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Boston

St. Patrick's Day: LGBTI-Verbot nach Protesten aufgehoben

In Boston darf jetzt doch auch eine LGBTI-Veteranengruppe an der Parade zu Ehren des irischen Nationalheiligen teilnehmen.


Jeder ist bei der grünen Party willkommen. (Bild: Madeleine Ball / flickr)

Die Organisatoren der St.-Patrick's-Parade in der Neuengland-Metropole Boston haben das Teilnahmeverbot einer Organisation für homo- und bisexuelle sowie transgeschlechtliche Veteranen aufgehoben. Die "South Boston Allied War Veterans" gaben am Wochenende bekannt, dass die Gruppe "OutVets" doch an der traditionellen Parade teilnehmen darf.

Anfang vergangener Woche hatten die Organisatoren den "OutVets", die bereits in den letzten beiden Jahren an der Parade teilgenommen hatten, untersagt, in diesem Jahr mitzumarschieren. Das führte zu teils scharfen Protesten. So sagten sowohl Bürgermeister Marty J. Walsh als auch Gouverneur Charlie Baker ihre Teilnahme bei dem Event ab, falls die "OutVets" nicht doch noch zugelassen werden würden (queer.de berichtete).

"OutVets" bedanken sich für Unterstützung

"Wir fühlen uns geehrt und sind ein wenig verlegen über so viel Unterstützung, die wir als LGBTI-Veteranen erhalten haben", erklärte die "OutVets"-Anwältin Dee Dee Edmondson. Veteranen, die sexuellen oder geschlechtlichen Minderheiten angehörten, seien die immer noch am wenigsten repräsentierte Gruppe unter ehemaligen Soldaten.


Die "OutVets" dürfen wie in den letzten beiden Jahren am Freitag erneut beim St. Patrick's Day mitmarschieren. (Bild: Facebook / OutVets)

Die Veranstalter der Parade hatten sich am Freitag nach heftiger Kritik zu einer Krisensitzung getroffen und das Verbot der "OutVets" aufgehoben. Cheforganisator Tim Duross sagte gegenüber dem Lokalsender WHDH, dass der Ausschluss der LGBTI-Aktivisten "falsch" gewesen sei und korrigiert werden müsse.

Noch immer ist nicht gänzlich geklärt, warum die LGBTI-Aktivisten nicht teilnehmen sollten, nachdem es in den letzten beiden Jahren keinerlei Probleme gegeben hatte. OutVets-Chef Bryan Bishop hatte angegeben, man habe ihm mitgeteilt, dass sich die Organisatoren an der Regenbogenflagge gestört hätten, weil diese ein Symbol schwuler Sexualität sei. Bishop erklärte aber, dass die Regenbogenfahne ein Zeichen von "Gay Pride" und Solidarität sei und die Gruppe nicht darauf verzichten werde. Die Organisatoren machten keine Angaben dazu, warum sie die "OutVets" nicht bei der Parade dabeihaben wollten.

Die Parade wird am Freitag wie jedes Jahr wieder Hunderttausende Besucher in die Straßen Bostons locken. Das wegen der vielen irischen Einwanderer insbesondere in den USA beliebte Event sorgt – offenbar wegen seiner katholischen Wurzeln – bereits seit Jahrzehnten mit Diskriminierung von Homosexuellen für Schlagzeilen. Die Bostoner Veranstalter klagten in den Neunzigerjahren sogar ihr Recht ein, Homo-Gruppen wegen der sexuellen Orientierung der Mitglieder aus der Parade auszuschließen. 1995 gab ihnen der amerikanische Supreme Court Recht. Daraufhin stoppte die traditionell liberale Stadt die Förderung der Parade. 2015 hoben die Organisatoren dann ihr Verbot erstmals auf und erlaubten die Teilnahme der "OutVets". (dk)



#1 PeerAnonym
  • 13.03.2017, 16:17h
  • Alles andere wäre auch ein Skandal gewesen und ein Anachronismus, der heute keinerlei Berechtigung mehr hat und nur geschadet hätte.
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#2 Patroklos
  • 14.03.2017, 09:00h
  • Das sind hervorragende Neuigkeiten und der Druck auf die Veranstalter, das Verbot zurückzunehmen, hat gefruchtet.
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