Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?28296

"Orgasm Gap"

Hetero-Männer kommen öfter als Schwule

US-Forscher haben untersucht, wie häufig verschiedene Geschlechter und Orientierungen beim Sex zum Orgasmus kommen – und sehen Optimierungsbedarf vor allem bei hetero- und bisexuellen Frauen.


Ein Mann kommt auf dem Cover des Ratgebers "Cum!" aus dem Bruno Gmünder Verlag. Für diesen besonderen Moment interessiert sich auch die Wissenschaft

95 Prozent der heterosexuellen Männer kommen eigenen Angaben zufolge immer oder fast immer während des Sex mit der Partnerin zum Orgasmus. Das ergab die Auswertung einer Online-Umfrage durch US-Forscher unter Menschen in Beziehungen.

Damit lagen sie vor schwulen Männern mit 89 und bisexuellen Männern mit 88 Prozent. Bei den Frauen lagen Lesben mit 86 Prozent nicht weit entfernt – doch nur 66 Prozent der bisexuellen und 65 Prozent der heterosexuellen Frauen gaben an, beim Sex immer oder fast immer zum Orgasmus zu kommen.

Insgesamt wurden von den Forschern um David Frederick von der Chapman University in Kalifornien die Eigen-Angaben von 52.588 Menschen ausgewertet, darunter 452 schwule und 550 bisexuelle Männer sowie 340 lesbische und 1.112 bisexuelle Frauen.

Die Zusammenfassungen der Studie gehen nicht näher auf den Unterschied zwischen homo- und heterosexuellen Männern ein, dafür stark auf den unter Frauen. Die Ergebnisse zeigten schließlich, dass der "Orgasm Gap" reduziert werden könne: "Der Fakt, dass lesbische Frauen häufiger zum Orgasmus kommen als heterosexuelle Frauen deutet darauf hin, dass viele heterosexuelle Frauen höhere Raten von Orgasmen erleben könnten."

Häufiger kommen durch Oralsex

Die Forscher untersuchten näher, welche Faktoren zu mehr Orgasmen führten. Außer bei heterosexuellen Männern habe sich gezeigt, dass "von besonderer Wichtigkeit die Einbeziehung von oralem Sex zusammen mit weiteren Aktivitäten während des Geschlechtsverkehrs" sei.

Gerade bei heterosexuellen Frauen kämen die wenigsten durch rein penetrativen Sex zum Höhepunkt. Allgemein förderlich seien – statistischen Kofaktoren zufolge – ein Gespräch, welche Wünsche der Partner habe, Lob für bestimmte Handlungen, das Tragen von Reizwäsche, das Ausprobieren neuer Positionen, anale Stimulation oder Dirty Talk. Nicht zuletzt seien auch Liebesbezeugungen hilfreich.

41 Prozent der Männer glaubten der Befragung zufolge, dass die Partnerin immer zum Orgasmus komme – was nur 33 Prozent bestätigt hätten. Letztlich lassen die Untersuchungsergebnisse aber an vielen Stellen viele Deutungen zu, auch sind die Selbsteinschätzungen bei einer Online-Umfrage mit Vorsicht zu genießen. Die Gesamtauswertung ist kostenpflichtig im Journal "Archives of Sexual Behaviour" erschienen. (nb)

Auch bei Singles liegen Lesben vor anderen Frauen

Zu den nach Geschlecht und sexueller Orientierung unterschiedlichen Orgasmushäufigkeiten war bereits 2014 eine Studie zu einer Online-Befragung unter 2.850 Amerikanern gekommen, die in den letzten zwölf Monaten Sex hatten – allerdings als Singles.

Hier war der Abstand zwischen hetero- und homosexuellen Männern kleiner – und erneut zeigte sich ein klarer Unterschied bei den Frauen. Die durchschnittliche Orgasmusrate lag bei heterosexuellen Frauen bei 61,6 Prozent, bei bisexuellen sogar nur bei 58 Prozent. Lesbische Frauen kamen hingegen in 74,4 Prozent der Fälle zum Höhepunkt – auch bei kleiner Datenlage ein statistisch signifikanter Unterschied.

Bei heterosexuellen Männern lag die Quote bei 85,5 Prozent, bei schwulen bei 84,7 und bei bisexuellen bei 77,6 Prozent. Die Studie der Universität von Indiana ist im "Journal of sexual medicine" erschienen.



