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Weltweite Studie der Varkey-Stiftung

Die deutsche Jugend ist am homofreundlichsten

In der Generation Z gibt es die größte Unterstützung für die Ehe für alle mit 82 Prozent in Deutschland – im Umgang mit Trans*rechten schneiden junge Inder jedoch besser ab.


Eine deutliche Mehrheit der Menschen, die um die Jahrtausendwende geboren wurden, unterstützen LGBTI-Rechte (Bild: Beatrice Murch / flickr)

Rund drei Viertel (74 Prozent) der jungen Erwachsenen weltweit finden, dass Trans*menschen dieselben Rechte haben sollten wie Cis-Personen. Dies ist ein Ergebnis der umfangreichen Untersuchung "Generation Z: Studie der Weltgesellschaft – Was die jungen Menschen weltweit denken" (PDF), die von der Varkey-Stiftung in zwanzig Ländern durchgeführt wurde.

Bei der allgemein gestellten Frage wurde nicht konkretisiert, um welche Rechte es genau geht. Demnach ist die Befürwortung einer Gleichbehandlung von Trans*menschen in Indien (79 Prozent) größer als in Deutschland (78 Prozent). Die höchste Unterstützung gibt es in Kanada (83 Prozent) sowie Neuseeland, Argentinien und Großbritannien (jeweils 80 Prozent). Japan (61 Prozent) und Nigeria (57 Prozent) bilden die Schlusslichter.

63 Prozent unterstützen gleichgeschlechtliche Ehen

Insgesamt eher erfreuliche Zahlen gibt es auch bei der Ehe für alle: Fast zwei Drittel der jungen Menschen (63 Prozent) meinen, dass auch schwule und lesbische Paare heiraten können sollten, wobei Frauen sich weitaus eher dafür aussprechen als Männer (70 Prozent gegenüber 54 Prozent).

In Indien (53 Prozent) und Südkorea (47 Prozent), wo homosexuelle Paare bislang keinerlei Rechte haben, unterstützt rund die Hälfte der jungen Menschen die gleichgeschlechtliche Ehe. Die Befürwortung ist am höchsten in Deutschland (82 Prozent) – sogar noch vor den USA (71 Prozent ) oder Großbritannien (77 Prozent), wo die Ehe längst geöffnet ist. Am niedrigsten fällt die Unterstützung in der Türkei (33 Prozent) und Nigeria (16 Prozent) aus.

LGBTI-Fragen in Indonesien und Russland weggelassen

Für die Studie wurden zwischen dem 19. September und 28. Oktober 2016 in 20 Ländern jeweils rund 1.000 jungen Menschen im Alter von 15 bis 21 die gleichen Fragen gestellt. Die Teilnehmer stammen aus Argentinien, Australien, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Indonesien, Israel, Italien, Japan, Kanada, Neuseeland, Nigeria, Russland, Südafrika, Südkorea, der Türkei und den USA.

Es ist das erste Mal, dass eine internationale Vergleichsstudie über Einstellungen junger Menschen in dieser Größenordnung durchgeführt wurde. Die beiden hier herausgepickten LGBT-Fragen wurden allerdings nur Teilnehmern ab 18 Jahren gestellt. In Indonesien und Russland wurden sie sogar komplett weggelassen.

Als Generation Z werden die heutigen Jugendlichen und jungen Erwachsenen bezeichnet, die um die Jahrtausendwende geboren wurden. (cw)



#1 trans_allianceProfil
  • 26.02.2017, 09:03h
  • ... vielleicht sollte mal die Umfrage mal auch unter den 630 MdB machen.

    Laut der Studie gestehen 78% der deutschen Jugend - 'trans*Menschen' eine Gleichbehandlung zu.
    Der 18. Deutsche Bundestag und die aktuelle Bundesregierung verweigern sich weiterhin gesetzliche Neuregelungen zu Gunsten der tti Bereiche, sowie nicht-binärer Menschen zu beschließen.

    Der Petitionsausschuss des Deutsche Bundestag war am 16.2.2017 nicht einmal bereit, Intersex Genitalverstümmelungen (IGM) zu verbieten.
    Wer als Volksvertreter mit den Medien die Bevölkerung nicht aufklären will, sondern die von NS Medizinern eingeführten Machenschaften aufrecht erhalten und fortführen will, steht wohl kaum für die deutsche Bevölkerung / Familien!

    transallianceproject.wordpress.com/2017/02/25/kein-igm-verbo
    t-in-deutschland/


    Der Spalt der zwischen der normalen Bevölkerung und Berlin in vielen Bereichen existiert, gefährdet auch die deutsche Demokratie.

    Die Verantwortlichen MdB der Regierungsparteien CDU, SPD, CSU werden aufgefordert, gesetzliche Neuregelungen zu Gunsten der tti Bereiche, sowie nicht-binärer Menschen (trans* / Transgender; Transsexualität, transident; Intersex / Intersexualität) in dieser Legislaturperiode zu beschließen!

    .

