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Berlin

Freie Volksbühne und Grips-Theater werden Mitglied im Bündnis gegen Homophobie

Der Zusammenschluss für die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Lebensweisen wird größer.


Das Bündnis gegen Homophobie ist in den rund acht Jahren seiner Existenz auf über 100 Mitglieder angewachsen (Bild: Bündnis gegen Homophobie / Heldisch)

Das Grips-Theater und die Freie Volksbühne/Kulturvolk werden zukünftig als aktive Mitglieder des Berliner Bündnisses gegen Homophobie mitwirken. Damit steigt die Zahl der des Zusammenschlusses auf 107 Mitglieder.

Das Grips-Theater engagiert sich unter anderem mit dem Theaterstück "NASSER #7Leben" für Gleichbehandlung. Das Stück von Susanne Lipp wird am 14. März uraufgeführt (die Premiere ist bereits ausverkauft, weitere Termine gibt es hier). Es erzählt die Geschichte des schwulen Berliners Nasser El-Ahmad, der von seiner libanesischen, streng muslimischen Familie zwangsverheiratet werden sollte (queer.de berichtete). Nasser tritt öffentlich für sein Recht ein, gläubiger Muslim und schwul zu sein.

"Das Grips-Theater ist bekannt für seine klare Haltung gegen Diskriminierungen jeder Art – eine Haltung, die sich durch alle Stücke und Projekte zieht", erklärte Philipp Harpain, Künstlerischer Leiter der im Hansaviertel angesiedelten Bühne.

Die Freie Volksbühne, die neuerdings unter dem Namen Kulturvolk öffentlich auftritt, engagiere sich seit ihrer Gründung im Jahr 1890 für eine "offene und fortschrittliche Gesellschaft", erklärte Geschäftsführerin Alice Ströver. "Mit dem Eintritt ins Bündnis gegen Homophobie möchten wir uns gegen Diskriminierungen jeglicher Art positionieren und freuen uns auf die Vernetzung mit gleichgesinnten Partnerorganisationen", so Ströver weiter.

Das Bündnis gegen Homophobie wurde 2009 gegründet. Es ist ein Zusammenschluss von Unternehmen, Organisationen und Verbänden aus den Bereichen Sport und Kultur, die sich als Teil der heterosexuellen Mehrheitsgesellschaft für die gesellschaftliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Lebensweisen einsetzen wollen. Das Projekt wird vom LSVD Berlin-Brandenburg im Rahmen der Initiative "Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz sexueller Vielfalt" umgesetzt. Schirmherr ist der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (SPD).

Zuletzt hatte das Bündnis im Oktober mit der Alt-Katholischen Kirche und die Berliner Gemeinde des Liberal-Islamischen Bundes zwei neue Mitglieder aufgenommen (queer.de berichtete). (pm/dk)