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Und wieder ein Land!

Finnland: Schwule und Lesben dürfen ab sofort heiraten

Als 20. Staat weltweit hat Finnland die Ehe für Schwule und Lesben geöffnet. Das Gesetz ist am Mittwoch in Kraft getreten.


Und wieder ein Land hat Deutschland überholt: Die Finnen haben die Ehe-Diskriminierung gegen Schwule und Lesben beendet (Bild: Sepi V / flickr)

Seit Mitternacht haben Schwule und Lesben in Finnland die selben Ehe-Rechte wie Heterosexuelle. Damit haben nach Norwegen, Schweden (beide 2009), Island (2010) und Dänemark (2012) inzwischen alle unabhängigen nordischen Länder die Ehe für alle eingeführt.

Zu den ersten, die vom neuen Recht auf Eheschließung Gebrauch machen, gehört laut einem Bericht der Zeitung "Ilta-Sanomat" der 60-jährige Parlamentsabgeordnete Markku Rossi von der Zentrumspartei. Er machte sich zum Standesamt auf, um seine Lebenspartnerschaft mit dem Künstler Matti Kaarlejärvi in eine Ehe umwandeln zu lassen.


Der Politiker Markku Rossi läuft als einer der ersten Schwulen in Finnland in den Hafen der Ehe ein

Die Ehe für alle war bereits im November 2014 mit einer knappen Mehrheit von 105 zu 92 Stimmen beschlossen worden (queer.de berichtete). Die Umsetzung dauerte aufgrund des hohen Verwaltungsaufwandes allerdings länger als in anderen Ländern. Nach einer von Homo-Gegnern initiierten Volksinitaitive musste das Parlament vor zwei Wochen erneut über die Gleichstellung abstimmen; das Ergebnis fiel mit 120 zu 48 dieses Mal weit deutlicher für die Gleichstellung aus (queer.de berichtete).

10 von 28 EU-Ländern haben die Ehe für alle

Mit der Ehe-Öffnung haben damit weltweit 20 Länder und innerhalb der EU zehn Länder die Ehe für alle geöffnet. In mehreren anderen Staaten gibt es eine Teilanerkennung: So sind in großen Teilen des Vereinigten Königreichs oder von Mexiko Homo-Paare im Ehe-Recht gleichgestellt worden. In Israel und Estland werden zumindest im Ausland geschlossene gleichgeschlechtliche Ehen anerkannt.

Seit 2002 bietet Finnland bereits eingetragene Lebenspartnerschaften für Schwule und Lesben an. Die Rechte in diesem Institut wurden nach und nach erweitert – etwa 2009 um die Stiefkindadoption. Mit der Ehe-Öffnung werden Hetero- und Homosexuelle im Ehe-Recht vollständig gleichbehandelt, auch im Adoptionsrecht. Einzige Ausnahme: Die evangelisch-lutherische Volkskirche Finnlands bei einer Synode im letzten September – gegen die Empfehlung von Kirchenchef Kari Mäkinen – entschieden, Homo-Paare nicht zu trauen (queer.de berichtete).

LSVD fordert Ehe für alle auch in Deutschland

Der deutsche Lesben- und Schwulenverband forderte am Mittwoch angesichts der Gleichstellung in Finnland die einfachgesetzliche Öffnung der Ehe auch in der Bundesrepublik. "Alles andere als die Eheöffnung ist keine Gleichstellung, sondern ist und bleibt Diskriminierung. Auch fast gleich ist zweitklassig", erklärte LSVD-Sprecherin Gabriela Lünsmann.

Deutschland signalisiere mit seiner Lebenspartnerschaft für Schwule und Lesben, "dass die Liebe zwischen zwei Männern bzw. zwei Frauen als minderwertig gilt", so Lünsmann. Sie verwies auch darauf, dass eine große Mehrheit der Deutschen die Ehe für alle befürworte. (dk)



#1 blahblahblahAnonym
  • 01.03.2017, 14:37h
  • "Mit der Ehe-Öffnung werde[n] Hetero- und Homosexuelle nun vollständig gleichbehandelt"

    Nein, werden sie nicht.
    Da das Partnerschaftsgesetz weder aufgehoben noch dahingehend geändert wurde, dass es auch auf Heteropaare angewandt werden kann, haben Homopaare in Finnland (wie auch in Teilen des Vereinigten Königreiches und der Vereinigten Staaten) nun mehr Rechte als Heteropaare.
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#2 SanottheEhemaliges Profil
#3 Paulus47Anonym
  • 01.03.2017, 16:18h
  • Herzlichen Glückwunsch nach Finnland !!!

