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Polizeibericht Berlin

Homophober Angriff in der Tram: Mit Flasche auf den Kopf geschlagen

In der Berliner Straßenbahnlinie M10 wurde ein schwules Paar am frühen Samstagmorgen von einem Trio beleidigt und attackiert.


Tatort Tram: Straßenbahn der Linie M10 in Berlin (Bild: Ingolf / flickr)

Am frühen Samstagmorgen wurde ein schwuler Mann bei einem Angriff in Berlin leicht verletzt. Der 39-Jährige zeigte an, dass er mit seinem ein Jahr älteren Lebensgefährten in einer Straßenbahn der Linie M10 in Richtung S- und U-Bahnhof Warschauer Straße unterwegs war.

Kurz vor dem U-Bahnhof Bernauer Straße sprachen ihn laut Polizeibericht zwei Männer und eine Frau in der Tram an und fragten ihn, ob er schwul sei. Dies bejahte er. Daraufhin beschimpfte das Trio den 39-Jährigen homophob und schlug ihm ins Gesicht. Bevor die Angreifer flüchteten, schlug ein Täter dem Attackierten noch eine Flasche auf den Kopf. Anschließend verließen die Drei die Tram am U-Bahnhof Bernauer Straße. Eine genauere Täterbeschreibung veröffentlichte die Polizei nicht.

Der 39-Jährige erlitt Gesichtsverletzungen und klagte über Kopfschmerzen. Sein Lebensgefährte blieb unverletzt. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin übernahm die Ermittlungen.

In öffentlichen Berliner Verkehrsmitteln kam es in den vergangenen Monaten mehrfach zu homophob motivierten Gewaltfällen – allein im Dezember an den U-Bahnhöfen Boddinstraße und Alexanderplatz sowie am S-Bahnhof Tempelhof. Anders als in anderen Städten informiert die Polizei der Hauptstadt in ihren Presseberichten regelmäßig über Straftaten mit einem mutmaßlich homo- oder transfeindlichen Hintergrund. Die Staatsanwaltschaft besitzt eigene Ansprechpartner für LGBTI. (cw/pm)



#1 Benedictus
  • 04.03.2017, 12:11h
  • Wenn mich eine Gruppe von Männern fragen würde, ob ich schwul bin, sollte ich mit gesundem Menschenverstand kurz innehalten und überlegen, warum die das wohl wissen wollen. Bestimmt nicht, weil sie mich dafür beglückwünschen oder mit mir ins Bett gehen wollen...

    Ich frag mich immer, wie Schwule in der Situation, die so offensichtlich zu eskalieren droht, jedes Gespür für brenzlige Situationen missen lassen. Ich wäre in so einer Situation sofort alarmiert, würde hellhörig werden und so reagieren, um die drohende Gefahr abzuwenden, aber nicht auch noch zu provozieren. Ich weiß, in welchen Situationen ich auf Toleranz und Vernunft meines Gegenüber nicht zu hoffen brauche.
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#2 Deniz HesseAnonym
  • 04.03.2017, 12:25h
  • Ich warte noch auf die Schlagzeile:
    "Heterosexuelles Paar von schwulem Schlägertrupp verprügelt!"

    Diesem Hass kann man nur mit einer Antwort dienen: Immer in die Fresse rein.
    Wie peinlich das doch wäre, von einer Schwester die Lippe dick zu bekommen...
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#3 FinnAnonym
  • 04.03.2017, 13:23h
  • Hoffentlich fasst man die Täter und hoffentlich bekommen sie eine Strafe, die sie nie wieder vergessen werden.

    Jeder Parksünder wird mit ganzer Härte verfolgt, aber bei Gewaltdelikten kommen Täter oft viel zu glimpflich davon...
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#4 Homonklin44Profil
  • 04.03.2017, 18:08hTauroa Point
  • Also erst Mal würde ich eher mit "Nein" antworten, auch wenn man heute teils schon blöd angemacht wird, wenn man zu lange oder scheinbar zu intensiv in irgendwessen Richtung schaut.

    Die Courage mit Prügeln bezahlt bekommen, muss man nicht herausfordern. Es kommt einem durch diese Berichte allerdings auch vor, als zögen Gruppen von Homohassern um, die explizit vor haben, auf die Weise ihren behämmerten Ideen Luft zu machen, und ich würde es denen von Herzen wünschen, mal so richtig in eine hammerharte schwule Faust zu laufen!

    Polizeirekruten under cover in den Öffis mitschicken, wäre auch noch eine Idee. Passt aber den Ü-Wa-Beängstigten wieder nicht.
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#5 paoloAnonym
  • 04.03.2017, 18:20h
  • Antwort auf #1 von Benedictus
  • Das sollten die mal bei mir versuchen,ich warte nur auf den tag an dem ich die gelegenheit kriege solchen asozialen elementen die fresse zu polieren übrigens auf die frage ob man schwul sei antwortet man mit einer gegenfrage ob er oder sie ein retadierter christ beziehungsweise moslem ist falls das äussere dies nahe legt.
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#6 Julian SAnonym
  • 04.03.2017, 20:08h
  • Was muss eigentlich noch alles passieren, ehe die Politik endlich mal aufwacht?

    Muss erst jemand sterben?
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#7 schwarzerkater
  • 04.03.2017, 21:08h
  • gibt es in den berliner tram's keine kameras? warum mal wieder keine täterbeschreibung? steht der täterschutz mal wieder vor dem opferschutz?
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#8 21samAnonym
  • 04.03.2017, 22:02h
  • Videoüberwachung in öffentlichen Verkehrsmitteln sollte endlich Standard werden!
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#9 Konsequenzen ziehenAnonym
  • 04.03.2017, 22:25h
  • Fünf solche Gewalttaten, bei denen in der Folge die Täter verhaftet werden und wegen Mordversuchs lebenslänglich erhalten, und wir wären das Problem los.

    Aber in einem Staat, in dem die christliche Bundeskanzlerin ihre Bauchschmerzen öffentlich äussert, wenn Schwule (was ist mit Schwarzen, Juden, Chinesen?) Kinder erziehen und zur alltägliche Gewalt gegen Schwule schweigt wird das nicht passieren.

    Die alte Geschichte, hilf dir selbst, sonst hilft dir keiner.
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#10 Konsequenzen ziehenAnonym
  • 04.03.2017, 22:31h
  • Antwort auf #6 von Julian S
  • Die christliche Kanzlerin wird es nicht stören, wenn Schwule gewaltsam zu Tode gebracht werden, korrekter ermordet.

    Hauptsache mehr Religiosität im Land!

    Übrigens ist das nicht nur Handlungsmaxime der Kanzlerin, auch die grüne Parteivorsitzende hat es jüngst ausdrücklich begrüsst, dass Deutschland jetzt religiöser wird.
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