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"Schutz durch Therapie"

Onlineumfrage: Wie hältst du's mit dem Safer Sex ohne Gummi?

Eine erfolgreiche HIV-Therapie gilt als ebenso sicher wie ein Kondom – die Aidshilfe NRW will herausfinden, wie bekannt diese Safer-Sex-Variante und wie hoch ihre Akzeptanz ist.


Die Qual der Wahl beim Safer Sex: Während ein Kondom jeder selbst anwenden kann, ist bei "Schutz durch Therapie" Reden angesagt, auch gehört Vertrauen dazu (Bild: HIV Equal)

Kondomloser Sex gehört zur Lebensrealität von Schwulen und anderen Männern, die Sex mit Männern haben. Forschung und neue Präventionsstrategien ermöglichen neue Formen von Safer Sex. "Schutz durch Therapie" ist ein Teil davon und bedeutet, das Menschen mit HIV, die eine Therapie nehmen und deren Viruslast unter der Nachweisgrenze liegt, andere nicht anstecken können!

Die Aidshilfe NRW hat eine Onlineumfrage gestartet, um herauszufinden, wie verbreitet das Wissen ist über diese Möglichkeit, sich vor HIV zu schützen, und ob Schutz durch Therapie angewendet wird.

Die neue Safer-Sex-Variante wird in der Community kontrovers diskutiert. Für viele ist sie eine Erleichterung und ermöglicht eine Rückkehr zu kondomlosen Sex, wie er vor der Aids-Krise gelebt werden konnte. Andere glauben hingegen, dass die "Schutz durch Therapie"-Variante nicht wirklich funktioniert. Manche haben Schwierigkeiten darauf zu vertrauen, dass ihre Sexpartner ihre Medikamente regelmäßig einnehmen.

Die Ergebnisse der Onlineumfrage sind nach Angaben der Aidshilfe NRW wichtig, um weitere Präventionsaktionen zu planen. Die Beantwortung der Fragen dauert knapp zehn Minuten, nur noch bis Mitte März kann man teilnehmen. Die Ergebnisse der Umfrage sollen noch in diesem Jahr veröffentlicht werden. (mize/pm)



#1 MichaelTh auswärtsAnonym
  • 21.02.2017, 10:18h
  • Habe mit der Umfrage begonnen, diese aber dann abgebrochen, als die Frage zu den angewendeten Safer-Sex-Praktiken kam.

    "Ficken mit Kondom" hätte ich nicht angekreuzt, weil ich nicht mit Kondom ficke.

    Und hier beginnt das Dilemma: Ich ficke überhaupt nicht, Weder a noch p, weder mit noch ohne Kondom.

    Dies trifft auch auf weiter Safe-Sex-Praktiken zu, die anzukreuzen wären.

    Wenn ich die nun alle NICHT ankreuze, versteht die Umfrage, dass ich sie auch nicht anwende. Versteht aber nicht, dass ich sie nicht anwenden MUSS, um meinen Sex safe zu praktizieren.

    Damit ist diese Umfrage im Kern eigentlich wertlos. Wichtig wäre eine "Weiche" mit den eigenen Sexpraktiken und dem daraus resultierenden Verhalten.
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#2 Patroklos
#3 queero28Anonym
  • 21.02.2017, 12:20h
  • Ich habe immer noch logische Bedenken bei der Aussage, das korrekt angewendete Kondom hätte dieselbe theoretische Wirksamkeit wie der Schutz durch Therapie. Das basiert auf statistisch erhobenen Prozentsätzen. Kondome mögen in 1-2% der Fälle reißen, aber sie haben einen entscheidenden Vorteil: Wenn sie versagen, kann man es sehen - und wenn nötig andere Vorsichtsmaßnahmen treffen. Wenn das Sperma im Reservoir gelandet ist, lag die Sicherheit nicht bei 98% sondern viel eher bei 100%. Daher lasse ich die Aussage, beide seien gleich gut, nicht gelten. Das halte ich für zu naiv gedacht.
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#4 AlexAnonym
  • 21.02.2017, 13:48h
  • Antwort auf #1 von MichaelTh auswärts
  • Na in deinem Fall ist die Teilnahme dann tatsächlich eher sinnlos, weil der größte Ansteckungsvektor von vornherein wegfällt. Die Umfrage ist eindeutig für Leute gedacht, die sich auch tatsächlich einem Infektionsrisiko aussetzen.
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#5 LaurentProfil
  • 21.02.2017, 14:34hMetropolregion Rhein-Neckar
  • Antwort auf #1 von MichaelTh auswärts
  • Du meinst vermutlich die Fragen 19 und 20. Vorher heißt es ja "... handelt es sich deiner Meinung nach...".
    Ich habe das angekreuzt, was ich praktiziere, sonst müsste man ja lügen.