    Leider hier in Deutschland immer noch nicht erlaubt, weil die CDU blockiert und weil die SPD seit über einem Jahrzehnt "das Schoßhündchen" der CDU gibt und sich hinter der CDU versteckt.
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#4 SebiAnonym
  • 01.03.2017, 17:46h
  • Herzlichen Glückwunsch Finnland!

    Das ist nicht nur ein guter Tag für die finnischen LGBTI, sondern für alle Finnen, denn Freiheit nützt letztlich allen Menschen.
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#5 Julian SAnonym
  • 01.03.2017, 17:54h
  • Ein weiteres Armutszeugnis für Deutschland...

    Wie lange will die schwarz-rote Bundesregierung eigentlich noch gegen Grundrechte, gegen das Grundgesetz, gegen die Vernunft und gegen 80% des Volkssouveräns anregieren?
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#6 Tommy0607Profil
  • 01.03.2017, 18:24hEtzbach
  • Komisch, viele Länder in Europa schaffen die Ehe für Alle ! Und warum Deutschland nicht ? Ist noch zuviel das "alte System " in Regierungen ? Laut Gesetz soll es keine Unterschiede geben ; aufgrund von Sexualität, Herkunft oder Religion. Und das in ein modernes , tolerantes Deutschland ? Sollen Homos immer nur Menschen 2 . Klasse sein ? Und jetzt sagt nicht , die Zeit wird es bringen . Dann kann man ja noch 1000 Jahre warten . Nur ob es da noch eine Menschheit gibt ? Sehr fraglich , bei dieser Spezies . Die zerstört sich schneller mit ihren Hass , Gewalt , Intoleranz und Menschenfeindlichkeit . Amen!
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#7 JustusAnonym
  • 01.03.2017, 19:06h
  • Antwort auf #3 von Paulus47
  • >>> weil die SPD seit über einem Jahrzehnt "das Schoßhündchen" der CDU gibt und sich hinter der CDU versteckt. <<<

    Genau das ist es, was mich an der SPD am meisten stört.

    Würden die ganz offen sagen: "Sorry, GLBTI-Rechte sind uns nicht so wichtig. Die opfern wir dann eben auch für ein paar gutdotierte Ministersessel" fände ich das nicht gut, aber das wäre wenigstens ehrlich und dann wüsste man, woran man ist. Dann könnte sich jeder selbst entscheiden, ob er unter diesen Bedingungen die SPD wählen will oder nicht.

    Aber stattdessen tut die SPD immer so, als seien ihr GLBTI-Rechte "eine Herzensangelegenheit" und als würde es ja nur an der Union scheitern.

    Klar blockiert die Union, aber da die Union keine absolute Mehrheit hat, kann sie das nur, weil die SPD es ihr ermöglicht.

    Niemand hat die SPD gezwungen, mit der Union zu koalieren. Es hätte auch eine Mehrheit links der Union gegeben.

    Niemand hat die SPD gezwungen, in den Koalitionsverhandlungen die GLBTI-Rechte fallen zu lassen. Da die SPD Merkels einzige Machtoption war und da die in ihrer Machtgeilheit auch schon andere angebliche Überzeugungen über Bord geworfen hat (Atomausstieg, Wehrpflicht, etc.) wenn es um ihre Macht geht, hätte sie auch dem zugestimmt.

    Niemand hat die SPD-Basis gezwungen, diesem Koalitionsvertrag mit über 75% zuzustimmen.

    Niemand zwingt die SPD, nicht trotz Ablehnung der Union einfach das zu tun, was sie versprochen hat und was auch eine überwältigende Mehrheit der Bürger will: die Ehe zu öffnen!

    Die SPD tut immer so, als könnte sie die Ehe wegen des Widerstands der Union nicht öffnen. Aber da die Union keine absolute Mehrheit hat, kann sie das gar nicht verhindern, wenn die SPD die Parlamentsmehrheit dafür nutzen würde.

