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Polizeibericht

Düsseldorfer Kripo klärt Raubserie gegen Schwule auf

Bei den mutmaßlichen Tätern handelt es sich um drei 17 und 18 Jahre alte Jugendliche – sie sitzen in Untersuchungshaft.


Ermittlungserfolg der Polizei in NRW: In den vergangenen Monaten kam es in der Düsseldorfer Innenstadt zu mindestens acht Raubüberfällen auf schwule Männer (Bild: Maik Meid / flickr)

Seit Mitte November des vergangenen Jahres beschäftigen sich Ermittler der Düsseldorfer Kriminalpolizei mit einer Serie schwerer Straßenraubdelikte gegen schwule Männer. Alle Opfer hatten spätabends Szenelokale in der Innenstadt aufgesucht. Nun konnten die mutmaßlichen Täter gefasst werden.

Laut Polizeibericht vom Donnerstag sind die drei Beschuldigten 17 und 18 Jahre alt, stammen "aus der Balkanregion" und leben in Wuppertal und Haan. Die Jugendlichen wurden am 1. März an ihren Wohnanschriften festgenommen. Die Düsseldorfer Kriminalpolizei hatte zur Aufklärung der Raubserie eine eigene Ermittlungskommission eingerichtet.

Attacken in der Charlotten- und Bismarckstraße

Die schwulen Opfer waren vorwiegend im Bereich der Charlottenstraße und der Bismarckstraße unterwegs. In dem Szeneviertel wurde am 5. Januar auch ein 52-jähriger Tourist von den festgenommenen Jugendlichen attackiert. Als er sich um 23.30 Uhr zu Fuß auf den Weg zu seinem Hotel an der Stephanienstraße machte, griffen die Täter ihn von hinten an und schlugen ihn nieder. Sie raubten ihm sein Smartphone und die Geldbörse.

Über die Aussage dieses Opfers und die Angaben von Zeugen aus einer Gaststätte konnten schließlich drei Jugendliche identifiziert werden, die bereits polizeilich bekannt waren. Dem 18-jährigen Haupttäter konnten zwischenzeitlich drei Taten am 12. November, 24. Dezember sowie 5. Januar zugeordnet werden, seinen Komplizen zumindest die Beteiligung an der Tat im Januar.

Nach Angaben der Polizei stehen derzeit noch weitere Ergebnisse kriminaltechnischer Untersuchungen aus, von denen sich die Ermittler Hinweise auf die Beteiligung der Beschuldigten an anderen Taten erhoffen. Insgesamt bearbeitet die Ermittlungskommission acht Raubüberfälle auf schwule Männer. Die Beschuldigten sitzen in Untersuchungshaft. (cw/ots)



#1 YannickAnonym
  • 09.03.2017, 10:41h
  • Hoffentlich bekommen sie eine harte Strafe. Nicht, dass sie am Ende wieder ma (wie es in Deutschland Tradition hat) wegen "schwieriger Kindheit", "schwere soziale Verhältnisse", etc. nicht wieder nur ein paar Sozialstunden.

    Es gibt viele, die eine schwere Kindheit hatten oder aus schweren Verhältnissen kommen. Aber die werden dennoch nicht zum Straftäter. Man muss solchen Leuten zeigen, dass ihr Verhalten nicht akzeptiert wird und ernste Konsequenzen hat.
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#2 LaurentProfil
  • 09.03.2017, 11:40hMetropolregion Rhein-Neckar
  • Antwort auf #1 von Yannick
  • Solange es einflussreiches, anscheinend recht naives "Fachpersonal" und Menschen gibt, die sich bei solchen Kriminellen einem entschiedenen und harten Durchgreifen immer wieder in den Weg stellen, werden solche Straftäter wenig geneigt sein, den Pfad der Tugend einzuschlagen und unschuldige Menschen in Ruhe zu lassen.
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#3 ThorinAnonym
  • 09.03.2017, 12:20h
  • Antwort auf #2 von Laurent
  • Bei uns sieht das leider anders aus. Kim "Dotcom" Schmitz drohen in den USA 20 Jahre haft, weil er gratis Filme im Internet zum Downloaden zur Verfügung gestellt hat während ein Sebastian Edathy, der sich Kinderpornos im Internet gekauft hat, mit einer kleinen Geldstrafe davon kommt...
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#4 Paulus47Anonym
  • 09.03.2017, 14:55h
  • Antwort auf #1 von Yannick
  • "Hoffentlich bekommen sie eine harte Strafe. Nicht, dass sie am Ende wieder ma (wie es in Deutschland Tradition hat) wegen "schwieriger Kindheit", "schwere soziale Verhältnisse", etc. nicht wieder nur ein paar Sozialstunden.

    Es gibt viele, die eine schwere Kindheit hatten oder aus schweren Verhältnissen kommen. Aber die werden dennoch nicht zum Straftäter. Man muss solchen Leuten zeigen, dass ihr Verhalten nicht akzeptiert wird und ernste Konsequenzen hat."

