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Spätes und wichtiges Coming-out

Britischer Rennfahrer Danny Watts outet sich als schwul

Der zweimalige Le-Mans-Sieger wagt im Ruhestand den "befreienden Schritt" aus dem Schrank.


Der ehemalige britische Profi-Rennfahrer Danny Watts hat sich am Montag in mehreren Interviews als schwul geoutet. Der 37-Jährige, der im letzten Jahr seine Karriere beim Team Strakka Racing beendete, sagte gegenüber Motorsport.com: "Im Motorsport hat man das Gefühl, dass man sich verstecken muss, weil es ein sehr männlicher Sport ist."

Der "Gay Times" sagte der Engländer, im Sport hätten "Schwulenwitze und homofeindliche Sprüche" die Runde gemacht und er habe das Ende seiner Karriere befürchtet, sollte er den "Kopf aus dem Schützengraben" stecken. Jetzt, wo er nicht mehr auf sein Team und die Sponsoren achten müsse, könne er aber das tun, was das Richtige für ihn sei, so Watts gegenüber "Badger GP".

"Das war keine Entscheidung, die mir leicht gefallen ist. Das Geheimnis hat mich für einige Zeit von innen aufgefressen und ich kann es nicht mehr für mich behalten." Im letzten Jahr habe er begonnen, sich gegenüber Freunden und der Familie zu outen. "Jetzt ist die Zeit gekommen, dass die Öffentlichkeit Bescheid weiß."

Erste Reaktionen positiv

Derzeit trainiert Watts Nachwuchskräfte. Am späteren Montag sagte er, er habe von Kollegen aus der Branche durchweg positive Reaktionen erhalten. Er gilt als bislang bekanntester Rennfahrer, der den Schritt in die Öffentlichkeit wagte.


Watts bei einem TV-Interview 2011. Bild: United Autosports / flickr

"Ich kann nur hoffen, dass mich Menschen weiterhin wie eine normale Person behandeln", so Watts gegenüber "Badger GP". "Ich bin immer noch die gleiche Person, die ich immer war. Ich lebe nur nicht weiter eine Lüge, die ich begonnen habe, um meine Karriere zu schützen." Er wolle in Zukunft mit queeren Motorsport-Clubs zusammenarbeiten, um das Klima für homosexuelle Fans und Fahrer zu verbessern: Das Versteckspiel mache unglücklich.

"Man verleugnet es gegenüber jedem", fasste Watts die Problematik bei Motorsport.com zusammen – in Worten, die auch Heterosexuelle verstehen. "Du scheinst unbekümmert und aufgeschlossen zu sein, wenn du aber alleine bist und am Abend in dein Bett gehst, dann denkst du darüber nach und es macht dich fertig." (nb)



#1 hugo1970Profil
  • 20.02.2017, 22:07hPyrbaum
  • Liebe Sportler, vor allem Profis, warum habt Ihr so eine große Angst vor dem wahren Ich zeigen?
    Ihr seit genau so arme Würstchen, wie die, was auf unsere Kosten Scherze machen, das muß endlich ein Ende haben!!!!!!, FÜR ALLE MAL!!!!!!!!!
    In dem Ihr nicht Eure wahre "Identität" zeigt, zeigt Ihr doch denjenigen, was unsre größten Feinde sind, das sie alles richtig machen, nähmlich Angst zu streuen um ihre kranken Fantasien freien Lauf lassen können, dem müßen wir für alle mal EINHALT gebieten!!!!
    Wieviele negav Beispiele gibt es nicht, von denjenigen, was Ihr ganzes Leben eine Scheiß Lüge vorleben, trinken alkohol, schlagen Familienmitgieder etc. muß das sein?
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#2 Patroklos
#3 schwarzerkater
#4 andreAnonym
  • 21.02.2017, 07:28h
  • Die Meisten, nicht alle, schwulen/lesbischen Sportler outen sich erst nach der Karriere. Manche schaffen es auch dann nicht richtig und sind, auf einmal, bisexuell. Fußballerinnen zum Beispiel. Aber da schwul/lesbisch während der Karriere schädlich ist, wegen der Kohle, Werbeverträgen etc ist das legitim.
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#5 SebiAnonym
  • 21.02.2017, 09:53h
  • Bravo!

