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Streit um Familienkarte beigelegt

Freibad Hermeskeil beendet Diskriminierung von Regenbogenfamilien

In einem Freibad in Rheinland-Pfalz werden künftig auch gleichgeschlechtliche Paare mit Kindern als Familien angesehen. Bislang wurde Regenbogenfamilien die Familienkarte verweigert.


Im Frühjahr dürfen wieder Homo- und Heterosexuelle zu gleichen Bedingungen die Wasserrutsche runterdüsen

Ein bizarrer Streit um die Anerkennung von Regenbogenfamilien im Freibad der Kleinstadt Hermeskeil im Hunsrück ist beigelegt worden: Der Gemeinderat hat nach einem Bericht des "Trierischen Volksfreunds" beschlossen, dass in der kommenden Freibadsaison ermäßigte Familienkarten auch an gleichgeschlechtliche Paare ausgegeben werden können. Die gleichen Preise gelten künftig auch für das kürzlich wiedereröffnete städtische Hallenbad.

Im vergangenen August hatte eine lesbische Mutter mit einem Facebook-Post einen Shitstorm gegen das Freibad ausgelöst, als sie berichtete, dass sie mit ihrer Partnerin und zwei Kindern wegen ihrer Homosexualität keine Familienkarte erhalten hatte (queer.de berichtete). Die Kassiererin soll demnach die Familie mit den Worten abgelehnt haben: "Wo ist der Mann? Nein, das geht nicht! Mann und Mann und Frau und Frau geht hier nicht!"

Auch die Reaktion des Bürgermeisters Michael Hülpes sorgte für Kopfschütteln: In einem Brief an die Frauen spielte er die Diskriminierung herunter (queer.de berichtete). Der CDU-Politiker riet den Müttern, die diskriminierende Aussage der Kassiererin mit einem "Schmunzeln" hinzunehmen. Außerdem regte Hülpes öffentlich an, die Familienkarte wegen des Streits abzuschaffen.

Familienkarte gilt für zwei Erwachsene und bis zu drei Kinder

Im Ratsbeschluss wurde nun aber an der Familienkarte festgehalten und festgelegt, dass sie künftig für zwei Erwachsene und bis zu drei Kinder gelte. Gleichzeitig wurde der Preis von sieben auf elf Euro erhöht, so dass sich die Karte nur noch mit mindestens zwei Kindern lohnt. Einzeltickets wurden dagegen nur moderat angehoben.

Auch in anderen Orten hatte es Streit um Familienkarten gegeben: Der Leipziger Zoo erkannte etwa bis 2013 ebenfalls nur Hetero-Paare und deren Kinder als Familien an (queer.de berichtete). Auch das Wabach-Bad im westfälischen Bad Laasphe verwehrte einem homosexuellen Paar mit Kindern 2015 den Familienrabatt (queer.de berichtete). Im vergangenen Jahr beschwerten sich auch mehrere Regenbogenfamilien, dass sie beim Kauf eines Familientickets im Freizeitbad "Aqua Marien" im sächsischen Marienberg anders als Heterosexuelle nachweisen mussten, dass sie wirklich eine Familie sind (queer.de berichtete). (dk)



#1 SebiAnonym
  • 03.03.2017, 17:52h
  • Und wieso nicht gleich so?

    Wieso immer erst mal diskriminieren und erst wenn der PR-Schaden zu groß wird, lenkt man ein...
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#2 Patroklos
#3 Deniz HesseAnonym
  • 04.03.2017, 12:21h
  • Warum werden solche Einrichtungen überhaupt noch besucht?!
    Mir wäre das viel zu blöd, dann trage ich mein Geld eben woanders hin...
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