Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?28351

Polizeibericht Berlin

Schwulen Jugendlichen mit Werbeschild attackiert

Ein 16-jähriger Berliner wurde am Sonntagnachmittag auf offener Straße von einem Erwachsenen wegen seiner Homosexualität angegriffen.


Anders als in anderen Städten informiert die Berliner Polizei regelmäßig über Straftaten mit einem mutmaßlich homo- oder transfeindlichen Hintergrund (Bild: flickr / Maik Meid / by 2.0)

Nach einem Fall von Hasskriminalität am Sonntagnachmittag im Berliner Stadtteil Moabit hat der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt die Ermittlungen übernommen. Eine 58-jährige Zeugin sprach in der Straße Alt-Moabit Polizeibeamte an und teilte diesen mit, dass ein Mann gegen 14.15 Uhr in der gleichen Straße einem 16-Jährigen ein Werbeschild in den Rücken geworfen haben soll.

Die Zeugin stellte den Mann nach eigenen Angaben zur Rede. Er soll ihr gegenüber den Angriff damit begründet haben, dass der Jugendliche angegeben habe, schwul zu sein. Anschließend wollte der mutmaßliche Angreifer den 16-Jährigen erneut attackieren, wurden von Passanten jedoch abgehalten. Anschließend entfernte sich der Verdächtige mit einem Audi vom Ort.

Eine Suche nach dem Wagen verlief laut Polizeibericht bislang erfolglos. Der attackierte Jugendliche klagte über Rückenschmerzen. Die Ermittlungen dauern an. Weitere Angaben zum mutmaßlichen Täter wurden nicht gemacht.

In Berlin kommt es häufig zu Übergriffen auf LGBTI. Erst am Samstag war ein schwules Paar in einer Straßenbahn angegriffen worden (queer.de berichtete). In einem Gastbeitrag für queer.de forderte Berlins schwuler CDU-Generalsekretär Stefan Evers am Sonntag mehr Videoüberwachung zum Schutz vor homo- und transphober Gewalt. (cw/pm)



#1 SebiAnonym
  • 06.03.2017, 10:35h
  • Es wird echt immer schlimmer in Deutschland.

    Und wenn das schon im toleranten, weltoffenen Berlin so ist, will ich gar nicht wissen, was in Kleinstädten und der Provinz alles abgeht.

    Denn in Berlin werden solche homo- und transfeindlichen Übergriffe ja dank der Berliner Polizei separat erfasst, so dass man das Ausmaß des Problems erfährt.

    Im Rest Deutschlands zählt das ja einfach zu allgemeinen Straftaten und man merkt gar nicht, wieviel davon homo- und transphobe Übergriffe sind.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 FredinbkkProfil
  • 06.03.2017, 10:41hBangkok
  • "waer ne Kamera da---
    waer schon alles klar....

    so einfach ist das .....

    Bilder schneiden--Fahndung laeuft...
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Wie lange nochAnonym
  • 06.03.2017, 10:56h
  • Was muss eigentlich noch alles passieren, ehe die Politik endlich aufwacht?

    Muss es erst wieder Tote geben?

    Und dann weinen wieder alle Krokodilstränen, wie tragisch das doch alles sei und täuschen Verwunderung vor, wie es so weit kommen konnte...
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Patroklos
#5 KMBonnProfil
  • 06.03.2017, 11:38hBonn
  • Mich hat im letzten Jahr der Haß von Rechten und Religiösen sehr bewegt und terroristisch-religiöse Angriffe wie in Orlando lassen mir bis heute keine Ruhe. Ich habe nicht vor, dem rechtsreligiösen Pack Raum zu geben.
    Zusammen mit meinem Partner stelle ich eine Fassade unseres Hauses, in dem auch das Fantasyportal Bundesamt für magische Wesen seinen Sitz hat, der Wiener illustratorin SlippedDee zur Verfügung.
    Sie soll auf einer Fläche von 4 x 6 Metern ein Bild schaffen, welches mit einem Fantasymotiv gegen diesen Haß auf LGBTIs Stellung bezieht. Und auch klar die Hetzer benennt.
    Es ist Wahljahr. Da kann man nicht still bleiben.
    Wen es interessier, der findet hier nähere Informationen und erste Entwürfe.
    www.bafmw.org
  • Antworten » | Direktlink »
#6 Julian SAnonym
  • 06.03.2017, 11:50h
  • Die Politik muss endlich aktiv werden...

