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89. Academy Awards

"Moonlight" gewinnt Oscar für den besten Spielfilm

Der Indie-Film über einen jungen schwulen Schwarzen räumte auch in Los Angeles ab – am 9. März startet er in deutschen Kinos.


Das Filmdrama "Moonlight" begleitet Chiron, der eine drogensüchtige Mutter hat, in drei Kapiteln als Jungen, Jugendlichen und Erwachsenen (Bild: A24)

Am Ende wurden die 89. Oscar-Verleihung doch noch spannend. Filmstar Warren Beatty verkündete mit "La La Land" zunächst den falschen Gewinner für den besten Spielfilm. Als der Produzent des Musicals bereits zu seiner Dankesrede ansetzen wollte, wurde er unterbrochen. Denn in Wirklichkeit hatte "Moonlight" gewonnen – Beatty war mit einem falschen Umschlag auf die Bühne geschickt worden.

Das Drama "Moonlight", das am 9. März in deutschen Kinos startet, hat in den vergangenen Wochen bereits zahlreiche Filmpreise abgeräumt, darunter einen Golden Globe als bester Spielfilm (queer.de berichtete). Der Film von Regisseur Barry Jenkins erzählt die Geschichte des jungen Schwarzen Chiron, der in Miami fernab jeglichen Glamours bei seiner cracksüchtigen Mutter aufwächst. Der Film begleitet entscheidende Momente in Chirons Leben von der Kindheit über seine Jugend bis ins Erwachsenenalter, in denen er sein Schwulsein und sich selbst entdeckt, für seinen Platz in der Welt kämpft, seine große Liebe findet und wieder verliert.

Zwei weitere Oscars für "Moonlight"

Ein Trio aus drei überzeugenden Schauspielern (Alex R. Hibbert, Ashton Sanders, Trevante Rhodes) verkörpert die Hauptfigur in diesen drei Phasen seines Lebens, begleitet von einem ebenso starken Cast u.a. aus Naomie Harris ("Spectre") und Mahershala Ali ("House of Cards"). Als bester Nebendarsteller hatte Ali zuvor einen weiteren Oscar für "Moonlight" geholt. Außerdem wurden Barry Jenkins und der schwule Autor Tarell Alvin McCraney am Sonntagabend für das beste adaptierte Drehbuch mit der begehrten Trophäe ausgezeichnet.

Direktlink | Deutscher Trailer zu "Moonlight"

Bei der Verleihung der 89. Academy Awards wurde von vielen Rednern Kritik an der Politik von US-Präsident Donald Trump geübt. Viele Besucher des Dolby Theatre in Los Angeles trugen aus Protest hellblaue Schleifen oder goldene Anstecker, um ihre Unterstützung für die von der neuen Regierung bedrohten Bürgerrechtsorganisationen ACLU und Planned Parenthood zu demonstrieren. (cw)

Siehe auch unsere Filmkritik von Kriss Rudolph: Warum "Moonlight" einer der wichtigsten schwulen Filme ist (27.02.2017)

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#1 HabukazProfil
  • 27.02.2017, 09:37h
  • Der schwule Autor ist auch der einzige offene Schwule, der mit diesem Film zu tun hat. Er hat nicht einmal das Screenplay geschrieben. Sein Buch hat lediglich als Vorlage gedient. Nach der Wahl von Trump tut Hollywood jetzt so, als wären sie nicht konservativ. Schwule dürfen gerne die tragischen Figuren in kleinen Produktionen sein, aber schwule Schauspieler oder schwule Charaktere gibt es in den Multimillionen Dollar Filmen nicht in der Hauptrolle. Aus Star Wars wurde letzte Jahr der schwule Kuss rausgeschnitten. Imitation Game zeigt einen Schwulen, der wegen Sex mit einem Mann verurteilt wurde und sich deswegen später das Leben nahm, aber der Sex wurde im Film überhaupt gar nicht gezeigt. Diese Filme sind letztlich alle für ein breites, heterosexuelles Publikum gemacht.
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#2 myysteryAnonym
  • 27.02.2017, 10:21h
  • Antwort auf #1 von Habukaz
  • Hollywood ist zu selbstverliebt, um die eigenen charakterlichen Schwächen zu sehen.

    Welche Hollywood-Komödie funktioniert denn schon ohne Lachen über andere? Lachen über Dicke, Dünne, Arme, Reiche, Langnasige, Lockenträger, Modeverweigerer, Kleinschwänzige...

    Geistreichen Humor findet da leider auch ziemlich selten. Dennoch ist es natürlich löblich, dass Hollywood sich gegen Trump engagiert.

    Ich frage mich nur, ob das so wirksam ist - und Hollywood könnte eben vor der eigenen Haustüre anfangen.
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#3 Patroklos
  • 27.02.2017, 19:32h
  • Der Film hat den Oscar redlicher verdient als der kitschige Musicalfilm "La La Land"! Auch die beiden weiteren Auszeichnungen für "Moonlight" gehen voll in Ordnung und deshalb werden ich mir den Film auch ansehen.
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#4 SebiAnonym
  • 27.02.2017, 21:39h
  • Moonlight hat den Oscar absolut verdient und es ist ein wichtiges Zeichen, dass ein LGBT-Film diese Auszeichnung erhalten hat.

    Aber:
    dieser peinliche Fehler am Ende, wo zuerst ein anderer Sieger verkündet wird und erst bei der Dankesrede unterbrochen wird, dass das falsch ist, ist schon für so ein durchorganisiertes Event echt peinlich...

    Und ja auch für die Leute, die sich zu früh gefreut haben sehr unangenehm (ebenso wie auch für die wahren Preisträger, die in einem Interview gesagt haben, dass sie sich jetzt gar nicht so richtig darüber freuen können.

    Vielleicht hätte man in dem Fall einfach den Oscar an zwei Filme geben sollen. Zumal La-La-Land ja auch ein toller Film ist, der nicht ohne Grund auf der Auswahlliste stand, so viele andere Auszeichnungen bekommen hat, so viele positive Kritiken und begeisterte Zuschauer hat.
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#5 Miguel53deProfil
#6 Miguel53deProfil
  • 27.02.2017, 22:24hOttawa
  • Antwort auf #3 von Patroklos
  • Sicher alles richtig. Doch woher diese Erkenntnis, ohne den Film gesehen zu haben? Erstaunlich.

    Richtig auf jeden Fall, sich ihn anzuschauen? Nachdem ich ihn vor einer Woche gesehen habe, empfehle ich ihn ueberall.
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#7 GutmenschProfil
  • 01.03.2017, 20:37hSt. Gallen
  • Antwort auf #1 von Habukaz
  • Die Welt ist schlecht! Es gibt sogar heterosexuelle Menschen, welche Schwule spielen. So homphob!

    Oder dann gibt es Filme ohne Sexszenen oder gar Filme, welche ein primär heterosexuelle Pubikum haben! Schrecklich!
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