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Kordell Stewart v. Andrew Caldwell

Ex-Footballer verklagt "Ex-Schwulen" wegen Outing auf 4,5 Millionen Dollar

Bizarrer Rechtsstreit um ein Outing: Ein Ex-Footballspieler hält "Schwulengerüchte" für "ehrenrührig" und für "emotionalen Stress".


Kordell Stewart und Andrew Caldwell streiten sich vor Gericht

Im Jahr 2015 hatte das jetzt 38-jährige Youtube-Sternchen Andrew Caldwell in einem Radiointerview über eine angebliche Affäre mit dem 44 Jahre alten ehemaligen American-Football-Spieler Kordell Stewart sinniert. Nun will der Ex-Sportler dafür Geld sehen: Laut einem Bericht der "Daily Mail" hat er vor einem Gericht im US-Bundesstaat Georgia auf Zahlung eines Schmerzensgeldes in Höhe von 4,5 Millionen Dollar (4,2 Millionen Euro) geklagt.

Die "Anschuldigungen" Caldwells sollen "falsch und ehrenrührig" sein, heißt es laut dem Bericht in den Gerichtsunterlagen. Kordell sei nämlich "zu allen Zeiten seines Lebens ein heterosexueller Mann" gewesen. Laut Stewart hätten die Schwulengerüchte seiner Karriere und seiner Familie geschadet und ihm "emotionalen Stress" bereitet.

Der inzwischen geschiedene frühere Footballer, der nach seiner sportlichen Karriere seine Brötchen in der Realityshow "Real Housewives of Atlanta" verdiente, hat sich bereits häufiger über Schwulengerüchte empört – und seine Heterosexualität mit der Bibel unterstrichen: "Eine Sache, die ich über das Leben weiß, ist: Als Gott Himmel und Erde erschaffen hat, hat er Adam und Eva erschaffen", sagte er letztes Jahr in einem Fernsehinterview. Er dementierte auch Gerüchte, mit einer Transsexuellen eine Beziehung gehabt zu haben.

Caldwell: "Ich mag keine Männer mehr, ich mag Frauen."

Die Karriere des verklagten Andrew Caldwell basiert auf einem viralen Video aus dem Jahr 2014: Es zeigt, wie der evangelikale Protestant während eines Gottesdienstes von seinem Pfarrer ein Mikrofon in die Hand gedrückt bekommt und brüllt: "Ich bin nicht mehr schwul, ich bin befreit. Ich mag keine Männer mehr, ich mag Frauen. Frauen, Frauen, Frauen, Frauen!" Er unterstrich seine neu gefundene Heterosexualität mit den Worten: "Ich werde keine Handtasche tragen, ich werde kein Make-up tragen."

Auf diesem bizarren Video baute er seine Karriere als "Internet Personality" auf. So tauchte etwa kurz später ein Video auf, in dem ihm eine Kassiererin in einem Fastfoodrestaurant einen Joghurtgetränk ins Gesicht schmeißt. In der Talkshow von Jimmy Kimmel, dem Moderator der letzten Oscar-Gala, durfte er sich daraufhin ausführlich zu dem Zwischenfall äußern – und unter dem Gelächter des Publikums sagen: "Ich werde eine Frau lieben."

Caldwell hat übrigens die Äußerungen über seine angebliche Affäre mit dem Footballer bereits seit langem zurückgenommen und erklärt, er habe gelogen. (dk)



#1 ollinaieProfil
  • 28.02.2017, 16:57hSeligenstadt
  • Für YouTube gilt bekanntlich: Je abstruser desto Click.

    "Eine Sache, die ich über das Leben weiß, ist: Als Gott Himmel und Erde erschaffen hat, hat er Adam und Eva erschaffen"

    Wer zwischen Wissen und Glauben nicht unterscheiden kann, bei dem hat das Bildungssysthem versagt. Menschen, die zwischen Realität und Fiktion nicht unterscheiden können gehören nicht in die Medien:

    Denen muss geholfen werden!
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