    Bei manchen Fragen steht ein Sternchen (*), bei anderen dagegen nicht. Habe auf die Schnelle nicht dessen Bedeutung herausgefunden. Ich meine dabei nicht diesen sog. "Gender-Stern" der Grünen für geschlechtsneutrale Sprache.

    Ansonsten:
    >>Während ein Kondom jeder selbst anwenden kann, ist bei 'Schutz durch Therapie' Reden angesagt. Auch gehört Vertrauen dazu.<<

    Geredet wird viel, gelogen allerdings auch.

    Deshalb ist das mit dem Vertrauen so eine Sache.

    Wenn man auf jemanden richtig scharf ist, erliegt man leicht der Versuchung, diesem alles abzunehmen.
    Deshalb ist für mich "Schutz durch Therapie" zu riskant. Man gaukelt eine Sicherheit vor, die es bei Fremden einfach nicht geben kann.
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#6 seb1983
#7 GurkenhobelAnonym
  • 21.02.2017, 17:28h
  • Ich für meinen Teil würde darauf nicht vertrauen. Die AIDS-Hilfe selber gibt an, dass die Therapie einen Schutzgrad von 95% hat. und das auch nur, wenn andere Geschlechtskrankheiten nicht vorhanden sind. und gerade letzteres lässt sich nicht immer feststellen.

    Aber das muss jeder selber wissen, wie er damit umgeht.
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#8 TheDadProfil
  • 21.02.2017, 19:51hHannover
  • Antwort auf #1 von MichaelTh auswärts
  • ""Damit ist diese Umfrage im Kern eigentlich wertlos.""..

    Wenn man so wie Du jetzt voraussetzt das es viele Menschen gäbe die ebenso antworten, weil sie sich ebenso sexuell betätigen, dann könnte daß so sein..

    Es dürfen hier aber Zweifel angemeldet werden ob der Großteil Schwuler Männer damit zufrieden ist sich gegenseitig zu befriedigen..
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#9 TheDadProfil
  • 21.02.2017, 19:57hHannover
  • Antwort auf #3 von queero28
  • ""aber sie haben einen entscheidenden Vorteil: Wenn sie versagen, kann man es sehen ""..

    Wie das ?

    Mittels miteingeführter Mini-Kamera ?

    Dir ist schon klar daß Du mit dieser Aussage einen möglichen Ansteckungsweg einfach mal so negierst ?

    Der ist auch gar nicht so selten, wie man denken könnte, denn bei über 3.200 Neuinfektionen im Jahr 2015 ist das sicher 30 Mal oder mehr geschehen, und damit befinden wir uns schon im Promillebereich..
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#10 TheDadProfil
  • 21.02.2017, 20:04hHannover
  • Antwort auf #7 von Gurkenhobel
  • ""Die AIDS-Hilfe selber gibt an, dass die Therapie einen Schutzgrad von 95% hat.""..

    ""5. Wie sicher schützt die PrEP?

    2015 belegten die PrEP-Studien Ipergay und PROUD bei schwulen Männern eine Senkung des HIV-Übertragungsrisikos von 86 Prozent. Das heißt: In der Gruppe der Männer, die die PrEP einnahmen, gab es nur gut ein Zehntel der Infektionen, die es sonst ohne PREP gäbe. Die PrEP hat somit eine ähnlich gute Schutzwirkung gegen HIV wie Kondome. Entscheidend für die Wirksamkeit ist die regelmäßige Einnahme. Wer Schwierigkeiten mit einer disziplinierten Tabletteneinnahme hat, für den ist die PrEP keine geeignete Methode.""..

    www.aidshilfe.de/faq-prep

    Die Schutzwirkung von Kondomen wird mit über 98 Prozent angegeben..
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