    Es hat sich z.B. gezeigt, dass rechtliche Gleichstellung (inkl. Eheöffnung und Volladoption) sehr schnell die Akzeptanz in der Gesellschaft massiv erhöht. Und je akzeptierter etwas ist und je weniger Hass es gibt, destso weniger entlädt sich das in Gewalt.

    Auch muss es endlich angemessene Aufklärung an Schulen geben. Denn bereits in der Jugend werden die Weichen fürs weitere Leben gestellt. Wenn schon an Grundschulen homophobes Mobbing Alltag ist, weiß man doch als klar denkender Mensch, das Handlungsbedarf besteht.

    Natürlich kann auch die Politik mit ihren Möglichkeiten nicht jede einzelne Straftat verhindern. Aber das ist ja kein Grund, sie nicht wenigstens zu reduzieren. Und die politischen Maßnahmen sind die Voraussetzung, dass sich überhaupt erst auch gesellschaftlich was ändern kann...

    Jede Partei und alle Politiker, die Gleichstellung, Diskriminierungsschutz, Aufklärung/Bildungspläne, etc. verhindern, abschwächen oder auch nur verzögern, haben Mitschuld und Blut an ihren Händen, das sie niemals abbekommen werden.

    Das muss denen klar sein, welche Schuld (wenn auch inidirekte Schuld) sie damit auf sich laden!!
  • Antworten » | Direktlink »
#7 Julian SAnonym
  • 06.03.2017, 11:54h
  • Antwort auf #4 von Patroklos
  • Was aber auch daran liegt, dass Berlin (dankenswerterweise) über homo-/transphobe Gewalt informiert.

    Anderswo wird das unter den Tisch gekehrt und verschwindet in einer allgemeinen Statistik.

    Und auch die schwarz-rote Bundesregierung lehnt ja alle Anträge von Grünen und Linkspartei ab, homo-/transphobe Gewalt statistisch zu erfassen. Ausgerechnet in dem Land, wo jeder Fliegendreck statistisch erfasst wird, sehen Union und SPD dafür "keinen Bedarf". (queer.de berichtete) Wahrscheinlich sollen die Bürger nicht die wahre Dimension des Problems erkennen.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 Julian SAnonym
  • 06.03.2017, 11:57h
  • Antwort auf #5 von KMBonn
  • Ich danke Dir/Euch für das Engagement!!

    Ich habe leider keine eigene Fassade, wo ich sowas machen könnte, aber ich bewundere das sehr.

    Tausend Dank und meinen vollsten Respekt!

    Solche Leute, die alles unternehmen, um wirklich etwas zu ändern, kann man nie genug haben.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 MarekAnonym
  • 06.03.2017, 12:02h
  • Jetzt werden im Land des rosa Winkels sogar schon Minderjährige angegriffen.

    Wie lange will Deutschland noch zusehen, wie kommende Generationen kaputt gemacht werden?

    Und wie lange wollen wir uns Diskriminierung, Mobbing und Gewalt eigentlich noch bieten lassen?

    Wir sollten alle Parteien, die daran mindestens Mitschuld haben, und all ihre Mitglieder aus dem Parlament jagen. Dafür gibt es sogar ein Mittel: es nennt sich Wahlen!
  • Antworten » | Direktlink »
#10 TrumpTowerAnonym
  • 06.03.2017, 12:18h
  • Antwort auf #1 von Sebi
  • "Und wenn das schon im toleranten, weltoffenen Berlin so ist, will ich gar nicht wissen, was in Kleinstädten und der Provinz alles abgeht."

    In Kleinstädten und in der Provinz ist das Leben für offen schwule Männer im Jahre 2017 wesentlich entspannter als in Berlin.
    Da kommen schwule Männer aus der ganzen Welt nach Berlin, weil sie gehört haben, dass dort die große Freiheit für offen schwule Männer herrschen soll. Die gibt es auch, aber nur in Freiräumen wie z.B. im gesamten Kulturbereich. Auf der Straße und in vielen Szenelokalen dagegen ist das Leben gefährlich, besonders nachts.
    Schlichten Gemütern aus der Provinz muss geraten werden, auf Fragen von Männern, die sich in einer Gruppe zusammengerottet haben, nach ihrer Homosexualität zu schweigen oder die eigene Homosexualität zu verleugnen.
  • Antworten » | Direktlink »