#1 Laurent
  • 26.02.2017, 11:30h
  • >>Letztlich lassen die Untersuchungsergebnisse aber an vielen Stellen Deutungen zu, auch sind die Selbsteinschätzungen bei einer Online-Umfrage mit Vorsicht zu genießen.<<

    Da wird ein Riesenaufwand betrieben, dann stellt eine eher beiläufige Erwähnung das Ganze infrage.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 CarstenFfm
  • 26.02.2017, 11:38h
  • Naja, der Grund könnte sein, dass man es als Schwuler öfter an an einem Abend macht, und sich das mit dem Kommen daher etwas einteilt, damit man oft genug kann.
    Also gerade bei Sexparties und so... da f*** man ja meist ohne kommen und geht dann zum nächsten ;-)
  • Antworten » | Direktlink »
#3 herve64Profil
  • 26.02.2017, 12:21hMünchen
  • Und wieder eine Untersuchung, die so bedeutungsschwanger ist wie die Erkenntnis, dass es nachts finster wird. Wen interessiert so etwas eigentlich wirklich?
  • Antworten » | Direktlink »
#4 andreAnonym
  • 26.02.2017, 14:35h
  • Die meisten Heten sind Machos. Die würden niemals freiwillig zugeben, daß sie nicht zum Orgasmus kommen. Auch nicht bei einer Umfrage. Das wäre ein Zeichen von Schwäche. Aber dafür übertreiben es Schwule bei der Größe des Penis. Wenn man so will ausgleichende Gerechtigkeit.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 stromboliProfil
  • 26.02.2017, 15:04hberlin
  • Antwort auf #4 von andre
  • keine ahnung wie da der heteromann tickt...
    Wie der homotickt und warum er nicht immer bei allen gelegenheiten kommt , hat etwas mit der phantasie oder aber mit dem gerade sich abspieldenden bedürfnissen nach schmußen ohne orgiastischem stress zu tun.

    Ich vermute mal, die hete , so nicht paar aber paarungswillig, macht sich wenig gedanken drüber was in der anderen - weiblichen person vor sich geht.
    Hauptsache abgespritzt.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 markusbln11Anonym
  • 26.02.2017, 15:35h
  • Also im pullermann neulich hatte ich vier männer der reihe nach und nur einen orgasmus.

    Das zur orgasmusquote.

    Aber die qualität ist doch auch von bedeutung.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 saltgay_nlProfil
  • 26.02.2017, 16:02hZutphen
  • Eine typische Drittmittelforschung. "Privat kann es besser", meint Angela Merkel. Wahrscheinlich legt sie ihre eigenen wissenschaftlichen Maßstäbe an.

    Da wird nun mit Trara und bei queer.de ebenfalls mit Getöns so ein Gedöns veröffentlicht. Von rund 55000 Befragten wurden 452 Schwule befragt. Das ist weniger als 1% der gesamten Probe. Das liegt doch im Fehlerbereich der gesamten Untersuchung. So etwas ist absolut unwissenschaftlich und dient nur als Tätigkeitsnachweis für Geldgeber.

    Diesen Scheiß kann man sofort wieder vergessen und hier nur als Lückenfüller verstehen.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 andreAnonym
  • 26.02.2017, 18:20h
  • Antwort auf #5 von stromboli
  • Kann auch sein. Ich bin jetzt in der Menopause, denke ich. (haha). Habe festgestellt, daß, beim Onanieren, viel weniger kommt als früher. Richtigen Sex habe ich schon ewig nicht mehr gehabt. Irgendwie keine Lust mehr. Ich vermisse auch nichts. Sicher wegen siehe oben. Mir gehts gut. Im Urlaub vielleicht ab und zu, Massage mit Happy End. Andere Prioritäten. Sportstudio Sixpack und solche Sachen. Bißchen auf den Körper achten. Das geht vor Orgasmus bei mir. Na wenigstens ists lustig.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 Homonklin44Profil
  • 26.02.2017, 19:22hTauroa Point
  • Es gibt Umfragen zu Dingen, die sind - salopp gesagt - wirklich für'n Arsch.

    Interessanter wäre es schon gewesen, umzufragen, wie oft Schwule oder andere wirklich zu einem spontan zugesagten Date hin kommen.
    (Dachte zunächst, es könnte darum gehen)

    Ob da jetzt mit einbezogen wurde, wie häufig Typen bei "5 gegen Willy" kommen, oder Frauen bei ... wogegen immer auch die eigentlich spielen, 5 gegen Jutta evtl ... lässt sich nicht erahnen.
    Vielleicht wurden MasturbatorInnen wie reine Wichser auch erst nicht befragt.

    Zudem schwierig zu erheben, wem dieses Wissen nützt. Vielleicht dem Architekten, der das Lagerpotenzial in Samenbanken errechnet? Oder dem Tempotaschentuchproduzenten...

    Wayne?
  • Antworten » | Direktlink »
#10 LovesternProfil
  • 26.02.2017, 23:07hGreifswald
  • Hm... ob da wohl mancher passive Mann nicht immer zum Orgasmus kommt? Ist nur so ne Vermutung.
  • Antworten » | Direktlink »