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60.000 Euro Förderung

Hamburg unterstützt LGBTI-Flüchtlinge

Die Hansestadt reagiert auf die gestiegene Nachfrage von homosexuellen und trangeschlechtlichen Geflüchteten, die in den Unterkünften verbaler und körperlicher Gewalt ausgesetzt seien.


Im Hamburger Rathaus wurden Mittel zur Unterstützung von LGBTI-Flüchtlingen bewilligt (Bild: Nigel's Europe & beyond / flickr)

Die Hamburgische Bürgerschaft hat am Mittwoch auf Antrag der Regierungsfraktionen von SPD und Grünen beschlossen, die Arbeit mit LGBTI-Geflüchteten beim Magnus-Hirschfeld-Centrum und beim Lesbenverein Intervention e.V. mit insgesamt 60.000 Euro in den Jahren 2017 und 2018 zu fördern.

Das Magnus-Hirschfeld-Zentrum berichtet, dass bereits seit 2015 vermehrt homosexuelle und transgeschlechtliche Geflüchtete in der Einrichtung Beratung und Unterstützung suchten. Dadurch habe sich das Gesamtberatungsaufkommen massiv erhöht. Im Jahr 2016 entfielen knapp die Hälfte aller Beratungskontakte (700 von insgesamt 1500) der Schwulenberatung auf das Thema "Flucht und LGBTI".

Eines der zentralen Beratungsanliegen sei von Anfang an die geschützte Unterbringung gewesen, so das Zentrum. Viele LGBTI-Flüchtlinge berichteten von Bedrohungen und verbalen und körperlichen Übergriffen in Erst- und Folgeunterkünften. Ungeoutete Geflüchtete würden zudem häufig in großer Isolation und der ständigen Angst vor "Enttarnung" und deren Folgen leben.

"Damit der Übergang in eine eigene Wohnung gut gelingt, braucht es erfahrungsgemäß eine vertrauensvolle, auf die Zielgruppe abgestimmte Begleitung, Unterstützung und Vermittlung", erklärte Steve Behrmann, der Leiter der Beratungsstelle. "Mit den Mitteln aus dem Integrationsfonds können wir diese Aufgabe nun angehen." (pm/dk)



#1 GerritAnonym
  • 03.03.2017, 16:35h
  • "die in den Unterkünften verbaler und körperlicher Gewalt ausgesetzt seien."

    Gut und schön.

    Aber wieso muss man überhaupt viel Geld aus Steuermitteln nehmen, um LGBTI-Flüchtlinge besonders zu schützen und spezielle Schutzräume für sie zu machen.

    Eigentlich sollte es genau umgekehrt sein:
    wenn ein Flüchtling andere Flüchtlinge mobbt oder sogar gewalttätig wird (egal ob sich das gegen LGBTI oder gegen wen auch immer richtet), sollte er aus der Einrichtung rausfliegen und nicht das Opfer.

    Man muss solchen Homohassern von vornherein klarmachen, dass ihr Verhalten hier nicht akzeptiert und nicht geduldet wird.

    Stattdessen signalisiert man ihnen, dass ihr Verhalten nicht nur akzeptiert wird (weil es für sie folgenlos ist), sondern auch noch, dass sie im Recht sind (weil ihr Opfer entfernt wird).
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#2 SebiAnonym
  • 03.03.2017, 18:00h
  • Antwort auf #1 von Gerrit
  • Man sollte auf jeden Fall nicht die Opfer verlegen, sondern die Täter. Sonst sendet man das völlig falsche Signal.

    Wer wirklich Schutz sucht, soll ihn auch finden. Aber wer wirklich Schutz sucht, wird auch nicht gewalttätig gegenüber anderen Schutzsuchenden.

    Wenn jemand hier leben möchte, muss man auch erwarten können, dass der einige Regeln achtet. Und wer dazu nicht bereit ist, hat sich dann eben den falschen Ort ausgesucht.
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#3 stromboliProfil
  • 03.03.2017, 20:56hberlin
  • Antwort auf #1 von Gerrit
  • da würd ich dir recht geben.. warum das opfer "wegschicken", statt den täter strafrechtlich und damit auch asylrechtlich zu belangen...

    Was hier durchscheint ist die grundsätzliche haltung unserer bürokratie gegenüber homorechten und deren missachtung durch behörden!
    Lasst die wut nicht an den flüchtenden aus, die ja auch erst mal lernen müssen das hier eigentlich ein anderes wertesystem herrschen soll/te. s
    Sondern richtet sie gegen die deutschen behörden, die eben dieses wertesystem entweder nicht kennen oder ihre durchsetzung schlichtweg verweigern!

    Hieran kann man dann im ernstfall die eigentliche grundhaltung des staates uns gegenüber erfahren..
    Dann, wenn die politikerworte verraucht, und die schlummernden reaktionären kerne wieder ans tageslicht kommen.
    Immer da, wo es scheints unbemerkt scheints unbehelligt sein unwesen treibt.. bei den noch rechtloseren.
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#4 TheDadProfil
  • 03.03.2017, 23:52hHannover
  • Antwort auf #1 von Gerrit
  • ""Aber wieso muss man überhaupt viel Geld aus Steuermitteln nehmen, um LGBTI-Flüchtlinge besonders zu schützen und spezielle Schutzräume für sie zu machen.""..

    Die Frage geht dann schon in die richtige Richtung..

    Nur kostet dann die "Verlegung" von Täter*innen (man muß hier nun nicht denken daß nur Männer als Täter in Betracht kommen !) ebenso Steuergeld..

    Die "Herausnahme" eines Opfers aus der eskalierten Situation dient aber hier auch dem Schutz vor weiteren Übergriffen durch andere potentielle Aggressor*innen, die den zuvor erfolgten Angriff zum Anlass nehmen könnten ähnlich zu handeln..
    Damit dient diese "Verlegung" einfach dem Schutz der Opfer, und zur Deeskalation der Situation, die ausgelöst durch die zumeist auch mit einem Zwangs-Outing verbundenen Übergriff entstanden ist..
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