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"Seid ihr schwul, oder was?"

Späterer IS-Kämpfer attackierte schwules Paar in Bremen

Ein mutmaßlicher Terrorist, der in einem IS-Propagandavideo auftaucht, hatte offenbar vor drei Jahren ein schwules Paar brutal zusammengeschlagen. Er ist kürzlich in der Türkei gefasst worden.


Adnan S. in einem Propagandavideo für die Terrormiliz IS

Laut einem Bericht der Regionalzeitung "Weser-Kurier" hatte ein kürzlich in der Türkei verhafteter mutmaßlicher IS-Terrorist ein Homo-Paar in Deutschland attackiert und schwer verletzt. Der mutmaßliche Täter Adnan S., der IS-Anführer Abu Bakr al-Baghdadi in einem Video die Treue geschworen hatte und auch in einem Hinrichtungsvideo zu sehen ist, war im Januar oder Anfang Februar offenbar in Ankara festgenommen worden. Der 26-Jährige, der gebürtig aus Montenegro stammt, solle Terroranschläge in Europa geplant haben.

S. hatte in Deutschland offenbar mehrere Straftaten begangen, darunter auch eine Attacke auf ein schwules Paar im Februar 2014 im Bremer Stadtteil Gröpelingen. Dort sollen die beiden an der Kasse eines Discounters von einer aus zwei Männern mit langen Gewändern und einer vollverschleierten Frau bestehenden Gruppe heraus mit den Worten "Seid ihr schwul, oder was?" angegangen worden sein. Ihre Antwort: "Besser schwul als verschleiert".

Dieses kurze Gespräch führte offenbar dazu, dass die Schwulen von den Männern vor dem Laden zusammengeschlagen und schwer am Kopf verletzt wurden. Beide mussten daraufhin zwei Wochen im Krankenhaus verbrigen. Von dem Überfall berichtete jetzt erstmals einer der Männer der Zeitung, unter Vorlage von zahlreichen Beweisdokumenten. So wurde in einem Vermerk der Polizei festgehalten, dass die Verletzungen der Opfer "unter Umständen auch zum Tode hätten führen können".

Polizei stellte Ermittlungen ein

Die mutmaßlichen Täter wurden zwar von der Polizei gestellt, aber nach Aufnahme der Personalien wieder freigelassen. Zu Vorladungen erschienen sie nicht. Anderthalb Jahre nach dem Vorfall erhielten die beiden Opfer ein Schreiben, wonach die Ermittlungen eingestellt worden seien, weil einer der Täter als IS-Kämpfer gestorben sei und der andere, Adnan S., verschollen sei.

Noch ist unklar, ob Adnan S. jemals für den Vorfall zur Verantwortung gezogen werden kann. Die beiden schwulen Gewaltopfer, die jetzt 49 und 51 Jahre alt sind, leiden immer noch unter dem Angriff. Sie mussten aus Angst umziehen und würden sich noch heute abends nur noch mit Pfefferspray bewaffnet auf die Straße trauen.

Der "Islamische Staat" geht im Irak und Syrien mit aller Härte gegen mutmaßliche Homosexuelle vor. Immer wieder gibt es Berichte über brutale Hinrichtungen. Zuletzt rühmte sich die Terrormiliz im Dezember damit, ein Mann wegen mutmaßlicher Homosexualität von einem Hausdach gestoßen zu haben (queer.de berichtete). Im "Strafrecht" des IS steht die Todesstrafe unter anderem auch auf Ehebruch, den Abfall vom islamischen Glauben und dem Spionieren für den Gegner (queer.de berichtete). (cw)



#1 schwarzerkater
  • 21.02.2017, 17:16h
  • ich warte schon jetzt mit viel freude und geduld auf die schönfärberei eines users aus hannover. bestimmt steckt hinter dem mutmaßlichem täter adnan s. nur ein weiteres opfer der katholischen kirche.
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#2 LaurentProfil
  • 21.02.2017, 17:56hMetropolregion Rhein-Neckar
  • Antwort auf #1 von schwarzerkater
  • >>Besser schwul als verschleiert.<<

    Anderen Mitbürgern Vorhaltungen bei der Bekleidung machen zu wollen, kann doch nur als Provokation aufgefasst werden und zu entsprechenden Reaktionen führen.

