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Prozessauftakt mit Geständnis

Fürth: Mann tötete seinen Mitbewohner

Psychische Probleme könnten eine Rolle gespielt haben, als ein 46-Jähriger seinen Kumpel und Sexpartner wegen dessen Männerkontakten im Streit erwürgte.


Ein Urteil wird kommende Woche erwartet (Bild: Hans Splinter / flickr)

Vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth hat am Donnerstag ein 46-jähriger Dachdecker gestanden, im März des letzten Jahres im Rahmen eines Streits seinen 52-jährigen Mitbewohner in der gemeinsamen Wohnung erwürgt zu haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Totschlag vor.

Zu dem Streit war es am 24. März in der Zwei-Zimmer-Wohnung in der Fürther Südstadt gekommen, als der ältere Bewohner verspätet nach Hause kam. Der Angeklagte lebte dort als Untermieter und schlief Medienberichten zufolge auf einer Couch, er zahlte eine kleine monatliche Miete und kümmerte sich um das Essen und den Haushalt.

Mit dem schwulen 52-Jährigen habe er gelegentlichen Sex gehabt, von einer Beziehung könne aber keine Rede gewesen sein, so der Angeklagte vor Gericht. An dem Abend sei man in Streit geraten, über die Farbe des von ihm renovierten Gartenhauses etwa. Oder über die gelegentlichen Männerbesuche des Älteren, die sich in dem Gartenhaus abspielten.

Angeklagter hatte offenbar Wahnvorstellungen

Während einige Medien und die dpa berichten, der ältere Mann habe dem jüngeren Mann an dem Abend erstmals von den Kontakten zu weiteren Männern berichtet und so den Gewaltausbruch ausgelöst, schreibt die "Nürnberger Zeitung" aus der Verhandlung, der Streit habe sich um bereits bekannte Treffen gedreht.

Demnach habe der Angeklagte vor Gericht betont, drei der Männer hätten sich ihm gegenüber übergriffig verhalten. Im Nachhinein könne er sie auch identifizieren: als Paul Breitner, Uli Hoeneß und Franz Beckenbauer. Der vom Gericht bestellte Psychiater hält die angeblichen Besuche der Prominenten des FC Bayern für Wahnvorstellungen. Der Streit sei eskaliert, als der Ältere gemeint habe, er müsse nichts bereuen.

Er habe den Mann "so lange in den Schwitzkasten genommen", bis er sich nicht mehr gerührt habe, sagte der Angeklagte. Den Vorwurf der Staatsanwaltschaft, ihn mit einem Kissen erwürgt zu haben, wies er zurück: Das Kissen habe er auf dem Kopf platziert, weil er den Anblick nicht mehr habe ertragen können.

Nach der Tat war der Mann zuerst angetrunken zu seiner Mutter nach Weimar gefahren und dabei in eine Polizeikontrolle geraten. "Mit schlechtem Gewissen" sei er am nächsten Morgen zum Tatort zurückgekehrt. Dort rief er den Notarzt mit dem Hinweis, den leblosen Körper des Freundes gerade erst entdeckt zu haben.

Der Prozess wird fortgesetzt, ein Urteil wird in der nächsten Woche erwartet.



#1 Homonklin44Profil
  • 24.02.2017, 18:58hTauroa Point
  • "Schitzkasten" ist wahrscheinlich Schwitzkasten (?)

    Wieso dieser Typ so ausrasten konnte, ist vermutlich auf psychisches Neben-der-Kappe-gehen zurückzuführen, das dürfte klar sein. Vielleicht auch durch Eifersucht oder verlagerten "Sexneid" oder so etwas. Die Bezeichnungen der Männerbesuche des Älteren mit den Namen der Fußball-Größen kann auch aus Hohn und Zynismus heran gekommen sein.
    Da steckt schon Tieferes, länger sich aufgestaut Habendes dahinter. Das ganze seltsame Mietverhältnis scheint nun auch nicht gerade üblich gewesen zu sein.

    Dem Vermieter hilft das dran Herumdenken leider auch nicht mehr.
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#2 Patroklos
#3 der exAnonym
  • 01.03.2017, 15:10h
  • der täter is doch total neben der spur, ich war mit dem opfer vor 22 jahren glücklich zusammen und der täter zieht jeden strohhalm damit es auf eine geringere totschlagsstrafe hinausläuft!

    heute wurde ich vor gericht nämlich nach den finanzen des opfer von vor 15 jahren gefragt.

    der täter ist ja schon vorbestraft und war auch schon im knast. das opfer stellte ihn hals heterofreund vor dem er damals helfen wollte, weil dieser selbst lange krank war und den täter aus der vergangenheit kannte und ihm einen freundschaftsdienst erweisen wollte.

    bei diesen ganzen wirrungen wird nur das opfer nich wissen wie es wirklich war und ich wusste bis eine woche vor dem tot des opfers nichts von sexuellen- oder beziehungsgebaren zwischen den beiden. und das trotz regelmäßigen kontaktes zum opfer.
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