zehn Jahren Gefängnis bestraft werden, in der Praxis kommt es jedoch nur selten zu Anklagen und Verurteilungen. Als eine Voraussetzung für den Wiedereintritt in das Allgemeinen Präferenz-System (APS) der Europäischen Union, das dem Land gegenüber der EU enorme Handelspräferenzen einbringen würde, hatte sich Sri Lanka verpflichtet, verschiedene internationale Konventionen zu ratifizieren und umzusetzen. Darunter auch die Abschaffung der Gesetze gegen Homosexualität.

Im Januar hatte sich die Regierung allerdings dagegen ausgesprochen, letzteren Punkt zu berücksichtigen. Auf die Frage hin, was der sri-lankische Justizminister zu den Gesetzen gegen Homosexuelle zu sagen hatte, äußerte er: "Menschen in Sri Lanka haben keine derartigen psychischen Krankheiten."

All Out forderte das Europäische Parlament auf, das Abkommen zu verzögern, bis Sri Lanka Homosexualität legalisiert: "Die Europäische Union darf nicht die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Trans* ignorieren", sagte Executive Director Matt Beard. "Wenn Menschenrechtsverletzungen und Homophobie mit Handelserleichterungen 'belohnt' werden, sendet das ein falsches Signal an die Verantwortlichen. Wenn Sri Lanka das Abkommen will, müssen sie zuerst ihre Gesetze gegen Homosexualität abschaffen." (cw/pm)

Twitter / IanMcKellen | Prominente Unterstützung erhielt die Kampagne durch den britischen Schauspieler Sir Ian McKellen



#1 Paulus45Anonym
  • 16.02.2017, 14:42h
  • Richtig so.... Zollerleichterungen sollte die EU nur geben, wenn die jeweiligen Länder ihre Strafgesetze gegen homosexuelle Handlungen abschaffen. DAS ist ein sehr guter Weg, um hier Fortschritte zu erreichen
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#2 goldsteinerProfil
  • 16.02.2017, 15:07hNeusäß
  • Na, wenns in Sri Lanka angeblich keine Menschen mit derartigen "psychischen Erkrankungen" gibt, macht das ja eigentlich Anti-Homo-Gesetze überflüssig, oder? ;)
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#3 AlbrechtAnonym
  • 16.02.2017, 16:01h
  • Die EU kämpft so verzweifelt um ihr Überleben, da sind Menschenrechte egal solange die Kohle stimmt.

    Die EU sollte mal eine Wertegemeinschaft sein, heute ist sie nur noch Spielball profitgeiler Konzerne.

    (Wie man z.B. auch an CETA & Co sieht, die gegen Verbraucherschutz, Umweltschutz und Bürgerinteressen einfach durchgedrückt werden.)
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#4 EHkaAnonym
#5 seb1983
#6 Patroklos
#7 JadugharProfil
#8 TheDadProfil
  • 16.02.2017, 21:11hHannover
  • Antwort auf #5 von seb1983
  • ""EWG hieß Europäische Wirtschaftsgemeinschaft, nicht Wertegemeinschaft.""..

    Mithin genau einer der Gründe weshalb sich die "EWG" über die "EG" inzwischen in die "EU" verändert hat !
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#9 Homonklin44Profil
  • 17.02.2017, 04:33hTauroa Point
  • Bekomme den Newsletter von "All Out" ins E-Mail-Fach und habe gern gezeichnet.

    Das wenigste, was man tun kann, um gegen Gesetze, die pro Menschenverachtung angelegt werden sollen, anzugehen.

    Ja, in vielen Ländern erstaunlich, wie oft biitter harte Gesetze gegen etwas geschaffen werden, was es laut Staatsführung doch nicht gibt. :o/
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