    --> Genauso ist es. Aber leider gilt bei den Gerichten bis zum 18.Lebensjahr das Jugendstrafrecht, wonach zumindest der 17jährige Straftäter verurteilt werden dürfte. Und selbst der 18jährige Straftäter kann noch nach Jugendstrafrecht in Ausnahmefällen verurteilt werden; selbst bei Heranwachsenden wird bis 21 Jahren in Ausnahmefällen das Jugendstrafrecht angewandt.

    Dann kommen in der Regel beim Jugendstrafrecht die ganzen Sozialpädagogen von der Jugendhilfe mit Ihren Gutachten zum Zuge und die prüfen "jedes kleine Detail", das eventuell zugunsten des Straftäters von Bedeutung sein kann.

    Schon seit vielen Jahren bin ich für eine Verschärfung des Jugendstrafrechts: für 18-21jährige Heranwachsende sollte das Jugendstrafrecht auch in Ausnahmefällen überhaupt nicht mehr angewandt werden. Das sollte dort gestrichen werden.

    Und auch bei Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren sollte schärfer geurteilt werden: für viele Jugendliche gilt es sogar als "cool" wenn sie paar Monate im Jugendarrest waren, das schockt die überhaupt nicht mehr. Sie geben damit dann sogar an, was für "tolle Typen" sie doch seien.

    Und die Leute von der Jugendhilfe sind teilweise derart nach meiner Meinung "durch den Wind", das sie überhaupt nicht mehr mitbekommen, wie die Opfer leiden und wie schwer die Straftat war.

    Fazit: Meines Erachtens muss das Jugendstrafrecht in Deutschland verschärft werden. ABER das machen Linke, Grüne und SPD sicher nicht mit.
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#5 LorenProfil
  • 09.03.2017, 18:20hGreifswald
  • Antwort auf #4 von Paulus47
  • Zu Ihrem Fazit:

    Es sollte Fachleuten überlassen bleiben, diese Themen zu behandeln. Auch dies sähe ich als Beitrag zum Jugendschutz. Wer sich in der Materie auskennt, kann über Ihre von offenkundiger Ahnungslosigkeit strotzenden Einlassungen bestenfalls den Kopf schütteln. Auch bei diesem Thema empfiehlt es sich differenziert und mit Praxiswissen ans Werk zu gehen.
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#6 Patroklos
  • 09.03.2017, 19:48h
  • Gut, daß die Schuldigen gefaßt wurden und hoffentlich für lange Zeit im Knast schmoren!
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#7 Miguel53deProfil
  • 09.03.2017, 21:17hOttawa
  • Antwort auf #4 von Paulus47
  • Keiner, der hier zum Thema schreibt, hat eine Ahnung davon, wie es bei Gericht zugeht. Niemand war je bei Gesprächen zur Urteilsfindung dabei.

    Deshalb ist es fuer jemanden, der als Schoeffe beinverschiedenen Prozessen dabei war, immer wieder aergerlich, wenn solche Stammtischparolen in den Computer geschmettert und gebetsmuehlenartig wiederholt werden.

    Waehrend unsere "Lehrstunden" bekamen wir Einsicht in verschiedene Studien. Die belegten ganz klar, dass Jugendliche, gegen jede Erwartung, vor den Gerichten im Durchschnitt haerter bestraft wurden, als Erwachsene. Richter fuehlten sich verantwortlich, die Veraeumnisse aus den Elternhäusern nachzuholen.

    Ich habe selbst Verhandlungen erlebt, in denen mir die Kinnlade heruntergefallen ist, wenn Richter sich so ausdreuckten, wie hier so mancher Kommentator. Naemlich so, wie man es aus der rechten Ecke kennt.

    Leute, das ist Geschwätz. Die meisten Richter machen einen guten Job und handeln danach, was unser Rechtswesen ausmacht. Naemlich nicht Rache, sondern Vernunft und Wiedereingliederung.

    Richtig ist leider nur, dass die psychologische Betreuung in deutschen Gefaengnissen mehr als zu wuensche uebrig laesst und so mancher Vollzugsbeamter ganz schoen rassistisch sein kann.

    Es ist gut, dass diese Taeter gefasst wurden. Der Rest ist jetzt Sache der Justiz.
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#8 Miguel53deProfil
#9 Patroklos
#10 TheDad
  • 09.03.2017, 22:47h
  • Antwort auf #3 von Thorin
  • ""Bei uns sieht das leider anders aus. Kim "Dotcom" Schmitz drohen in den USA 20 Jahre haft, weil er gratis Filme im Internet zum Downloaden zur Verfügung gestellt hat während ein Sebastian Edathy, der sich Kinderpornos im Internet gekauft hat, mit einer kleinen Geldstrafe davon kommt...""..

    Völlig untaugliches Beispiel, denn "Kim "Dotcom" Schmitz" wird nicht ""bei uns"" von der Justiz verfolgt !

    Würde er das, wäre seine Geldstrafe die er dann erhielte nur wegen der erzielten illegalen Gewinne durch das Internet-Portal deutlich höher..
    In Haft müßte auch er dann wohl auch nicht..
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