    Wenn die SPD wirklich die Ehe öffnen will, könnte sie das schon nächste Woche beschließen. Egal, was die Union dazu sagt!!!!!!!!!!!!!!!!

    Also liegt es nicht nur an der Union, sondern genauso auch an der SPD, die eben nicht die Parlementsmehrheit für Gleichstellung nutzt, sondern lieber den Homohass und die Blockade der Union die Mehrheit verschafft!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
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#8 PegidaPaulus47Anonym
  • 01.03.2017, 20:05h
  • Antwort auf #3 von Paulus47
  • Schoßhündchen der CDU?
    Steck dir deine Heuchelei sonstwo hin...
    Du bist doch der erste, der einen Tobsuchtsanfall bekommt, wenn die SPD sich NICHT der CDU, sondern Rot-Rot-Grün zur Verfügung stellen würde.
    Wer wettert denn dauernd dagegen?
    Dir geht es doch gar nicht darum, ob die SPD etwas falsch macht. Du bist in deinem Hass auf alles was links der FDP ist so verblendet, dass irgendwas in deinem ach so guuuuuten katholischen Lehrer-Elternhaus schief gelaufen sein muss. Offenbar muss deine ach so guuut-bürgerliche katholische Adenauer-Familie ein 68er-Trauma erlitten haben, von dem du dich bis heute nicht erholt hast.
    Jeder andere, der Rot-Rot-Grün wählt und letztendlich eine Gro-Ko bekommt, hat das Recht sich über die SPD aufzuregen.
    Aber was soll bitteschön DEINE Begründung sein?!?

    Apropos FDP: WER bietet sich denn bei der BTW NUR NOCH als Schoßhündchen der CDU an?!?! Wer macht denn für diese Partei Werbung und will letztendlich weiter NUR MERKEL UND NIEMAND ANDERS an der Macht halten?!?
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#9 PeerAnonym
  • 01.03.2017, 20:53h
  • Antwort auf #7 von Justus
  • Tja, die Wahrheit über die SPD ist halt, dass diese Partei die letzten (fast) 20 Jahre (bis auf vier Jahre zwischendurch) immer wieder in wechselnden Konstellationen in der Regierung war.

    Und genauso lange erklärt die SPD uns jetzt, warum es gerade im Moment nicht möglich sei, uns gleichzustellen, dass man aber angeblich weiterhin daran arbeite.

    Wer soll das denn noch glauben?

    Es ist schon sehr unredlich und grenzt an Verarsche, wenn eine Partei, die seit fast 20 Jahren (bis auf 4 Jahre) in der Regierung ist, immer wieder die Schuld nur bei anderen sucht und uns jedesmal neu weismachen will, was sie angeblich nach der nächsten Wahl .alles für uns tun wollen.
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#10 MarekAnonym
  • 01.03.2017, 21:04h
  • Antwort auf #3 von Paulus47
  • Im Prinzip hast Du ja mit Deiner Kritik an der SPD vollkommen recht.

    Aber die von Dir oft so sehr gelobte FDP ist doch auch keinen Deut besser:

    Die FDP ist auch Schoßhündchen der Union; auch die FDP redet vor Wahlen immer viel von Homorechten, macht dann aber nach Wahlen das genaue Gegenteil. Genau wie die SPD.

    Und das macht die FDP sogar in der Opposition:
    lies nur mal nach, wie sehr die FDP damals gegen die Einführung der Eingetragenen Partnerschaften gewettert hat.

    Oder auch ganz aktuell:
    höre Dir mal an, was die FDP zu Diskriminierungsschutz oder zur Rehabilitierung der §175-Opfer zu sagen hat. Oder gehe mal in die Bundesländer und höre dir mal an, was die FDP dort über die Bildungspläne sagt. Das liegt in vielen Bundesländern stramm auf einer Linie mit der AfD.

    Die FDP tut einfach alles für Wählerstimmen: bei uns redet sie von Homorechten, bei Homohassern wettert sie gegen Bildungspläne, etc. Die FDP biedert sich überall an, nur um über 5% zu kommen.

    Die FDP ist keinen Deut besser als die SPD.
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