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Juniorenmeisterschaften

Transmann ist texanische Ringer-"Meisterin"

Der Sieg von Mack Beggs sorgt in dem konservativen Bundesstaat für Irritationen. Dem 17-Jährigen war zuvor verboten worden, gegen Jungs anzutreten.


Mack Beggs ist in dieser Saison in seinem Sport ungeschlagen – er darf allerdings nur gegen Mädchen ringen (Bild: Facebook Mack Beggs)

Der transsexuelle Elftklässler Mack Beggs hat am Samstag die texanische Ringer-Meisterschaft der Mädchen in der Gewichtsklasse bis 50 Kilogramm gewonnen. Der 17-Jährige, der in dieser Saison noch keine einzige Niederlage einstecken musste, gewann das Finale in Cypress gegen Chelsea Sanchez mit 12:2. Laut lokalen Medien mischten sich in den Jubel des Highschoolteams aus Beggs' Heimatstadt Euless auch vereinzelte Buh-Rufe.

Die Teilnahme des Trans-Jungen hatte bereits im Vorfeld für Aufregung gesorgt, weil er eigentlich gegen andere Jungs ringen wollte, dies aber nach den Regeln des Wettbewerbs nicht gestattet ist. Entscheidend für die Teilnahme ist in Texas der Eintrag in der Geburtsurkunde – und die Verantwortlichen wollten für Beggs keine Ausnahme machen.

Transphobe Eltern hatten bereits gegen seine Teilnahme eine Klage eingereicht: Sie forderten, dass der Junge wegen seiner Transsexualität gänzlich vom Wettbewerb ausgeschlossen werden müsse, weil er im Rahmen seiner Geschlechtsanpssung auch Testosteron einnehme. Für die anderen Athletinnen bestünde damit eine "unmittelbare gesundheitliche Bedrohung", heißt es in einer Anklageschrift (queer.de berichtete). Die Unterstützer von Beggs argumentierten, dass laut den texanischen Regeln für Schulsport die Einnahme von Steroiden erlaubt sei, solange diese von einem Arzt aus medizinischen Gründen verschrieben werden.

Beggs dankt seinem Team

Eltern, Trainer und Beggs selbst wollten nach dem Sieg keinen Kommentar zur Kontroverse um seine Geschlechtsidentität abgeben. Beggs beklagte nach Angaben der "Dallas Morning News", dass die Debatte von sportlichen Leistungen ablenke: "Ich wäre nicht hier ohne die Unterstützung meines Teams. Darauf sollten die Scheinwerfer gerichtet sein, auf meine Mitspielerinnen." Mit ihnen habe er Tag für Tag trainiert.

In den USA gibt es zur Zeit auf Bundes- und Landesebene Debatten um die Einschränkung von Grundrechten für Transsexuelle. Vergangene Woche hob die Trump-Regierung eine Anordnung Barack Obamas auf, die Transsexuelle an öffentlichen Schulen vor Diskriminierung schützte (queer.de berichtete). Zudem gibt es in den Parlamenten mehrerer Bundesstaaten Gesetzentwürfe, um Trans-Rechte einzuschränken. Vorbild ist dabei das Gesetz HB 2 aus North Carolina, das es Transsexuellen unter anderem verbietet, öffentliche Toiletten zu benutzen, die ihrer Geschlechtsidentität entsprechen. (dk)



#1 ollinaieProfil
  • 28.02.2017, 17:01hSeligenstadt
  • Gutes Video, das bringt die Community weiter.
    Gratulation, viel Glück und vielen Dank!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 EulenspiegelAnonym
  • 28.02.2017, 17:34h
  • Antwort auf #1 von ollinaie
  • Das ist ein Tiefpunkt - weil kein Fair play.

    Der Junge sollte bei den Jungs antreten - alles andere ist Unfug. Legales Doping, nicht umsonst ist Testo auch ein starkes, wenn auch leicht nachweisbares, Dopingmittel.

    Solche Schwachsinnigkeiten kommen bei echten Sportfans nicht gut an, und auch die Konkurentinnen werden gegrummelt haben.

    PS: Ich weiß im persönlichen Umfeld im Sportverein, wie stark Frauen und Transmänner sind - es ist ein himmelweiter Unterschied. Die Transmänner sind nunmal Männer. Und auch in derselben Gewichtsklasse fehlen halt auch austrainierten Frauen dann ein paar Kilo Muskelmasse.
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#3 seb1983
  • 28.02.2017, 18:23h
  • Antwort auf #2 von Eulenspiegel
  • Wenn man eine genetische Frau auf Testosteron setzt, und das nicht zu knapp, und dann gegen Frauen antreten lässt die kein Testosteron nehmen, was wird dann wohl dabei raus kommen...

    Ich habe selbst im Fitness gesehen wie mir ein Trainingskollege von etwa gleicher Stärke innerhalb von wenigen Wochen kraftmäßig davongallopiert ist, dank Testo. Grade als der Versuch vorbei war kamen dann die Nebenwirkungen... Inzwischen bin ich langsam aber sicher dann an ihm vorbeigezogen^^
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