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Interview mit "Zeit Campus"

Martin Schulz zur Ehe für alle: "Eindeutig ja"

Seit Tagen ist die SPD mit der Forderung nach Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare in den Medien – jetzt hat sich erstmals ihr designierter Kanzlerkandidat geäußert.


Im Interview mit "Zeit Campus" gab Martin Schulz am Montag ein kurzes, aber überzeugendes Statement für die Ehe für alle ab (Bild: Screenshot)

Am 23. Februar vermeldete die "heute"-Redaktion des ZDF, der designierte Kanzlerkandidat der SPD wolle mit der Forderung nach der Ehe für alle in den Bundestagswahlkampf ziehen – mit Verweis auf nicht genannte Quellen aus der Parteizentrale (queer.de berichtete).

Während man sich im Berliner Willy-Brandt-Haus auf Nachfrage von queer.de von der ZDF-Meldung erst überrascht zeigte, scheinen die Sozialdemokraten mittlerweile Gefallen an dem ihr wohl in den Mund gelegten Thema gefunden zu haben. Am vergangenen Wochenende kündigte SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann sogar via "Spiegel" an, die Gleichstellung von lesbischen und schwulen Paaren zum Thema im Koalitionsausschuss zu machen (queer.de berichtete).

Zwei Wochen nach dem Bericht der "heute"-Redaktion hat sich am Montag nun erstmals auch Martin Schulz selbst zur Ehe für alle geäußert – im Interview mit Hannes Schrader von "Zeit Campus". Auf die Frage, ob er sich für die Ehe-Öffnung für gleichgeschlechtliche Paare einsetzen werde, meinte der designierte Kanzlerkandidat: "Eindeutig ja." Dazu gehöre für ihn auch das gemeinsame Adoptionsrecht: "Ich bin für die Ehe für alle, und ich bin auch dafür, dass wenn wir die Ehe für alle einführen, die ehelichen Rechte, und dazu gehört natürlich auch die Adoption, mit einführen."

Direktlink | Martin Schulz im Gespräch mit Hannes Schrader, ab 0:48 geht es um die Ehe für alle

Die spannende Frage, wann Schulz das Eheverbot für lesbische und schwule Paare beenden will, stellte Schrader leider nicht – bereits jetzt gäbe es dafür im Deutschen Bundestag eine theoretische Mehrheit. Vor vier Jahren war die SPD mit dem Slogan "100 Prozent Gleichstellung – nur mit uns" in den Wahlkampf gezogen, hatte jedoch in den Koalitionsverhandlungen mit der Union die Forderung nach der Ehe für alle schnell aufgegeben. (mize)



#1 Peter1Anonym
  • 07.03.2017, 07:11h
  • Und es ist das erste Mal, das ich (wir) es einem Kandidaten wirklich glauben! Daher von uns ein klares "Ja" zu Martin Schulz !
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#2 Hamburger MichelAnonym
  • 07.03.2017, 07:21h
  • Auf Wahlversprechen falle ich nicht mehr rein. Ehe für alle noch vor der Wahl,nur dann gibt es meine Stimme.
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#3 sanscapote
  • 07.03.2017, 07:44h
  • Antwort auf #1 von Peter1
  • Es wurde schon einmal ein 100%-Versprechen gegeben, aber nicht gehalten.

    Ich waehle SPD nicht.
    Es sei denn die SPD erfuellt ihr Versprechen noch in dieser LLP wie zu 100% versprochen.

    Keine Stimme für die SPD, nur weil Herr Schulz jetzt so ewas sagt.

    Mir kommt es jetzt so vor:
    Ein neuer Mann,
    ein neues Versprechen für die Zeit nach der Wahl.

    Das ist unehrlich. Das ist nicht sicher.