    >>...nach Aufnahme der Personalien wieder freigelassen.<<
    >>Zu Vorladungen erschienen sie nicht.<<
    >>...erhielten die Opfer ein Schreiben, wonach die Ermittlungen eingestellt worden seien..<<

    Dieses Schleifenlassen auch seitens der Behörden
    wird immer unerträglicher.
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#4 TheDadProfil
  • 21.02.2017, 19:37hHannover
  • Antwort auf #2 von Laurent
  • "">>...nach Aufnahme der Personalien wieder freigelassen.<<""..

    Das ist durchaus üblich wenn beschuldigte einen festen Wohnsitz und eine Arbeitsstelle haben..

    "">>Zu Vorladungen erschienen sie nicht.<<""..

    Niemand ist verpflichtet im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens bei der Polizei oder der Staatsanwaltschaft eine Aussage zu machen..
    Dazu sind Beschuldigte nicht einmal vor Gericht verpflichtet..

    "">>...erhielten die Opfer ein Schreiben, wonach die Ermittlungen eingestellt worden seien..<<""..

    Wenn der Beschuldigte untertaucht ist das üblich, denn die Staatsanwaltschaft hat sich nicht nur um einen Fall zu kümmern..

    Mit "Schleifenlassen" hat das eher wenig zu tun..

    Aber nun wo der Beschuldigte festgenommen wurde kann das Ermittlungsverfahren wieder aufgenommen werden, und er dazu vor Gericht verurteilt werden..
    Vor dem Hintergrund des Ermittlungsverfahrens wegen Terrorismus und der dazu zu erwartenden Haftstrafe wird das allerdings wohl nicht weiter ins Gewicht fallen, denn mehr als 2 Jahre Haft kommen für solche Körperverletzungen selten zusammen..
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#5 Paulus47Anonym
  • 21.02.2017, 19:51h
  • Tja so ist das leider im Islam: der Islam politisiert sich im Laufe der Jahre immer mehr und schärfer.

    Bis heute gibt es keine einzige muslimische Gemeinde in Deutschland, wo ein gleichgeschlechtliches Paare eine Trauung oder zumindest einen öffentlichen Segnungsgottesdienst erhalten kann; in vielen christlichen (Lutheran,er Uniert, Reformierte, Unitarier, Quäker, Waldenser, Mennoniten, Presbyterianer/Altkatholiken und Anglikaner) Kichen/jüdischen Synagogen (Reformjudentum; Konservatives Judentum) .

    Dafür stehen mittlerweile rund 100 Moscheegemeinden und deren Umfeld unter Beobachtung des deutschen Verfassungsschutzes.

    Und bei der DITIB spionieren Imame aus der Türkei Gemeindemitglieder aus, ob diese der Gülenbewegung nahestehen.

    Und selbst der grüne Politiker Cem Özdemir forderte, dass die Homophobie im Islam dringend auf die politische Tagesordnung gehört.

    ABER all dies wollen unsere LINKEN Atheisten hier im Forum nicht wahrhaben und ignorieren diese Entwicklungen und Zustände im Islam.
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#6 schwarzerkater
  • 21.02.2017, 20:20h
  • Ich bin in der tiefsten katholischen Provinz in Baden-Württemberg aufgewachsen.
    Beruflich bedingt lebte ich unter anderen in Berlin, Hamburg und München. Ob auf deutschen Dörfern, oder mit betrunkenen bayrischen Jugendlichen auf dem Oktoberfest, (oder im Fußballstation beim HSV, St. Pauli, FC BAYERN und beim KSC) NIE wurde ich schwulenfeindlich beleidigt, oder körperlich angegangen.

    Es gibt eine Ausnahme: (junge) muslimische Männer mit Migrationshintergrund.
    Für diesen offen aggressiven Personenkreis stehe ich als homosexueller Mann in der gesellschaftlichen Hierarchie ganz, ganz weit unten.
    Und weil ich angeblich so weit unten stehe, haben diese (junge) muslimische Männer mit Migrationshintergrund auch keine Scham, ihre
    Überlegenheit durch Beleidigungen, Erpressungsversuche, Diebstahl oder durch körperliche Gewalt zu manifestieren.
    Erleben musste ich diese unverschämte Verhaltensweisen in Berlin, Hamburg und München.
    Aber wahrscheinlich bin ich ja nur einer dieser bedauerlichen Einzelfälle; der Dauer-User aus Hannover wird es mir schon erklären, was ich jahrelang falsch gemacht habe.
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#7 TheDadProfil
  • 21.02.2017, 20:36hHannover
  • Antwort auf #5 von Paulus47
  • ""Dafür stehen mittlerweile rund 100 Moscheegemeinden und deren Umfeld unter Beobachtung des deutschen Verfassungsschutzes.
    ""..