    Jedes Geschlecht verdient Respekt
    every gender deserves respect
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#2 seb1983
  • 26.02.2017, 09:30h
  • Das räumt dann vielleicht mal mit schwulen Vorurteilen auf dass es einen angeblichen "roll back" gibt und dass eine Eheöffnung zwangsläufig zu einer positiveren Einstellung gegenüber LGBTusw. führt
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#3 Patroklos
#4 OrthogonalfrontAnonym
  • 26.02.2017, 11:13h
  • Miese Werte in der Türkei und noch miesere in Nigeria? Die arabischen Länder brauchte man dann natürlich gar nicht mehr zu befragen. Umso arabisch-islamischer, desto schlimmer. Das beweist sich immer wieder und wieder. Bestimmt kommt jetzt, dass die Hälfte von Nigeria ja "christlich" seien. Dem halte ich entgegen, dass die meisten dieser Christen radikalisierte Evangelikale sind. Das hat mit dem was wir hierzulande unter Christen verstehen schonmal gar nichts zu tun. Im Norden herrscht entweder schon die Scharia oder die Schlächter von Boko Haram treiben ihr Unwesen. Die Befragten stammen sicher aus der dünnen eher gebildeten Schicht in eher sicheren Gegenden und selbst da erreicht die Zustimmung nur 16%. Jedenfalls haben die sicher nicht in der Boko Haram Ecke nachgefragt, wo gewohnheitsmäßig Andersgläubige abgeschlachtet werden. Diese Selektion drückt das eigentliche Ergebnis noch weiter in den Keller. Radikaler afrikanischer Evangelikalismus und arabischer Sharia-Islam bedeuten exakt 0% Akzeptanz für LGBTTIQ. Wer das nicht erkennen will, verrät alle LGBTTIQ, die täglich durch diese Hass-Religionen vernichtet werden.
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#5 Ralph
  • 26.02.2017, 12:53h
  • Der befürchtete/wahrgenommene Rollback ist leider keine Frage von Mehrheitsmeinungen, sondern von Politik auf Grund lauter Agitation rechtsextremer Minderheiten (AfD, kath. Kirche, Pegida, "Demo für alle" usw.). Deshalb bringt es wenig, sich über homofreundliche Umfrageergebnisse zu freuen, die sich auf politische Entscheidungen nun mal gar nicht auswirken. Entscheidend ist nicht, wie viele Prozente der Gesamtbevölkerung oder dieser oder jener sozialen Gruppe für unsere volle Gleichstellung sind, sondern dass 80% des Bundestages sowie alle Parteien außer den Linken und (noch) vielen Grünen sie ablehnen.
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#6 Homonklin44Profil
  • 26.02.2017, 13:42hTauroa Point
  • Sehr erfreuliche Nachrichten. *Canada- und NZ-Flagge schwenk* , man würde hogffen, dasssich dasauch dann so verhält, wenn diese jungen Leute mal was zu sagen haben, also sich politisch vermitteln lernen.

    Ansonsten ist es zwar erfreulich, hält aber weder den "Roll back" in der Rechtsruck- und deren Sympathisanten-Welt auf, noch führt es eher zu GLBTIQ-begünstigenden Entscheidungen.
    Die Volksmeinung ist in Deutschland etwa insgesamt recht überzeugend pro Gleichstellung, aber in der politischen Ebene zählt die Ansicht der Bürger kaum.

    Nigeria ist nun kein Wunder, da hauptsächlich von eifrigen Religioten bewohnt, da hätte man die Umfrage auch unter Scientology-Mitgliedern, im Vatikanstaat oder in der IS-Zone machen können. Wahrscheinlich hat man die Fragen in Indonesien und Russland auch deshalb weggelassen, weil das Umfrageteam sonst verhaftet/ verprügelt worden wäre.

    Dagegen ist Nigeria noch relativ kulant geblieben. In der Türkei und wie sie aktuell tickt, wundert es mich auch nicht besonders mehr. Ist zwar schade, weil die da schon mal recht sophisticated unterwegs waren, aber mit der Rückführung in die Religiotisierung wurde bisher noch jedes Volk irgendwann untergebuttert.
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#7 seb1983
#8 Reto77
  • 26.02.2017, 14:03h
  • Eine Umfrage sollte so politisch neutral wie möglich verfasst sein, sonst wird der Befragte beeinflusst und das Ergebnis verfälscht. Im vorliegenden Fall wird homophob beeinflusst, indem man LGBTI auf 18+ beschränkt, also mit Pornographie gleichsetzt.

    Diese Idee, dass LGBTI ein reines Erwachsenenthema sei, begegnet mir leider auch unter uns Schwulen. Ich führte neulich mit einem anderen Schwulen ein Streitgespräch darüber, ob man vor Dreizehnjährigen sachlich (als gleichwertige Liebesbeziehung, angeborene Veranlagung) über Homosexualität sprechen darf. Ich war dafür - er dagegen - und gelte deshalb bei ihm und seinem Freundeskreis nun als kinderschändender Perverser. Gerade zur Mobbing- und Suizidprävention wäre ein frühes (nicht pornographisches) Sprechen über andere als heterosexuelle Veranlagungen eben wichtig. Aber wenn man mit dieser Meinung selbst in der Community als perverser Aussenseiter gilt, sehe ich für die Zukunft schwarz.
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#9 stromboliProfil
#10 OrthogonalfrontAnonym