    Die Welt braucht mehr LGBTI-Idole aus der Welt der Promis.

    Und natürlich ist es auch für seine Psyche besser, nicht ständig eine Schmierenkomödie spielen zu müssen und nicht ständig Angst vor Enttarnung haben zu müssen.
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#6 BiProudAnonym
#7 Komischer VogelAnonym
  • 22.02.2017, 00:23h
  • Antwort auf #4 von andre
  • Hey ich leb offen Bisexuel und mit nem anderen Mann verpartnert.
    Denkst Du als "Bi" bekommt man weniger homphobie ab? Denkt irgendwer iregend ein Homophober Vollpfosten diferenziert zwischen "Schwuppen" und Bi's?
    Biphobie gibts ausschliesslich aus den "Eigenen" LG(B)T reihen in den Rücken gestochen der Homophobe 0815 Idiot kennt den Unterschied doch nicht mal...

    Also was bitte soll es jemanden bringen sich erst mal nur als "Bi" zu Outen?
    Wenn wer auf Stonk aus ist gibt es keine abstuffungen von "Nicht Heterosexuel"
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#8 Homonklin44Profil
  • 23.02.2017, 01:53hTauroa Point
  • Antwort auf #1 von hugo1970
  • ""Liebe Sportler, vor allem Profis, warum habt Ihr so eine große Angst vor dem wahren Ich zeigen?(...)"

    Das ist eben nach wie vor nicht so einfach zu lösen.
    In einer durchweg homophoben Umgebung, und wenn man auf Sponsoren angewiesen ist, um seine sportliche Karriere auf den Weg zu bringen, können details aus dem Privatleben ALLES kosten. Und es muss noch nicht mal Bisexualität, lesbisch, schwul oder transident ect. sein.

    Da kommt es dann drauf an, was einem wichtiger ist. Die Kontakte, die man sich erarbeitet hat, zu behalten, und eventuell im Sport zu was zu kommen, oder sich auf das Privatleben zu konzentrieren, einen Partner zu finden oder sich in der Szene zu zeigen.

    Beides klappt meist nicht, oder führt dazu, dass man rausgemobbt und verstoßen wird. Sponsoren verabschieden sich. Langjährige, mühsam erarbeitete, oft unersetzliche Kontakte brechen ab.

    Privatleben privat belassen und Karriere davon getrennt zu halten, beschreibt den einfacheren Weg.
    Sogar eine Art Doppelleben lebt sich vereinbar.
    Sich auf den Sport zu konzentrieren, da kann man sich nicht mit der intensiven Beschäftigung mit inneren Krisen von abhalten. Sonst klappt man irgendwann zusammen. Für eine sportliche Karriere muss man auf viel verzichten.

    Wenn es dann mal dazu kommt, dass GLBTIQ-Zugehörigkeit öffentlich, und in der gesellschaftlichen Akzeptanz und vor allem der rechtlichen Wertschätzung
    ( Gleichstellung, gleiche Würde als so, wie man veranlagt ist, richtiger Mensch ) anerkannt steht, werden sich diese Probleme wahrscheinlich nach und nach auflösen.

    Und auch danach ist das Sache des Einzelnen. Einige Leute möchten ihr Privatleben öffentlich machen, andere möchten das nicht.
    Es macht keinen "Lügner" aus Jemandem, wenn er sein Privatleben für sich behält.
    Vielleicht macht es einen im Verhältnis zu den Trends der Zeit "altmodisch", aber auch Moden haben ihre Anhänger völlig legitim.
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#9 ursus
  • 23.02.2017, 16:23h
  • Antwort auf #8 von Homonklin44
  • "Einige Leute möchten ihr Privatleben öffentlich machen, andere möchten das nicht. Vielleicht macht es einen im Verhältnis zu den Trends der Zeit "altmodisch"..."

    ja, die gute alte zeit, als eheschließungen im geheimen stattfanden, nicht einmal die verwandtschaft etwas von beziehungen erfuhr, auch der staat sich nicht ins privatleben einmischte, und es vollkommen undenkbar war, dass jemand im kolleg_innen- oder freundeskreis verriet, ob er verliebt, verlobt oder verheiratet war.

    wann war das nochmal?
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