    Das Fehlen der direkten Frage ist ein Manko des Interviews. Macht sich ein Interviewer keine Notizen ueber wichtig Fragen im Interview?
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#4 stephan
  • 07.03.2017, 07:48h
  • Sehr gut! Und wenn irgendjemand in der SPD es wirklich ernst meint, so nutzt er jetzt die im Bundestag vorhandene Mehrheit zur Eheöffnung, eine Mehrheit, die 2013 auch durch das Versprechen "100% Gleichstellung - Nur mit uns!" zustande gekommen ist! Jedenfalls wird jemand der es ernst meint, nicht von uns verlangen, die Nasen wieder in den Bundestag zu wählen, die bisher gegen unsere Gleichstellung gestimmt haben und nicht ihrem Gewissen und gegebenen Versprechen gefolgt sind!
    Ich halte Martin Schulz für integer, aber ich lehne es ab, den gleichen Personen wie 2013 noch einmal zu vertrauen! Tut es jetzt, denn es ist hohe Zeit und es ist ganz einfach morgen möglich! Ob zum Jahresende noch eine Mehrheit zur Eheöffnung im Bundestag vorhanden ist, hoffe ich zwar, halte ich aber nicht für sicher!
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#5 tti3_allianceProfil
  • 07.03.2017, 08:08hWashington State
  • 'WIr' hoffen auch auf solche klaren Worte zu Gunsten der tti Bereiche, sowie nicht-binärer Menschen.

    'Wir' erwarten zwar das bereits der 18. Deutsche Bundestag die Verantwortung übernimmt und gesetzliche Neuregelungen beschließt, aber klarer Wahlkampfdruck scheint notwenig.

    'Wir' erwarten erwarten ein Verbot von Intersex Genitalverstümmelungen / Intersex Genital Mutilation (IGM), da es i.d. Vergangenheit auch keine medizinischen Zuweisungen auf die 2 Geschlechterideologie gab und es das in Deutschland nicht zu geben hat.
    Das Babys, Kinder Opfer von medizinischen Massnahmen werden, die die NS Ideologie aufgebracht hat, und oftmals mit der Zeugungsunfähigkeit endet ("Kinder Kastrationen") ist in Deutschland zu ächten!

    'Wir' erwarten die Abschaffung der TSG Begutachtung (Transsexuellengesetz (TSG)) und dass Recht selbsbestimmt per Antragsverfahren Namen und / oder Geschlecht anpassen zu können.

    'Wir' erwarten eine Verankerung der medizinischen Versorgung (Transsexualität) im SGB-V, unter gleichwertiger Beteiligung der Eigeninteressen OrganisationEN, sowie deren jährlichen Überprüfung und Anpassung.
    Die Monopol Stellung des Gemeinsamen Bundesauschuss, der GKV und der Krankenkassen sind zu beenden.
    Behandlungsverweigerungen, sowie Selbstverstümmelungen, Selbstmordversuche, finale Suizide aufgrund von Aktionen u.a. der Krankenkassen, MDK's... müssen Ende finden.

    'Wir' erwarten, dass jedem Bürger das Recht zusteht selbstbestimmt in der Geburtsurkunde, Reisepass und Personaldokumenten eine 3/dritte oder alternative Geschlechtseintragung eintragen zu lassen.

    .
    .

    Jedes Geschlecht verdient Respekt
    every gender deserves respect
    .
    .
    .
    tti Bereiche
    trans, trans*, Transgender
    Transsexuell, Transident
    Intersex / Intersexualität
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#6 RobinAnonym
  • 07.03.2017, 08:25h
  • Und wieso setzt Martin Schulz mit seiner SPD das dann nicht noch diese Legislaturperiode um?

    Und nicht, dass der das auf die Union schiebt:
    die Zustimmung der Union ist gar nicht nötig!! Würde die SPD ihr Wahlversprechen "100% Gleichstellung" halten, könnte das noch diesen Monat beschlossen werden, da es dann eine Mehrheit im Parlament gäbe. Und die Union könnte das gar nicht verhindern. Denn laut Deutschem Grundgesetz (Art. 38) ist jeder Abgeordnete nur seinem eigenen Gewissen verpflichtet und nicht an Aufträge und Weisungen anderer gebunden.

    Die SPD hatte exakt dasselbe auch schon vor der letzten Wahl versprochen. Um das umzusetzen, braucht man die Union gar nicht. Wenn die SPD ihr Wahlversprechen bricht, liegt das nicht an der Union, sondern dann ist das einzig und alleine Entscheidung der SPD.

