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Rede vor US-Kongress

LGBTI-Aktivisten trauen Trump nicht

Obgleich Trump in seiner ersten Rede im Parlament die Einheit des Landes beschwört, warnen LGBTI-Aktivisten vor einer Verschlechterung der Situation von sexuellen Minderheiten in den USA.


Die Rede von Donald Trump wurde live in mehreren Fernsehsendern übertragen (im Hintergrund Vizepräsident Mike Pence und Paul Ryan, der Chef des Repräsentantenhauses)

US-Präsident Donald Trump hat am Dienstagabend vor beiden Kammern des US-Kongresses zur Einigkeit aufgerufen und gefordert, dass Republikaner und Demokraten zum Wohle des Landes zusammenarbeiten sollten. Gleichzeitig bekräftigte er aber auch seine umstrittenen Ziele wie das Einreiseverbot für Bürger aus sieben mehrheitlich muslimischen Ländern. Obwohl der 70-Jährige die Rechte von sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten nicht direkt erwähnte, kam die einstündige Rede bei LGBTI-Aktivisten nicht gut an.

So sei das Ziel der in der Rede beschriebenen Politik, "proaktiv die am meisten marginalisierten und gefährdetsten Amerikaner zu diskriminieren", erklärte Sarah Kate Ellis, die Chefin der Organisation GLAAD. "Wenn Trump davon spricht, das Land sicherer machen zu wollen, schließt das nicht die Rechte der Trans-Jugend ein. Wenn er über die Gesundheitspolitik spricht, erwähnt er nicht, dass sich die Zahl der LGBTQ-Amerikaner ohne Krankenverischerung bei der Abschaffung von Obamacare verdoppeln wird. Präsident Trump hat sehr deutlich gemacht, dass er nicht der Anführer des gesamten Volkes ist."

Trump ist "kein Freund der LGBTQ-Community"

Auch die Human Rights Campaign, die größte und einflussreichste LGBTI-Organisation der Vereinigten Staaten, kritisierte die Rede. "Taten sagen mehr als Worte. Macht euch nichts vor: Trump ist kein Freund der LGBTQ-Community", erklärte die Organisation auf Twitter.

Twitter / HRC

Die Aktivisten zeigten sich insbesondere darüber empört, dass Trump erst vor gut einer Woche eine Richtlinie seines Vorgängers zum Schutz von transsexuellen Schülern aufgehoben hat (queer.de berichtete). Persönlich hatte der Präsident dazu keine Stellung genommen.

Auch die derzeit debattierte Rückabwicklung von Obamas Gesundheitsreform bereitet Aktivisten Sorgen. Immerhin habe "Obamacare" die Rate der nicht krankenversicherten Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transpersonen von 28 Prozent auf elf Prozent gesenkt, so eine Studie des "Urban Insititute". Damit reduzierte sich die Rate der Menschen ohne Krankenversicherungsschutz unter LGBTI schneller als in der Gesamtbevölkerung. Aktivisten befürchten, dass die Rate wieder steigen könnte, obwohl beispielsweise Transsexuelle oder HIV-Positive in besonderem Maße auf die Versicherung angewiesen seien. (dk)



#1 Jeff_StrykerProfil
  • 01.03.2017, 14:34hToyBoyTown
  • Anstatt von morgens bis abends über Trump zu lamentieren, sollte man ihm - der demokratisch gewählt wurde, einfach mal eine Chance geben.

    Im Gegensatz zu anderen Ländern, werden in den USA auch seit dem Amtsantritt von Trump keine Schwulen an Baukräne gehängt, gesteinigt oder von Hochhäusern gestoßen , nach der Machtergreifung von Khomeini sah das aber anders aus.

    Nicht zuletzt sei gesagt, dass sich Trump bis heute nicht offen schwulenfeindlich geäußert hat.
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#2 Paulus47Anonym
  • 01.03.2017, 16:22h
  • TRAUEN würde ich Trump auch in keiner Weise !!!
    Und immer noch sehr bedauerlich, dass nicht Hillary Clinto gewonnen hat.

    ABER zumindest muß ich ihm anrechnen, dass er weder plant, die Eheöffnung in den USA wieder zu revidieren. Und ebenso bleibt die Abschafffung der "Dont ask, dont teill" Regel im US-Militär in Kraft und ebenso bleiben die Dekrete Obams zum Antidiskriminierungsschutz homosexueller Menschen in Kraft.

    Bei den Transgendern schaut es aber schon anders aus, deren Schutzstatus wurde bereits geschwächt unter Trump.

    Fazit: Schade das die Demokraten nicht in den USA regieren.
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#3 DidiAnonym
  • 01.03.2017, 19:37h
  • Die Befürchtungen teile auch ich. Wenn man schon bei uns (BRD) wieder besorgt sein muss, wieviel mehr in den USA.
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#4 Stryke_JefferAnonym
  • 01.03.2017, 19:46h
  • Antwort auf #1 von Jeff_Stryker
  • "Anstatt von morgens bis abends über Trump zu lamentieren, sollte man ihm - der demokratisch gewählt wurde,"

    Demokratisch? Demokaratisch von der MINDERHEIT!!!! Der GRÖSSERE Teil hat ihn nicht gewählt!

    "einfach mal eine Chance geben."

    So wie er den illegalen Einwanderen eine Chance gibt?!?

    "Im Gegensatz zu anderen Ländern, werden in den USA auch seit dem Amtsantritt von Trump keine Schwulen an Baukräne gehängt, gesteinigt oder von Hochhäusern gestoßen , nach der Machtergreifung von Khomeini sah das aber anders aus."

    Au, das ist ja mal ein ganz tolles Argument!
    Wenn du irgendwannmal beklaut wirst, kann man ja sagen "was willst du? - woanders wirst du noch umgebracht".
    Man kann ja immer verweisen, dass es anderswo schlechter läuft. Was regt man sich dann eigentlich auf?
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#5 Patroklos
  • 01.03.2017, 21:38h
  • Der Typ kann noch nicht einmal eine freie Rede halten, braucht dazu noch einen Teleprompter! Arme USA!
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#6 TheDadProfil
  • 01.03.2017, 22:12hHannover
  • Antwort auf #2 von Paulus47
  • ""Und ebenso bleibt die Abschafffung der "Dont ask, dont teill" Regel im US-Militär in Kraft""..

    Mal so ein Hinweis zu Deiner Dialektik..

    Eine abgeschaffte Regelung bleibt nicht "in Kraft" !
    Sie bleibt abgeschafft..
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#7 schwarzerkater
  • 02.03.2017, 09:37h
  • Antwort auf #4 von Stryke_Jeffer
  • "Demokratisch? Demokaratisch von der MINDERHEIT!!!! Der GRÖSSERE Teil hat ihn nicht gewählt!" -
    * das wahlrecht in den USA ist so wie es ist und auch in anderen ländern gibt es ein ähnliches system (z.b. großbritannien)
    * rechnest du die nichtwähler dazu gab es auch schon einige kanzler in deutschland, die NICHT von der mehrheit gewählt wurden
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#8 schwarzerkater
  • 02.03.2017, 09:45h
  • "LGBTI-Aktivisten trauen Trump nicht" - trump und konsorten haben sich im wahlkampf ja auch nicht für LGBTI-rechte stark gemacht, warum sollten sie es jetzt tun?
    nur mal so nebenbei:
    * der vizepräsident pence ist absoluter und offener gegner der evolutionstheorie
    * über bannon's (der wichtigste berater trumps) krudes politisches weltbild kann jeder nachlesen
    ... und diese liste ließe sich beliebig verlängern, also wo ist da platz für LGBTI-rechte?
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