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Neuer Disney-Film

"Exklusiv schwuler Moment" in "Die Schöne und das Biest"

In der Neuverfilmung des Musical-Klassikers gibt es auch eine schwule Figur – ein Novum für Disney. Unterdessen ärgern sich Homo-Hasser über gleichgeschlechtliche Küsse im Disney Channel.


LeFou (rechts), der Kumpan von Gaston, entdeckt in der Neuauflage von "Die Schöne und das Biest" seine Homosexualität (Bild: Disney)

Bill Condon, der Regisseur des in zwei Wochen in den Kinos anlaufenden Films "Die Schöne und das Biest", hat in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit dem britischen Schwulenmagazin "Attitude" erklärt, dass erstmals in einem Disney-Film eine offen schwule Figur vorkomme. Demnach versuche LeFou (dargestellt von Josh Gad) mit seiner sexuellen Orientierung klar zu kommen. LeFou ist der Kumpan vom Biest-Widersacher Gaston, der vom offen schwulen Schauspieler Luke Evans ("Der Hobbit", "Dracula Untold", "Girl on the Train") gespielt wird.

"[LeFou] ist jemand, der gerade erst feststellt, dass er diese Gefühle hat", so Condon. "Josh stellt das sehr subtil und schön dar." Wie die schwule Geschichte ausgeht, möchte der Regisseur von Filmen wie "Sister, Sister" oder "Breaking Dawn – Biss zum Ende der Nacht" aber nicht verraten. "Aber es wird ein schöner, exklusiv schwuler Moment in einem Disney-Film."

Schauspieler Josh Gad meinte via Twitter, er sei "mehr als stolz" darauf, eine offen schwule Disney-Figur spielen zu können.

Twitter / joshgad

Condon sagte im Interview auch, dass im Original-Zeichentrickfilm von "Die Schöne und das Biest" aus dem Jahr 1991 die Rolle des Biests als Metapher für Aids konzipiert worden sei. "Er war verflucht, und der Fluch brachte Leid über alle, die ihn geliebt haben. Vielleicht gibt es eine Chance auf ein Wunder, dass der Fluch aufgehoben wird", so Condon.

"Die Schöne und das Biest" wird am 16. März als 3D-Film in den deutschen Kinos anlaufen. In dieser stargespickten Neuinterpretation der alten Geschichte spielen unter anderem auch Emma Watson, Emma Thompson, Ewan McGregor, Ian McKellen, Kevin Kline und Stanley Tucci mit.

Schwuler Disney-Kuss im TV erzürnt Homo-Hasser

Unterdessen sorgte auch ein subtiler schwuler Kuss in einer amerikanischen Disney-Zeichentrickserie für Aufregung unter homophoben Aktivisten. Die Gruppe "One Million Moms", die von der homophoben "American Family Association" gesteuert wird, entdeckte bei einer Massenkussszene in der Serie "Star gegen die Mächte des Bösen", dass dort nicht nur heterosexuelle Paare mit den Lippen aufeinander trafen (queer.de berichtete).


Na? Wer findet die küssenden Männer- und Frauen-Paare? (Bild: Disney)

"Alarm an alle Eltern", so die Moms auf ihrer Website. Der Disney Channel sei der "letzte Ort, an dem Eltern erwarten würden, dass ihre Kinder mit Inhalten bezüglich der sexuellen Orientierung konfrontiert" würden. Das sei kein "familienfreundliches" Fernsehen mehr, sondern "politische Korrektheit". Außerdem wird beklagt, dass man nicht das Geschlecht aller küssenden Figuren erkennen könne.

Die "One Million Moms" beschweren sich immer wieder über LGBTI-Themen im Fernsehen – auch wenn sie es manchmal mit der Wahrheit nicht so genau nehmen. So kritisierten sie etwa, dass eine angebliche Transsexuelle in einem Werbespot von H&M auftrat – bei der Frau handelte es sich aber um eine prominente cissexuelle Boxerin, die den Homo-Hassern offenbar als zu männlich erschien (queer.de berichtete). (dk)



#1 PeerAnonym
  • 02.03.2017, 18:47h
  • Man muss natürlich abwarten, wie diese schwule Rolle genau gestaltet ist. Aber wenn das gut ist und weder nur zur Belustigung dient noch nur als Alibi ist, dann ist das sicher ein sehr wichtiger Meilenstein.

    Da ich als Kind die Zeichentrick-Fassung liebte, hoffe ich, dass der Film echt gut ist.
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#2 JanJanAnonym
  • 02.03.2017, 21:10h
  • Hm, wieso wusste ich auf Anhieb, wer von beiden der schwule ist, ohne zuvor auf die Bildbeschreibung geachtet zu haben???
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#3 FredinbkkProfil
  • 03.03.2017, 03:00hBangkok
  • Außerdem wird beklagt, dass man nicht das Geschlecht aller küssenden Figuren erkennen könne.

    Also liebe Zeichner ..beim naechsten Mal
    alle naket zeichnen, damit die

    "Religidioten" den Durchblick haben...

    Mann oh Mann ,in der Klappse sind noch Betten frei...

    Oft denke ich, es waere besser gewesen, die Evolotion haette bei den Affen ein Ende gefunden...
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#4 RaffaelAnonym
  • 03.03.2017, 11:34h
  • "One Million Moms"

    Die übrigens in Wirklichkeit nur ein paar Hundert Mitglieder haben... Und das sind nicht mal alles Mütter...

    Die versuchen sich mal wieder aufzuspielen und größer zu machen als sie sind. Die maßen sich an, für eine Mehrheit zu sprechen, sind aber in Wirklichkeit nur eine fanatisierte Minderheit.
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#5 TheDad
  • 03.03.2017, 12:52h
  • Antwort auf #4 von Raffael
  • ""Die übrigens in Wirklichkeit nur ein paar Hundert Mitglieder haben... Und das sind nicht mal alles Mütter...""..

    Alter Wein in neuen Schläuchen..

    In den Siebzigern und Achtzigern nannte sie die Anti-Gleichstellungs-Front unter ihrer "Führerin" Anita Bryant noch ""Save Our Children""..

    Auch an den "Argumenten" findet sich nicht Neues :

    ""Im Verlauf der Kampagne machte Bryant verschiedene Äußerungen wie z.B.:
    Als Mutter weiß ich, dass Homosexuelle biologisch nicht in der Lage sind, Kinder zu erzeugen; deshalb müssen sie unsere Kinder rekrutieren
    und Wenn Schwulen Rechte gegeben werden, werden wir als nächstes Rechte an Prostituierte und an Menschen, die mit Bernhardinern schlafen, sowie an Nagelbeißer geben müssen. ""..

    de.wikipedia.org/wiki/Anita_Bryant

    Eine andere "Organisation" war die "Moral Majority" :

    de.wikipedia.org/wiki/Moral_Majority
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#6 AlexAnonym
  • 03.03.2017, 15:09h
  • Die Zeichentrick-Version aus den 90ern gehört auf jeden Fall zu meinen Top-3-Disney-Filmen.
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#7 GerritAnonym
  • 03.03.2017, 15:33h
  • Es freut mich sehr, dass auch Disney endlich gesellschaftliche Realitäten und wissenschaftliche Fakten anerkennt.
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#8 Patroklos