    Mit Labern lassen wir uns nicht mehr hinhalten. Wenn Martin Schulz es wirklich ernst meint, muss er das beweisen. Und zwar VOR der Wahl, wenn er unsere Stimmen bekommen will. Die Möglichkeit dazu hat er - jetzt muss die SPD Farbe bekennen.
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#7 stromboliProfil
  • 07.03.2017, 08:36hberlin
  • Antwort auf #1 von Peter1
  • also sowohl steinbrück wie steinmeier haben als kandiaten sich der "ehe für alle" hochheilig versprochen...
    Na ja, wird unser haltener_hambuger homerepigone sagen.. die konnten ja nicht, weil nicht kanzler geworden...

    Schön wärs ja, und selbst wenn man nicht hinter der e.f.a. ( ehe für alle) steht, wird die e.f.a. ein forderungsaspekt bleiben, der auch über die kommende wahl wahrscheinlich bestand haben wird.. leider!

    Weil, noch ist dies eher ein wahlpolitisches instrument das die spd taktisch einsetzt, jetzt wo dem "sozial engagierten" sankt martin von wirtschaft und lobbygesinnungsjournalismus der wind ins gesicht bläst.
    Zudem opperman bisher wirklich kein unterstützer homopolitischer forderungen war... im gegenteil!

    Es läuft eher darauf hinaus, mit solchen toleranzdiskussionen den anschein einer gesellschaftlichen "kehrtwende" hin zu sozialer gerechtigkeit zu führen.
    All die von der sozialdemokratie/grünen begangenen sozialverbrechen aber nicht wirklich aufgegeben-zurückgeführt werden, sondern tröpfchenweise "reformen" angedacht werden, die dann wie üblich am haushalt oder sonstigen "widerständen" scheitern werden...

    Bleibt dem ohnmächtigen zuschauer nur die alternative der protestwahl, in der hoffnung so die sozis und fdpvergrünten zur sozialpolitik zu zwingen:
    Letzter ausweg.. ungeliebt : wählt die linke!
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#8 EselMitMöhreAnonym
  • 07.03.2017, 08:39h
  • Ich komme mir vor wie der Esel, dem gerade ein leckeres Möhrchen vor dem Gesicht baumelt.

    Mit dem nächsten Schritt, werde ich sie haben. Oder dem übernächsten. Oder dem überübernächsten.

    Ich muss nur noch mein Kreuzchen an der richtigen Stelle machen.

    Ich bin wohl schon zu oft reingelegt worden. Eigentlich würde jetzt statt einem Vertrauensvorschuss mal ein Leistungsvorschuss nötig werden.
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#9 JustusAnonym
  • 07.03.2017, 08:39h
  • SPD 2013:
    "100% Gleichstellung"

    SPD 2017:
    "Eindeutig ja"

    Vor jeder Wahl dasselbe Gerede. Was davon nach der Wahl in der Realität übrig bleibt, wissen wir ja...

    Die SPD erzählt uns wieder mal, was sie nach der nächsten Wahl alles umsetzen will, aber wer regiert denn seit 4 Jahren?
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#10 ErinnerungAnonym
  • 07.03.2017, 08:53h
  • Als die SPD ihr Wahlversprechen gebrochen hat und das Thema aus dem Koalitionsvertrag ausgenommen hat, hat auch Martin Schulz für diesen Koalitionsvertrag geworben.

    (Obwohl es auch eine Mehrheit links der Union gegeben hätte und obwohl man selbst bei Koalition mit der Union darauf hätte bestehen können. Da die Union keine einzige andere Option hatte, hätte die machtgeile Merkel das irgendwann geschluckt, genau wie sie auch Atomausstieg und Wehrpflicht-Ende geschluckt hat, als es um ihren Machterhalt ging.)

    Und auch jetzt will er sich bis zur nächsten Wahl nicht mehr gegenüber der Union durchsetzen.

    Und dann sollen wir glauben, dass er bei der nächsten Wahl aufeinmal von einem Tag auf den nächsten zum Kämpfer für Homorechte wird und ohne Gleichstellung keinen Koalitionsvertrag unterschreiben wird?

    UNGLAUBWÜRDIG
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