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"Spiegel"-Bericht

Wegen Homophobie: AfD-Fraktionschef soll Immunität verlieren

Der rheinland-pfälzische Landesvorsitzende Uwe Junge soll als Vorgesetzter in der Bundeswehr eine lesbische Soldatin herabgewürdigt und Hetzreden gehalten haben.


Der AfD-Fraktionschef Uwe Junge könnte seine Immunität verlieren (Bild: Wiki Commons / Olaf Kosinsky / CC-BY-SA-3.0)

Wegen eines homophoben Vorfalls während seiner Zeit in der Bundeswehr droht Uwe Junge, dem AfD-Fraktions- und Parteichef in Rheinland-Pfalz, nach einem Bericht des "Spiegel" ein Nachspiel.

Das Hamburger Nachrichtenmagazin berichtete am Mittwoch, das Bundesamt für Personalmanagement der Bundeswehr habe bereits Ende Februar beim Landtag in Mainz die Aufhebung der Immunität gegen den früheren Oberstleutnant beantragt. Er soll eine lesbische Soldatin herabgewürdigt und bei Wahlkampfreden gehetzt haben, obwohl er noch im Dienste der Bundeswehr war und sich damit an das sogenannte Mäßigungsgebot halten musste.

Der angebliche Vorfall mit der lesbischen Soldatin war nach Zeitungsberichten bereits im Januar bekannt geworden. Damals hatte der Jahresbericht des deutschen Wehrbeauftragten (PDF) anonymisiert von einer Diskriminierung einer jungen Frau in der Bundeswehr durch Äußerungen ihres Vorgesetzten berichtet – dabei soll es sich um Junge handeln (queer.de berichtete). In dem Dokument heißt es: "So sagte er zum Beispiel: 'Sie können ja sogar wie eine Frau aussehen' und 'Ehe und Familie sind in Artikel 6 Grundgesetz besonders geschützt: Mutter + Vater + Kinder; die Nation braucht deutsche Kinder'."

Zeitungsberichte zitierten aus internen Dokumenten, die betroffene Soldatin lebe in einer Lebenspartnerschaft und ziehe Kinder auf. In dem öffentlichen Bericht des Wehrbeauftragten wird ausgeführt, dass von der Einleitung eines Disziplinarverfahrens Abstand genommen worden sei, weil der homophobe Vorgesetzte ein politisches Amt wahrnehme und vor dem inzwischen erfolgten Ausscheiden aus der Bundeswehr stand.

Neue Tonbandaufzeichnungen

Nun will das Bundesamt für Personalmanagement laut "Spiegel" doch gegen Junge vorgehen, weil neue Tonbandaufzeichungen mit hetzerischen Reden aufgetaucht seien, in denen er etwa noch während seiner aktiven Bundeswehrzeit Bundeskanzlerin Angela Merkel wegen ihrer Flüchtlingspolitik "Vaterlandsverrat" vorgeworfen hatte. In einer anderen Rede soll der Offizier die Polizei und Innenbehörde von Köln wegen Übergriffen in der Silvesternacht 2015/16 als "ehrlose Bande von Hasenfüßen" diffamiert haben.

Zu dieser Zeit sei Junge bereits von seinem Vorgesetzten belehrt worden, weil er immer wieder in Wahlkampfreden auf seine Position in der Bundeswehr hingewiesen habe. In einem Fernsehporträt habe er sich sogar in Uniform vor einer Kaserne filmen lassen.

Zu den Vorwürfen hat Junge keine Stellung genommen. Gegenüber dem "Spiegel" wollten auch der Mainzer Landtag, das Bundesverteidigungsministerium und die Bundeswehr keinen Kommentar zum aktuellen Fall abgeben.

Uwe Junge war 2013 in die AfD eingetreten. Zuvor war er in der CDU und der rechtspopulistischen Kleinpartei "Die Freiheit" aktiv. Auch als AfD-Politiker machte er mit homophoben Bemerkungen von sich reden: Bei seiner ersten großen Rede im Landtag von Rheinland-Pfalz wetterte er etwa gegen das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare und beklagte "Umerziehung" an Schulen, weil dort das Thema Akzeptanz für queere Lebensweisen erwähnt werden soll (queer.de berichtete). (dk)



#1 Tommy0607Profil
  • 08.03.2017, 14:39hEtzbach
  • Richtig so!
    Rechtpopulisten brauchen keine Immunität .
    Sollen mal ihre Braune Seuche behandeln lassen!
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#2 LaurentProfil
  • 08.03.2017, 14:47hMetropolregion Rhein-Neckar
  • Da nun weitere Details bekannt wurden und insbesondere wegen des Verstoßes gegen das Mäßigungsgebot ermittelt werden soll, halte ich an meiner Auffassung unter #4 1. Halbsatz zum Bericht vom 25.1.2017 nicht mehr fest.

    (>>Diese Äußerungen, sollten sie tatsächlich so gefallen sein, dürften folgenlos bleiben [und ihm, bei der Haltung seiner Partei zu diesem Thema, politisch sicherlich auch nicht schaden].<<)
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#3 LorenProfil
  • 08.03.2017, 17:04hGreifswald
  • Es wäre erfreulich, wenn dieser AfDler Konsequenzen für seine homofeindlichen und andere hetzerische Äußerungen zu tragen hätte. Ein weiterer "führender" Politiker dieser Partei, der zeigt, was von ihr zu halten ist.
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#4 MarleneBerlinProfil
  • 08.03.2017, 18:24hBerlin
  • Antwort auf #1 von Tommy0607
  • Ja der braune Mob muss weg. Raus aus dem Amt. Und der Drecksstall Bundeswähr, was da an Pervers abläuft. Da sitzen solche Typen ! Raus damit keine Steuern von uns. In der Bundeswehr wird mehr gefögelt als in Homobars ! Das hat sogar die von der Line begriffen. Werde der mal schreiben was da für einer abhängt ?
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#5 Münster4lifeAnonym
#6 YannickAnonym
  • 08.03.2017, 20:55h
  • Finde ich vollkommen richtig.

    Hass hat nichts mehr mit freier Rede zu tun.

    Und jemand, der seine Untergebenen herabwürdigt, beleidigt, etc. sollte keine Untergebenen haben.
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#7 Patroklos
#8 GaypinkAnonym
  • 08.03.2017, 22:36h
  • Junge, Höcke und Co.....sind nicht tragbar.
    Die gehören weggeschlossen oder können sich gerne Herrn Erdogan anschließen, der tickt auch nicht sauber.

    Wenn ich mir Junge so anschaue könnte er auch vom Planeten der Penisnasen kommen :) :) :)....
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#9 ThanedAnonym
#10 LaurentProfil