    Würde man bei Evangelikalen Hetzern die gleichen Parameter für die Überwachung durch den Verfassungsschutz anlegen wie bei Hass-Predigern in den Moscheen, dann käme man leicht auf eine weit höhere Zahl überwachter Freikirchen als Moscheen..
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#8 TheDadProfil
  • 21.02.2017, 20:46hHannover
  • Antwort auf #6 von schwarzerkater
  • Bösartigerweise könnte man nun eine Korrelation zwischen dem Namen Deiner E-Mail-Addy und dem Verhalten in der Öffentlichkeit ziehen, und dann konstatieren, bei den Besuchen in diversen Bundesliga-Stadien nur nicht richtig hingehört zu haben..
    Was dann dazu führen würde den Vorwurf zu erheben, man zöge hier das persönliche Verhalten der Opfer als "Mitschuld" heran..
    Eine überflüssige Diskussion..

    Deine Erfahrungen weichen zu annähernd 100 % von meinen Erfahrungen ab..

    Nimm's einfach mal hin..

    Wozu diese Provokationen Deinerseits dienen sollen erschließt sich wohl dann auch nur Dir selbst, denn ich sah mich in noch KEINEM EINZIGEM Kommentar den ich geschrieben habe dazu veranlaßt Täter*innen in Schutz zu nehmen..

    Im Gegenteil..
    Ich habe allerdings immer Ethnien davor in Schutz genommen zu Täter*innen erklärt zu werden, und bin vor allem dieser Unverschämtheit des
    "die sind ja alle so"
    entgegengetreten, denn diesen blöden Rassismus muß man hier nicht Unkommentiert stehen lassen !
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#9 neuro
  • 21.02.2017, 21:08h
  • Antwort auf #5 von Paulus47
  • "Und selbst der grüne Politiker Cem Özdemir forderte, dass die Homophobie im Islam dringend auf die politische Tagesordnung gehört."

    Da hat Herr Özdemir recht. Eher so wie er es gesagt hat und nicht, wie das hier vereinfacht wird.

    "ABER all dies wollen unsere LINKEN Atheisten hier im Forum nicht wahrhaben und ignorieren diese Entwicklungen und Zustände im Islam."

    Ich bin Atheist. Ich bin nicht rechts, nicht revisionistisch und nicht konservativ. Ob ich deswegen links bin? Kommt auf die Auslegung an.

    Dennoch: Ich sehe in der Tat ein Problem in der momentanen Auslegung des Islams.

    Sie sehen ... Sie bewerten Menschen nach Ihren Denkmustern. Links, atheistisch, muslimisch und projizieren ihre Erfahrungen von Zusammenhänge in scheinbar allgemeine Kausalität. Aber so einfach ist die Welt nicht.

    Ich persönlich hatte mehr Probleme mit russischen und (offensichtlich christlichen) afrikanischen Mitbürgern als mit Muslimen. Und auch dort hat die Homophobie auch stark religiöse Wurzeln. Ist da jetzt auch das Christentum das Problem?

    Obwohl ich Atheist bin, halte ich noch nicht mal Religionen für das Problem (Auch wenn "Religiosität" für mich durchaus ein Symptom einer unterliegenden Problem mit Erkenntnisgewinn darstellt, welches vielen Problemen gemein ist).
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#10 OrthogonalfrontAnonym
  • 21.02.2017, 22:16h
  • Antwort auf #8 von TheDad
  • "Deine Erfahrungen weichen zu annähernd 100 % von meinen Erfahrungen ab..

    Nimm's einfach mal hin.."

    Pah! Du nimmst auch meine persönlichen Erfahrungen mit Moslems zu genau 0 % einfach mal so hin. Untersteh dich also, dies jetzt auch noch von anderen zu verlangen!
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